Ein Ende als Chance? – Asus und die Zukunft im Smartphonemarkt

Die Firma ASUS hat mich seit jeher mit guten Produkten und gut durchdachten Schritten im Markt überzeugen können. ASUS Notebooks und Mainboards waren immer einen Blick und zumeist eine Empfehlung wert. Eines haben die Taiwanesen allerdings komplett verschlafen. Den Einstieg in den unglaublich boomenden Smartphone-Markt. Im Gegensatz zum Konkurrenten Acer vermied man zwar so eine Blöße, die aus schlechter Hardware und gewöhnungsbedürftig designten Handy’s resultierte, aber man bekam eben auch kein Stück vom großen Kunden-Kuchen ab.

Als man in der ASUS-Führungsetage begriffen hatte, wo der Hase lang läuft, entstand in Kooperation mit den Navigationsspezialisten Garmin ein ungewöhnliches, aber dennoch gutes Konzept, das Nüvifone. Das Projekt war gut durchdacht und zielte auf ein noch nicht richtig besetztes Marktsegment. Man verkaufte ein Smartphone, welches seine Funktionalität als solches eher auf sekundärer Ebene hatte und primär ein Navigationsgerät war. Die Verkaufszahlen des Nüvifones waren jedoch nicht das Gelbe vom Ei, denn anders lässt sich die Beendigung der Kooperation beider Konzerne nicht erklären.

Für ASUS stellt sich also nun die Frage, wo geht es hin im Smartphone-Markt? Der Hardware-Riese liess verlauten, man wolle ein Smartphone entwickeln, welches „es Wert ist, gekauft zu werden„. Das haben schon viele versucht und nicht minder viele sind daran gescheitert. Ein Windows Phone 7-Smartphone von ASUS steht bereits in den Startlöchern, aber damit setzt man in Taiwan auf ein Betriebssystem, von dem es noch nicht klar ist, ob es sich wirklich im Markt durchsetzen kann. Ein Schuss in den Ofen ist also nicht auszuschließen.

Daher scheint die Aussage von ASUSTek Südafrika Chef Steven Tu nicht verwunderlich, welcher verlauten ließ:

Wir suchen immer das Beste für unsere Kunden, unabhängig von der Platform. Aber wir erkennen das Potential von Android und fokussieren uns derzeit darauf.

Das wäre die Chance für den Konzern die Dinge richtig zu machen, die man in der Kooperation mit Garmin falsch gemacht hat. Aber ob das letztendlich genau der Grund sein wird, warum Kunden gerade zu ASUS-Geräten greifen und nicht wie gewohnt zu HTC, Samsung oder Motorola wird sich zeigen.

Meine persönliche Meinung ist – Schuster bleib bei deinen Leisten! Man hat im PC-Hardware-Segment ausreichend Fuß gefasst, um erfolgreich zu sein. ASUSTek müsste sich lediglich auf seinen Ursprung besinnen. Überdurchschnittliche Hardware zu fairen Preisen. Dieses Konzept kann nicht fehlschlagen. Im Smartphonemarkt braucht es aber etwas mehr. Ein Feature das niemand sonst bieten kann. Hardware und die Einzigartigkeit für sich beansprucht. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal um die Konkurrenz alt aussehen zu lassen. Ich denke Asus hat in diesem Segment nicht das Zeug dazu, oder wie seht Ihr das?

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