SV17: EVGA steigt in den Notebook-Markt ein

Das Unternehmen EVGA hat auf der CES das erste eigene Notebook präsentiert, bisher war man nur auf PC-Bauteile spezialisiert.

War bisher die Rede von EVGA, kamen sofort Mainboards und vor allem Grafikkarten ins Spiel, mittlerweile stellt man auch Netzteile her. Nun erweitert man das eigene Produktportfolio um ein erstes Notebook, weitere dürften folgen. Beim EVGA SC17 handelt es sich um einen 17-Zoll-Boliden fürs Gaming, der alles andere als günstig wird.

evga sc17 display

Aber beginnen wir mit den technischen Daten, welche den hohen Kostenpunkt in Höhe von etwa 2.500 Euro erklären dürften. So verbaut man als CPU einen Intel Core i7-6820HK, welcher dank freiem Multiplikator vom Nutzer übertaktet werden kann. Auch bei der Grafikkarte lässt man sich nicht lumpen und verbaut eine GTX 980M von NVIDIA, welche leistungstechnisch knapp unter der Desktop GTX 970 einzuordnen ist.

16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit einem Takt von 2.666 MHz kommen zum Einsatz, für ausreichend Speicherplatz sorgen bis zu zwei Samsung-SSDs im M.2-Format. Dazu gibt es eine maximal 2 TB große Festplatte, welche durch kaum eine Steam-Bibliothek ausgereizt werden dürften, USB 3.1 Typ C, zwei mal USB 3.0 und eine einzige Klinkenbuchse.

evga sc17 ausstattung

Das 17 Zoll große Display löst mit 3840×2160 Pixeln auf, bietet also 4K-Auflösung. Trotz des großen Bildschirms hätte es höchstens QHD oder gar Full HD sicher auch getan oder zumindest eine Option auf ein Monitor-Downgrade. Zum flüssigen Spielen mit 4K-Auflösung ist schließlich auch die 980M noch nicht genug, gerade bei einem Gaming-Notebook sollte das berücksichtigt werden.

HDMI gibt es nur nach 1.4-Standard, ein DisplayPort-Anschluss ist jedoch vorhanden und dürfte auch die Ausgabe von UHD-Inhalten bei einer Bildwiederholungsrate von 60 Hz ermöglichen. Auch Nvidias G-Sync wird unterstützt, kann allerdings nicht auf dem internen Display, sondern nur über einen der DisplayPort-Outputs genutzt werden.

Das Hardware-Paket verpackt EVGA in einem Aluminium-Gehäuse mit „nur“ 27 mm Dicke, welche vor allem aufgrund der aufwendigen Kühllösung notwendig sein dürfte. Mit einem Gewicht von knapp vier Kilogramm dürfte der hauptsächliche Verwendungszweck auf jeden Fall im Bereich „Desktop-Ersatz“ liegen, es sei denn, man möchte das Handgepäck komplett mit seinem Notebook füllen. Der Release soll irgendwann im Jahr 2016 erfolgen, bestenfalls vor Vorstellung der neuen Grafikkarten-Generationen.

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