Wer mag Waben? – WRIO die Wabentastatur

Die ersten Geräte mit einem Tastenlayout waren Schreibmaschinen, es ist das Grundgerüst einer jeden Hardware- und OnScreen-Tastatur. Es gibt bereits verschiedene Versuche das „Problem“ der Tastatur zu lösen. Das Problem ist einfach erklärt.

Das Problem und das Ziel eines Tastaturlayouts ist das Schreiben auf dem Gerät so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Buchstaben, die in einer Sprache sehr oft hintereinander verwendet müssen, sollen recht nah aber nicht zu nah an anderen Buchstaben liegen, damit man diese schneller erreicht. So kommt es, dass ein „Y“ oder „X“ im deutschen Layout an der mit am schlechtesten erreichbaren Stelle an der Tastatur liegen und das „E“ direkt neben dem „R“ liegt.

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Die Leute von WRIO haben es nicht nur zur Aufgabe gemacht ein neues Tastaturlayout auf die Schirme zu zaubern, sondern versuchen sich gleich noch allgemein an einem anderen Design der Tastatur. Die Tasten sind nicht wie üblich rechteckig sondern sechseckig, wenn man will auch Wabenförmig, aneinander geordnet. Das Design ist deutlich besser für den Touchscreen geeignet, da die Tasten eher die Form eines Fingers auf dem Touchscreen besitzen und die Tasten einfacher getroffen werden können.

Wenn man sich die Bedienung der Tastatur ansieht, merkt man deutlich, dass sich die Entwickler viel Zeit mit dem Layout gelassen und viel ausprobiert haben müssen. Wir haben hier zwei Felder, die als Leerzeichen dienen, wobei man auch schnell mit einem kleinen Wisch nach rechts ein Leerzeichen setzen kann. Wischt man nach links, löscht man die bisher geschriebenen Buchstaben Stück für Stück wieder. Hält man den Finger nach dem Wisch weiter auf der Tastatur werden immer schneller die zuletzt geschriebenen Buchstaben gelöscht. swipes_original

Einige Tasten besitzen, wie zum Beispiel „?“ und „.“, Erweiterungen, die man mit einem kleinen Wisch nach oben erreichen kann. Für alle anderen Tasten ist hier „Caps“ die Regel. Auf ihrer Kickstarterseite schreiben die Entwickler, dass man mit dem deutschen Layout bereits sehr schnell Umlaute schreiben kann.

Je mehr ihr mit der Tastatur schreibt, desto schneller und besser lernt WRIO eure Schreibweise, wie zum Beispiel euren Slang und bietet darauf dann basierend eine Autokorrektur an. WRIO soll auch ein auf euch abgestimmtes Layout aufbauen. Heißt, dass sich das Layout an euch anpassen wird. Wie weit das gehen wird kann ich nicht sagen. Die Entwickler geben da noch nicht viele Informationen preis.

WRIO ist noch ein Kickstarter Projekt und derzeit in Entwicklung. Die Tastatur soll zu allererst für Android erscheinen und dann, sofern die Entwickler es hinbekommen, später noch nach iOS. Hier liegt das Problem an den Restriktionen die Apple den Entwicklern für Tastaturen vorgibt. Das Ziel des Kickstarterprojektes liegt bei 10.000$ und läuft noch 29 Tage und der Einstiegspreis liegt bei etwa 4,50€. Er beinhaltet die finale App mit allen Features. Wer bereits ab der Beta dabei sein möchte, sollte ungefähr das doppelte aus dem Portemonnaie zücken. Der Alpha Access kostet dann etwa 31,30€ und man bekommt die Möglichkeit den Entwicklern Features vorzuschlagen.

Ich persönlich bin sehr gespannt auf diese Tastatur, bricht sie mit vielen bisherigen Designs ab und versucht das Problem der Tastaturen auf Touchscreens auf eine eigene Art zu lösen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler hier am Ball bleiben und am Ende eine gute Tastatur herauskommt, die in jeglicher Hinsicht überzeugt. Die Kickstarter-Seite findet ihr hier.

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