Marktgeschehen

Apple beantragt einstweilige Verfügung gegen das Samsung Galaxy S3

Na da schau her, Apple beantragt in den USA eine einstweilige Verfügung gegen das Samsung Galaxy S3 und will das Smartphone damit noch vor dem US-Marktstart am 21. Juni 2012 blockieren lassen. Dass Samsung das Galaxy S3 angeblich „von Anwälten designen lassen hat“, hilft in diesem Fall allerdings recht wenig, denn Apple stört sich an mehreren Patenten, welche durch das Gerät verletzt werden sollen. Gegen die Nutzung der gleichen Patente hatte Apple bereits beim Samsung Galaxy Nexus versucht vorzugehen.

Schaut man sich den Antrag von Apple an, entdeckt man in diesem ungewohnte Töne. So bringt man zum Beispiel an, dass das Galaxy S3 bereits 9 Millionen mal vorbestellt wurde und es damit zu der meist vorbestelltesten (ja, blödes Worte) Elektronikprodukten für Endverbrauch in der Geschichte gehört. Dazu sei natürlich angemerkt, dass die Zahl der Vorbestellungen offiziell noch nicht bestätigt wurde. Genau heißt es:

According to press reports, Samsung has already sold over nine million preorders of the Galaxy S III; indeed, the Galaxy S III has been reported to be the most extensively preordered piece of consumer electronics in history.

Aufgrund der gebotenen Eile, wegen dem bevorstehenden Verkaufsstart, hat Apple beantragt, das Samsung Galaxy S3 mit in den ursprünglichen Antrag für das Samsung Galaxy Nexus zu übernehmen. Dagegen kontert allerdings Samsung, da dies zu kurzfristig wäre und man die Modele Galaxy Nexus und Galaxy S3 nicht in einen Topf werfen dürfe. Es sei zudem dazu gesagt, dass es sich wieder mal um zwei Patente handelt, anhand derer Apple auch gegen HTC vorgeht.

Im Details sind das 8,086,604, welches die „unified search“ schützen soll, also auch Teile von Siri und wohl auf S Voice bzw. die Google Spracherkennung abzielt und zum anderen das Patent 5,946,647, welches sich auf „data tapping“ bezieht, also auf ein Verfahren zu Dateneingabe und -verarbeitung.

Klageschrift Apple (Klicken zum Anzeigen)

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