Devolo GigaGate ausprobiert

Devolo GigaGate frontal

Die Versorgung aller smarten Geräte zuhause mit einer schnellen Datenverbindung ist manchmal gar nicht einfach. Das GigaGate von Devolo soll hier helfen.

Früher war alles einfacher. Da hatte ich eine kleine Wohnung, ein Handy, PC und einen WLAN-Router. Der PC stand neben dem Router und wurde via Kabel mit Internet versorgt und das WLAN reichte in alle Ecken der kleinen Wohnung – zumindest um das Smartphone mit genug Bandbreite für das nächste .gif zu versorgen.

Devolo GigaGate frontal

Aber die letzten paar Jahre und das Internet der Dinge haben meine Heimnetzwerksituation verkompliziert. Plötzlich möchten ein Fernseher, ein NAS, ein Fire TV, ein Laptop, eine WLAN-Waage und noch diverse andere Kleingeräte mit Daten versorgt werden und die Geschwindigkeit meines Internetanschlusses hat sich auch vervielfacht (immerhin 100mbit/s).

Dazu kommt, dass ich mittlerweile nicht mehr ein Zimmer in einer WG bewohne, sondern durchaus 10m und einige Wände von einem Ende der Wohnung zum anderen zu überbrücken sind. Auftritt Devolo GigaGate.

Devolo GigaGate im Video

Auch diesmal habe ich wieder ein etwas ausführlicheres Video zum Testgerät erstellt (welches uns übrigens freundlicherweise von Devolo zugeschickt wurde).

Devolo GigaGate: Die Hardware

Das GigaGate besteht im Basispaket aus zwei Geräten. Die Basisstation wird über ein Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Der Satellit empfängt dann das Signal und gibt es über 5 LAN-Anschlüsse und einen eigenen WLAN Access Point an die angeschlossenen Geräte weiter.

Die Geräte bilden dabei gewissermaßen eine Netzwerkbrücke über WLAN. Das WLAN arbeitet im 5GHz Frequenzband und soll mit bis zu 2GBit/s Daten übertragen können.

Devolo GigaGate Lüftung

Das GigaGate wird im Betrieb etwa handwarm, eine aufrechte Aufstellung hat auch Kühlungsvorteile

Der Satellit ist dabei das interessantere der beiden Geräte. Hier finden sich ein Netzwerkanschluss mit 1GBit/s und vier weitere Anschlüsse mit jeweils 100MBit/s. Insgesamt lassen sich also fünf Geräte per Kabel an den Satelliten anschließen. Zusätzlich kann der Satellit auch ein WLAN-Netz aufspannen, das dann allerdings nur im 2,4GHz Frequenzband funkt.

Devolo GigaGate Anschlüsse

Der Satellit des GigaGate-Gespanns

Devolo sieht den Satelliten zum Beispiel im Wohnzimmer in der Nähe eines NAS, Smart-TVs oder einer Spielekonsole. Mit dem GigaGate lässt sich also eine Netzwerkbrücke vom Router zur „Entertainmentzentrale“ der Wohnung aufbauen, ohne groß Kabel durch die Wohnung ziehen zu müssen oder noch weitere Netzwerktechnik wie Switches oder Repeater im Wohnzimmer zu installieren.

Die Geräte selbst sind in schwarzem Pianolack gehalten und damit leider anfällig für Staub. Dank eines ausfahrbahren Standfußes können die Geräte auch aufrecht stehen. Devolo GigaGate aufgestellt

Durch das Schwarz fügen sich die Stationen ganz gut in eine bestehende Multimedialandschaft ein, aber als besonders gut aussehend würde ich sie nicht beschreiben :D.

Das System ist auch mit einem Sender und zwei Satelliten erhältlich. So lassen sich auch mehrere „Hotspots“ im Eigenheim mit Daten füttern.

Devolo GigaGate: Die Leistung

Der Usecase für das GigaGate sieht in meinem Fall allerdings etwas anders aus: Mein TV-Rack ist bereits durch ein Kabel mit meinem Router verbunden, allerdings ist mein PC im Arbeitszimmer notorisch schlecht angebunden. Bisher übernahm die Leitung vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer ein DLAN-Gerät von TP-Link, durch meine Altbauleitungen kamen allerdings nie die vollen 100MBit/s meines Internetanschlusses beim Rechner an.

GigaGate Visio

Ja, Visio ist nicht mein liebstes Programm

Mein Testaufbau sieht also so wie oben aus. Ich wohne in einer Altbauwohnung mit sehr vielen WLANs in der Nähe, die den Empfang zusätzlich stören. Sender und Empfänger stehen etwa 6m auseinander und werden durch eine massive Wand getrennt.

Mit dieser Zusammenstellung erreicht das GigaGate laut zugehöriger Software immerhin noch über 1GBit an Übertragungsgeschwindigkeit.

Devolo GigaGate Cockpit

Der Aufbau geht dabei super einfach. Geräte verkabeln, anschalten, fertig. Die Netzwerkbrücke baut sich von selbst innerhalb von ca. einer Minute auf und blieb dann in meinen Tests unterbrechungsfrei bestehen.

Einen Überblick über die Software der Geräte erhaltet ihr übrigens im verlinkten Video.

Das Fazit zum Devolo GigaGate

Das GigaGate verrichtet seinen Dienst in meiner spezifischen Testsituation erstaunlich gut und war vor allem sehr einfach einzurichten. Die Funktionen der Software sind übersichtlich und die Geräte arbeiten ohne Hänger oder Einbrüche. Einzig die Tatsache, dass der Satellit kein 5GHz WLAN aufspannen kann und das eher günstig wirkende Klavierlack-Plastik sind mir als Negativpunkte aufgefallen.

Devolo GigaGate Löcher

Wofür diese Löcher sind? Man weiß es nicht…

Trotzdem solltet ihr natürlich vor dem Kauf gründlich darüber nachdenken, ob das GigaGate euer persönliches Netzwerkproblem löst. Manchmal gibt es eben keine Alternative zum Kabel. Gerade, wenn es viele Räume zu überbrücken gibt. In meinem Usecase mit vergleichsweise geringem Abstand und nur einer Wand bietet das GigaGate genug Leistung, aber das kann bei euch schon ganz anders aussehen.

Viel mehr gibt es zu diesem System eigentlich nicht zu sagen. Netzwerktechnik sollte in meinen Augen im besten Fall in den Hintergrund treten und so wenig Administrationsaufwand wie möglich verursachen. Das schafft das GigaGate von Devolo absolut.

Was sagt ihr zum Devolo GigaGate?

Wertung des Autors

Hannes Reinberger bewertet Devolo GigaGate mit 4.3 von 5 Punkten.

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