Was ich von Symbian^3 erwarte

In der letzten Zeit scheint es wie verhext. Eine Menge „Previews“ und Screenshots von Symbian^3 bringt die Symbian Foundation auf ihre Homepage, währenddessen wird aber mit der „alten“ S60 5th Edition fast jede Woche ein neues Smartphone rausgebracht. Um zu erkennen, dass das die falsche Strategie ist, braucht man kein Weiser zu sein.

Aber in letzter Zeit verdichten sich auch die Infos um das neue Nokia N8-00, ein Multimediaflagschiff mit Symbian^3, das Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Insofern ist es Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen, was Symbian^3 können muss, um in der Liga von Android mitzuspielen. Ich habe dazu meine Gedanken aufgeschrieben:

Ein zentraler Symbian Store

Symbian scheint durch sein Open-Source Dasein die Hersteller verbunden zu haben, warum also sollte man sich so voneinander trennen? Schließlich hat der Android Market vorgemacht, wie das geht. Das macht es auch einfacher für Hersteller wie HTC und Motorola, einfach mal Symbian auszuprobieren ohne sich dann um seine „unehelichen“ Söhne zu kümmern (vergleiche Samsung  i8910 HD).

Ein völlig neues Zertifikat-System

Das jetzige Zertifikat-System macht Symbian und dem Ovi Store ganz schön zu schaffen. Zwar gibt es ein kostenloses Zertifikat für Entwickler, für ein echtes Developer Zertifikat, das für das Publizieren im Ovi Store nötig ist, muss man 500 Euro auf den Tisch legen. Das schreckt doch jeden neuen Entwickler ab, zumal ist das Zertifikat ja nicht das einzige, was für das Entwickeln und Publizieren im Ovi Store nötig ist. 50 Euro für einen Publisher Account und nochmal 50 werden für die Entwicklungssoftware QT fällig (QT sehe ich als neues Symbian SDK, weil dieses viel einfacher zu handeln ist als das S60 SDK).

Zurück zum Zertifikat: Letzteres muss abgschaft werden, aber um Piraterie zu vermeiden braucht man etwas vergleichbares, und dafür habe ich mir folgendes ausgedacht: Wir laden uns das kostenpflichtige Sims 3 aus dem Internet herunter und wollen es installieren. Bei der Installation fragt uns das Gerät nach einer Online-Verbindung und prüft dann, ob Sims 3 etwas im oben genannten Symbian Store kostet. Tut es das, verweigert das System die Installation. Das wäre eine Revolution in Sachen Piraterie und würde das Symbian OS für Entwickler wieder interessant machen.

Hardware-Buttons für Zurück und Optionen

Im Moment hat Symbian den Optionen und Zurück Button ins UI integriert, das hat zur Folge, dass wenn man das Smartphone ins Querformat dreht, man kaum noch etwas von den Icons sieht, da der Platz, der eigentlich für die Icons vorgesehen ist durch die Optionen und Zurück Button weggenommen wird. Hier könnte man sich an Android ein Beispiel nehmen.

Festgelegte Hardware-Spezifikationen

Ähnlich Windows Phone 7 sollte man für Symbian^3 festlegen, welche Hardware mindestens verbaut sein muss. Ganz so krass wie Microsoft muss es ja nicht sein. Ein ordentlicher GPU, ein 600 Mhz Prozessor wie der des HTC Legend und 256MB  Ram wären ja schon genug. Das macht es einfacher für Entwickler, da sie wissen, dass ihr 3D-Spiel garantiert auf allen Symbian-Phones läuft.

Ein frei gestaltbarer Active Standy

Bisher hatten nur die Highend-Geräte N97 und N97Mini einen solchen verbaut, allerdings war dieser nicht komplett frei gestaltbat und die Widgets waren sehr klein. Hier kann man sich ein Beispiel an Maemo 5 nehmen.

Nun, das war es erstmal. Habt ihr noch irgendwas, was an Symbian unbedingt geändert werden muss, damit ihr es als zukunftsfähig seht? Dann hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar. ;)

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