Amazon: Probleme mit dem Hardware-Geschäft

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Amazon hat Probleme mit dem Hardware-Geschäft und hat sich daher intern neu positioniert, was auch Entlassungen zur Folge haben wird, die vor allem Lab 126, das Hardwarezentrum von Amazon, betreffen.

Das Fire Phone von Amazon kann man wohl getrost als Flop bezeichnen und bei Amazon ist man sich dessen bewusst. Das Unternehmen soll sich laut dem Wall Street Journal neu aufgestellt haben, was vor allem Lab 126, das Zentrum für die Entwicklung von neuer Hardware, betrifft. Dort wird es Entlassungen geben und Teams sollen aufgelöst und mit neuen Aufgaben versorgt werden.

Ein Grund für die Umstrukturierung ist der fehlende Erfolg des Fire Phones, an dem Amazon mehrere Jahre gearbeitet hat. Auch intern scheint es durchaus unterschiedliche Meinungen zum Projekt gegeben zu haben. Mitarbeiter von Lab 126 waren zum Beispiel der Meinung, dass Jeff Bezos, Chef von Amazon, zu viele Funktionen in dem Gerät sehen wollte, die überflüssig und teuer sind.

Die Quittung hat Amazon kassiert, die Smartphone-Entwicklung soll daher ins Zentrum in Seattle verlegt werden. Einige Mitarbeiter müssen gehen, andere werden anderen Projekten zugeteilt. Ein Projekt trägt den Codenamen Kabinet und es soll sich hier um einen Computer für die Küche handeln. Ein Gadget, mit dem man natürlich auch direkt online bei Amazon bestellen kann.

Tablets werden weiterhin ein Thema für Amazon sein, hier soll man an einem 3D-Bildschirm arbeiten. Die Technik soll sich aber von der des Fire Phones unterscheiden. Das Kindle-Team soll außerdem an einem Akku arbeiten, der für eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Jahren sorgen soll. Es wurden jedoch auch viele Projekte eingestellt, darunter auch ein 14 Zoll großes Tablet.

Bei Amazon soll es intern außerdem auch immer wieder viel Kritik gegeben haben, denn der Fokus bei der Entwicklung von Gadgets liegt oftmals nur auf dem Verkauf von Dingern über die Webseite von Amazon. Selbst die eigenen Mitarbeiter haben wohl kritisiert, dass andere Eigenschaften zu kurz kommen. Mal schauen, wie es mit dem Projekt Fire Phone weitergehen wird.

In Zukunft möchte sich Amazon jetzt vor allem dem Thema „Smart Home“ widmen, da man hier eine große Chance sieht, wie man Kunden etwas über Gadgets verkaufen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist Amazon Echo, aber auch die kleinen Dash Buttons zeigen, wie das aussehen wird. Ein vernetztes Heim, verbunden mit dem Shop von Amazon, das ist die Zukunft von Amazon.

Es gibt Gadgets, da wird diese Strategie aufgehen. Beim Echo, oder auch den Tablets und dem FireTV-Stick. Das sind Gadgets. über die Amazon die eigenen gut und schnell Produkte anbieten kann. Bei anderen Kategorien ist das aber schwieriger. Ich glaube hier werden wir in den nächsten Monaten noch das ein oder andere Hardware-Online-Shop-Experiment von Amazon sehen.

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