BYD hatte sich das vor ein paar Jahren noch anders vorgestellt, als man mit ersten Elektroautos, ein paar Händlern und als Hauptsponsor der EURO 2024 an den Start ging. Doch der Erfolg in Deutschland kam nicht, auch wenn die Marke bekannt war.
Daher überarbeitete man die Strategie letztes Jahr und geht es seit 2026 anders an. Der Fokus von BYD wird in Deutschland jetzt auf den folgenden Punkten liegen:
- Mehr Plug-in-Hybride und weniger Elektroautos, vor allem die Bezeichnung DM-i („Dual-Mode intelligent“) soll bei den Verbrennern bekannt werden und in immer mehr Modelle wandern. Aktuell gibt es auch (noch) keine Strafzölle auf Hybride aus China, das möchte BYD nutzen.
- BYD geht aggressiver bei den Preisen vor und bietet mittlerweile auch selbst höhere Rabatte auf viele Modelle an. Man hofft, dass (in Kombination mit der neuen Förderung) so noch mehr Kunden zu BYD greifen werden, denn der Preis ist am Ende der entscheidende Hebel.
- Die Modelle von BYD sollen verstärkt bei Sixt, Taxis und Co. zu sehen sein, damit die Marke mehr Präsenz bekommt und sich potenzielle Kunden an sie gewöhnen. Außerdem werden bald erste Modelle in Europa produziert, so will BYD, was für Build Your Dreams steht, nicht nur als reine Marke aus China wahrgenommen werden.
- Am Ende sind aber die Händler entscheidend, denn der Kunde muss schnell und bequem bei einem Standort sein, da macht man gerade richtig Druck und möchte bald ein Netz von 350 Standorten in Deutschland haben.
- Im Laufe des Jahres soll das eigene Ladenetz von BYD an den Start gehen und nicht nur Megawatt-Laden bieten, sondern eventuell auch hier und da im Rahmen gewisser Aktionen kostenlos sein. Vor allem, wenn die Ladesäulen bei den BYD-Händlern stehen, so kann man potenzielle Kunden anlocken.
- Im Frühjahr wird die neue Luxusmarke „Denza“ von BYD bei ersten Händlern stehen, der Z9 GT wird zwar kein Bestseller, aber er soll zeigen, dass die Marke aus China technisch durchaus einigen Marken aus Europa überlegen ist.
Im Gespräch mit Edison hat Deutschland-Chef Lars Bialkowski betont, dass man sich bei BYD jetzt als „Challenger im deutschen Markt“ sieht und vor allem 2026 ein neues Level für die Marke erreichen möchte. Das erste Quartal sei für BYD durchaus „entscheidend“, den Aufwind der neuen Prämie möchte man definitiv nutzen.
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