AAT: Facebook hilft Sehbehinderten mit neuem Tool

Quelle: facebook.com

Das Team von Facebook gibt sich immer wieder alle Mühe, an der Spitze der Innovationen mitzureiten. So auch in diesem Falle mit ihrem neuen Tool AAT.

Matt King, erster sehbehinderter Entwickler bei Facebook beschreibt die Situation folgendermaßen:

Überlege mal, wie viel Inhalt deines Newsfeed in Bildern dargestellt ist – der Großteil. Und so kommentieren die Leute dann ein Foto oder sprechen darüber, aber niemand beschreibt dessen Inhalt. Für jemanden wie mich ist es dann in etwa wie „Ok, worum geht es hier? Wovon sprecht ihr eigentlich?“

Wie vermeldet wird, hat der Social Media-Riese gerade erst seinen neuen Dienst AAT (Automatic Alternative Text) gestartet. Dieser soll es Blinden und Menschen mit eingeschränkter Sehkraft helfen, Bilder zu erkennen. Das Programm erkennt dabei deren Inhalte anhand von Mustern und wandelt diese in Worte um. All das geschieht durch die Zuhilfenahme eines neuralen Netzwerks, welches sich aus „Milliarden von Parametern“ zusammensetzt.

Einige Beispiele dessen, was aktuell wiedergegeben werden kann:

  • Transportmöglichkeiten (Auto, Boot, Motorrad, etc.)
  • Natur (draußen, Berg, Welle, Sonne, Gras, etc.)
  • Sport (Tennis, Schwimmen, Stadion, etc.)
  • Essen (Eis, Sushi, Nachspeise, etc.)
  • Aussehen (Baby, Brille, lächelnd, Schmuck, Selfie, etc.)

So ist es in Zukunft nicht mehr nur noch möglich, Texte von Posts vorlesen zu lassen, sondern direkt zugehörige Bilder dem Hörenden zu visualisieren. „Ein Haus, spielende Kinder auf einer Wiese“ könnte dann die Beschreibung lauten.

Bisher ist AAT lediglich unter iOS verfügbar und auch nur, wenn das System auf Englisch eingestellt ist. Facebook verspreche aber, dass auch andere Plattformen und weitere Sprachen in Zukunft unterstützt werden sollen.

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