3D-Drucker-Roundup No. 29: Temptower, Mini-Dremel, Geeetech A30

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Wir schreiben die Folge 30 des 3D-Drucker-Roundups. Dieses mal seid ihr live dabei, wenn es um den Temptower geht und es folgt hoffentlich auch endlich ein bisschen Stoff zum Geeetech A30 3D Drucker.

Temptower

Eigentlich hätte ich dieses Thema schon viel früher abhandeln sollen, aber bisher habe ich neues Filament immer einfach direkt wild drauf los getestet. Wenn es zuviel Fäden gezogen, oder nicht gut auf der Druckplattform gehaftet hatte, wurde eben ein wenig an der Temperatur gespielt, eventuell der Drucker neu gelevelt oder gar noch der Extruder kalibriert und der Druck erneut gestartet.

Dieses Vorgehen lag vor allem daran, dass mir nicht klar war, wie ich möglichst einfach einen Temptower drucke. Mal ganz abgesehen davon, dass ich dachte ein Temptower würde ewig benötigen etc. Dabei kann es so einfach sein…

Vary Temp Height

Jüngst stieß ich dann aber auf einen Tower (Thingiverse) und ein Script (Download und dann im Ordner files), welches den Vorgang super einfach gestaltet. Man lädt den Tower und skaliert ihn in Cura auf 90 mm Höhe und 20 mm Breite. Dann wird das Skript „Vary Temp With Height“ installiert (Anleitung wohin das Script muss etc. in der Beschreibung auf Thingi) und über

Erweiterungen -> Post Processing -> GCode ändern

ausgewählt. Nun genügt es eine Start Temperatur (240 °C in meinem Test – manche Drucker können nicht höher!) festzulegen (Achtung, die muss auch in den normalen Cura-Einstellungen eure Start Temperatur sein!) und als Increment 5 °C eingestellt werden. Dann noch als Height Increment 5mm einstellen und der Tower kann gedruckt werden.

Das Ergebnis sieht dann ungefähr so aus. Der große Turm bekommt pro Abteil alle 5 mm von unten eine 5 °C kühlere Temperatur verpasst und dementsprechend sieht man dann beispielsweise an dem Loch bei der Schräge die Stufen auf der rechten Seite ohne Schlaufen etc. und am besten auch keine Fäden mehr, die sich über das Loch ziehen. In meinem Fall ist das dritte oder vierte Fach von unten der Ideal-Wert.

Diesen Wert habe ich dann ohne das aktivierte Skript noch einmal in Cura fix für den ganzen Turm eingestellt (in meinem Fall also 230 und 225 °C) und die kleinen Tower links noch einmal gedruckt und mir das beste Ergebnis ausgesucht und nun fix für dieses Filament eingestellt. Der ganze Vorgang geht ratzfatz, da der Turm ja im Grunde nur eine Wand ohne Inhalt ist. Grob geschätzt dauerte alles 20 Minuten und man sieht das perfekte Ergebnis. Diesen Wert dann für das jeweilige Filament notieren und los kann die wilde Druckerei gehen! :)

Werkzeug!

Nachdem nun der Drucker ordentlich eingestellt sein sollte, kann das passende Werkzeug nicht fehlen, um am fertigen Objekt noch die eventuell nötigen Korrekturen vorzunehmen. In meiner Grundausstattung etwas weiter unten habe ich hier das Diament Feilen-Set gelistet, welches mir zuverlässig dabei hilft.

Manchmal muss es aber auch nen Ticken gröber sein und da ist mir neulich ein Mini-Dremel über den Weg gelaufen. Schön mit integriertem Akku, welcher via MicroUSB praktisch überall aufgeladen werden kann. Einige Aufsätze sind auch dabei. Und für den Fall der Fälle gibt es auch noch Adapter, damit exotische Aufsätze auch aufgesteckt werden können.

Tacklife 3.7v Akku Dremel Multifunktionswerkzeug

Das Ding kostet nur knapp mehr als 20 EUR und ich habe mich zwischenzeitlich in das Teil verliebt. Klein (man vergleiche die Größe mit dem Stecker des USB-Kabels!), handlich, mit Akku – also ohne störendes Kabel und viele Aufsätze. Damit kann man ideal auch mal Kleinigkeiten wegfeilen, die sonst am gedruckten Objekt stören würden. Geschwindigkeiten kann der Mini Dremel übrigens auch in drei Stufen hochdrehen.

Geeetech A30 Drucker

Lange versprochen und nun endlich nachgereicht wird auch ein kleiner Clip von der Bedienung des A30 über den Touchscreen. Nachdem ich diesen nun ausgetauscht habe funktioniert auch alles. Installiert ist zwar kein Marlin aber die Oberfläche ist gut durchdacht. Über das Druckmenü genügt ein tippen auf die Temperatur und schon ist man in den entsprechenden Einstellungen und kann die Temperatur verstellen usw. Das geht alles super intuitiv und schneller, als mit dem üblichen Dreh-Rad zur Navigation durch Marlin.

Bedient werden kann der Drucker natürlich auch ohne Stylus, aber ich hämmer dann immer gleich so wild mit meinen Patscherchen in den Bildschirm rein wenn etwas nicht gleich funktioniert – deshalb der Stylus. :)

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Touchscreen des Geeetech A30 3D Druckers…

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Abgesehen davon kann ich natürlich immer empfehlen, bei Thingiverse nach eurer Druckerbezeichnung zu suchen. Da finden sich verbesserte Lüfterhalterungen, Kabelführungen, die ein abknicken verhindern sollen und dergleichen. Ich habe hier für den A30 noch eine kleine Schüssel gedruckt, die prima in einen Zwischenraum passt und dort meine Pinzette und Zange beherbergen kann. So kommt man schnell ran und trotzdem ist alles gut aufgeräumt.

Für die gegenüberliegende Seite sollte das Fach nur halb so groß sein und für kleine Filament-Reste etc. als kleiner Mülleimer gedacht sein. Das habe ich wie immer in Tinkercad gemacht. Rechtes fach hochgeladen, die Mitte ausgeschnitten und beide Teile zusammengefügt und schon hatte ich ein halb so tiefes Fach.

Oben rechts übrigens wieder eine Variante, die ums verrecken nicht richtig drucken wollte. Die Lösung war der Retract/Einzug. Den musste ich in CURA komplett deaktivieren und ich habe auch noch gleich die Temperatur der Nozzle um 5 Grad erhöht. Das Ergebnis war der Druck unten links. Passt perfekt in den Zwischenraum des Druckers auf der linken Seite und ist 1A gedruckt. ❤ Fast zu schön für einen „Mülleimer“.

Soweit war es das nun auch schon wieder in diesem 3D-Drucker-Roundup. Ihr habt Fragen oder Wünsche? Dann gern in die Kommentare damit!

Meine aktuelle Grund-Ausstattung:

  • 3D-Drucker: Aktuell am liebsten der Tevo Flash. Optisch schick, gute Technik, gutes Maß zwischen zu klein und zu groß. Einen günstigen Einsteiger findet ihr mit dem Ender 3 (oft mit Gutscheinen noch günstiger!).
  • Diamant Feilen-Set: Ideal zum Nachbearbeiten der zu scharfen Kanten etc.
  • Als Filament nutze ich sehr gern PET-G. Unter anderem von Renkforce. Kostet zwar paar Cent mehr als günstigstes Noname, aber macht mir kaum bis keinen Ärger.

Euch gefällt der #3DRoundup? Eine Auflistung aller Roundups findet ihr hier.

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