TrekStor DataStation pocket air im Test

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Mobile Daten brauchen wir alle. Immer wieder. Das ist ein Grund, warum Cloud-Dienste boomen und jeder auf der Suche nach dem passenden Dienst von Mega bis hin zu Dropbox ist. Wer seine Daten aber nicht im Netz auf irgendwelchen Servern halten möchte, sie aber dennoch immer dabei haben will, der braucht eine etwas andere Lösung. Genau unter diesem Vorsatz habe ich mir die TrekStor DataStation pocket air angesehen und stelle euch das Gerät heute vor.

Ausstattung: Es kommt nicht auf die Größe an

Wer sich die pocket air in die Tasche holt, der bekommt für eine unverbindliche Preisempfehlung um 99 €uro für die 500-GB-Variante bzw. 139 €uro für die 1-TB-Variante nicht nur eine simple USB-Festplatte. Neben dem schnellen USB 3.0 Anschluss hat die Netzwerkfestplatte im 2,5″ Format WLAN b/g/n, einen 100 mbit/s LAN Anschluss, einen 3.000 mAh Akku und vier Status-LEDs. Der starke Akku versorgt nicht nur das Gerät selbst mit Strom, sondern dient auch als Powerbank, falls mal der Strom vom Handy ausgeht. Dafür ist ein USB-Anschluss an der Seite verbaut.

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Design-technisch ist der kleine weiße Riese ein echter Hingucker und schlank genug für die Jackentasche, mit Abmessungen von 82 x 25 x 129 mm bei 285 Gramm Gewicht. Geladen wird die Platte über den USB 3.0 Anschluss.

Funktion folgt nach dem Design

So schön wie die Festplatte aussieht, so funktional soll sie auch sein. Mit dem LAN- oder dem WLAN-Anschluss dient die Festplatte nicht nur als mobiler Netzwerkspeicher sondern bietet auch einen eigenen DHCP-Server. Somit könnt ihr die Festplatte nicht nur als Client im Heimnetz verwenden, sondern auch direkt AdHoc mit jedem anderen Gerät eine direkte WLAN-Verbindung zur Festplatte herstellen. Prädestiniert dafür sind, laut Hersteller, Android-Geräte ab Version 2.3 und iOS Geräte ab Version 4.0. Natürlich ist die Platte auch kompatibel mit Linux, Windows Xp, Vista, 7 und 8 sowie MacOS aber Version 10.6. Soweit die Theorie aus dem Begleitheft.

In der Praxis zeichnete sich mir ein anderes Bild des Gerätes. Via USB und LAN ließ sich die Festplatte einwandfrei verwenden, auf ihr befindet sich eine Applikation zum konfigurieren, welche man in der späteren Verwendung nicht mehr benötigt, da man das Webinterface dann auch mit der IP der Festplatte ansteuern kann. Auch wenn man die Festplatte via WLAN-Direktverbindung ansteuert, verhält sie sich wie ein typisches NAS. Man kann Freigaben erstellen und einbinden sowie bis zu 5 Nutzer gleichzeitig an die Platte lassen wobei der Akku bis zu 5 Stunden halten soll. Das hat sich im Test auch in etwa bestätigt, wobei natürlich die Akkuleistung „leidet“, wenn man die Powerbank-Funktion zeitgleich nutzt.

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Was hingegen bei mir überhaupt nicht funktioniert, war die Integration der Festplatte in mein eigenes Heimnetz. So oft ich auch nach WLAN-Netzwerken gescannt habe, egal wo die Festplatte lag, unerheblich ob direkt vor dem Router oder vor dem Repeater, die Festplatte fand mein WLAN nicht und ich konnte sie nicht verbinden. Das ist im Prinzip kein Problem, da ich am Heimrechner zwei Netzwerkkarten besitze, LAN und WLAN.

TrekStor DataStation pocket air Test (1)Somit ist mein Rechner gleichzeitig im Netz und kann die Direktverbindung mit der Festplatte herstellen. Dennoch ein überaus störender Fakt. Einer unserer Leser hat das gleiche Modell der Festplatte, jedoch von einem anderen Distributor und kann mir die Probleme bestätigen. Außerdem meint er, selbst wenn die Festplatte mal eine WLAN-Verbindung zum Heimnetz herstellen kann, hält diese nicht lang und ist instabil. Das macht die WLAN-Fähigkeit in der Heimnutzung unbrauchbar.

Mobil, Mobil!

Ist man unterwegs, zeigt die Platte ihre Stärken insbesondere in der Verwendung mit Mobilgeräten. Verbindet man seinen Androiden mittels WLAN und hat einen vernünftigen Dateimanager mit Netzwerkunterstützung zur Hand, wie etwa den ES kann man munter Daten tauschen und ist nicht mal mehr auf USB-OTG angewiesen.

ES Datei Explorer
Preis: Kostenlos+

Daheim fliegt dafür das Handy aus dem heimischen WLAN raus, dieser Bug ist immer und immer wieder sehr störend. Mit Windows Phone-Endgeräten guckt man auch in die Röhre, allerdings wegen fehlenden Dateimanagern, welche auf SMB/NFS Shares zugreifen können.

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Fazit

Die pocket air folgt einer guten Idee. Mobile NAS-Festplatte daheim, und mobiler Datenspeicher für unterwegs, den man nicht mal aus der Jackentasche holen muss. Keine Reibereien mit USB-OTG bei der Verwendung mit Smartphones und ein Notfallakku noch dabei. In der täglichen Nutzung zeigt sich aber, dass nur ein Teil dieses Anspruchs erfüllt wird.

Unterwegs ist die kleine Platte prima. Smartphone verbinden, Fotos ablegen, fertig. Das funktioniert. Daheim lässt sich die pocket air nur kabelgebunden benutzen, da sie sich einfach nicht ins heimische Netz integrieren lässt. USB-Festplatten mit 500 GB Speicher kosten derzeit rund um die 40 €uro und so bezahlt man in etwa noch einmal das selbe, für die Netzwerkfunktionalität, welche aber nicht richtig läuft. Ich zahle den Aufpreis gerne, wenn es denn richtig funktioniert. Somit kann ich der TrekStor DataStation pocket air nur bedingt eine Empfehlung aussprechen.

Wer mit den Einschränkungen leben kann, der kann getrost zuschlagen, ich für meinen Teil würde dieses Gerät aber wohl nicht kaufen.

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