Das Motorola Xoom im Alltag

Ich komme hiermit den Forderungen bei Twitter nach und sage ein paar Worte zum Alltag mit meinem neuen Motorola Xoom. Das Modell ist die US-Version von Verizon. Die EU-Version könnte in Details abweichen.

Der Formfaktor

Das Xoom hat tolle Kurven und ist mit seinen 10.1 Zoll fast einen Tick zu groß. Wenn man kurz zuvor das iPad2 in der Hand hielt, merkt man noch etwas. Das Xoom ist verdammt schwer und die ca. 150 g mehr zur Apple-Konkurrenz spürt man besonders auf der Couch, wo man keinen Ständer oder Halter hat. Ansonsten gefällt die runde Form, das schlichte matte Schwarz und besonders der Unlock-Knopf ist perfekt positioniert. Was mich klar stört, ist die Position der Klinken-Buchse. Durch die Lage in der Mitte des oberen Rahmens ist für mich der Einsatz von Kopfhörern eher unkomfortabel.

Look & Feel ANDROID 3.0 UI

Ich habe bewusst ein Tablet kaufen wollen, welches bereits Android 3.0 beherrbergt und da ich diesmal keinerlei Systemmodifikationen vornehmen werde, war mir auch der Hersteller relativ egal. Die Auswahl der derzeit verfügbaren Android 3.0 Tablets ist gleich Null. Daher musste es ein Importgerät werden. Die Honeycomb-Ui ist wahrlich klasse. Sehr intuitiv, schick designed und mit durchdachten Workflows versehen, ist es genau das, was ich von Android 3.0 erwartet habe. Derzeit ist Android 3.0 Honeycomb noch eine unfertige Version. Das hat auch Motorola für das Xoom auf der Cebit bestätigt.

Dies äußert sich in mehreren kleinen Bugs, also zumindest hoffe ich das es Bugs sind und keine Features. Es ist zum Beispiel nicht möglich eine Mail aus dem Papierkorb zu löschen. Auch gibt es ab und zu aus dem Nichts Abstürze (Force Closes). Allerdings eher selten. Da es in den USA derzeit keine Wifi-Only-Edition des Tabs gibt, habe auch ich das in Deutschland nutzlose CDMA an Board. Allerdings ist das irrelevant, denn Tethering geht mit dem Xoom recht gut, so lange man einen Hotspot hat, der das Tethering-Wlan nicht als Ad-Hoc-Netzwerk verbindet, denn das kann das Xoom noch nicht. Somit ist es auch nicht möglich, mit dem iPhone zu tethern. Ab iOS 4.3 mit (hoffentlich bald erscheinenden) Jailbreak ist dies aber möglich, so der Entwickler der iPhone-Tethering App „MyWi“. Alles in Allem fühlt sich aber das Xoom sehr flüssig an, der Browser ist sehr schnell und Flash ist problemlos und performant möglich.

Die Sache mit den Apps & dem Zubehör

Wenn man den Android-Market nach tablet-optimierten Apps und vor allem auch Games durchforstet, holt einen schnell die Ernüchterung ein. Grundsätzlich funktionieren zwar alle Apps, aber wenn sie nicht optimiert wurden, starten sie teilweise in einem 3.5″ Fenster. Gar nicht toll.Gerade zum Beispiel für Cross-Plattform-Videotelefonie blieb nach mehreren Tests lediglich „Fring“ übrig, welches die Videotelefonie einigermaßen zufriedenstellend auf die Reihe gebracht hat. Für Office, Surfen, Youtube, Musik und Filme sowie Mailing ist das Tablet eine einzige Granate. Schließlich ist dies meines Erachtens nach auch die Hauptaufgabe eines Tablets. Mailing ist richtig scharf mit G-Mail, Priority Inbox und G-Talk Video-Chat. Die Tastatur ist nach einiger Eingewöhnung super zu bedienen und man trifft die Tasten auch im 10-Finger-System recht gut. Mir fehlt lediglich wie bei iOS eine Visualisierung des getroffenen Buchstaben.

Nach Zubehör werde ich die nächsten Tage auf die Suche gehen. Auf der Speisekarte stehen ein Case mit integriertem Standfuß, ein Dock und ein Ständer ohne Kabelanschluss. Durch die wahnsinns Akkuleistung braucht man das Xoom kaum zu laden. Ich hatte das Gerät am ersten Tag 15 Stunden in Betrieb (natürlich waren da auch ein paar Stunden Standby dabei) und hatte beim Laden noch 11 % Akku. Einfach geil. Heute im Dauerfummelmodus habe ich nach 10 Stunden noch knapp 20% Akku. Einfach nur geil. Im Standby verbraucht das Xoom fast nichts. Nachts mit 75 % ins Bett, morgens mit 74 % aufgewacht. Klasse Leistung Moto!

Und sonst so?

Das Tablet hat es mir auf der Cebit bereits angetan. Dennoch war ich skeptisch. Seitdem ich es habe, wird auf der Couch gebloggt, vom Balkon getwittert und beim Fernsehen gesurft. Wer braucht schon einen riesen Laptop? :D Kurzum, ich bin sehr zufrieden und begeistert und freue mich auf das weitere Arbeiten mit dem Gerät!

Zum Kauf kann ich es Android-Fans empfehlen. Wer allerdings ein 100% stabiles Arbeitsgerät sucht, sollte eventuell noch zum iPad greifen, da Honeycomb wirklich noch nicht zu 100 % fertig ist.

Noch Fragen? Rein damit in die Kommentare!

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