„Fake News“: Facebook markiert Falschmeldungen zukünftig auch in Deutschland

Wie Facebook heute bekannt gab, bekämpft man die Verbreitung sogenannter „Fake News“ bald auch in Deutschland.

Wie es in der veröffentlichten Pressemitteilung heißt, sollen die Änderungen „in den kommenden Wochen“ auch in Deutschland umgesetzt werden, von anderen Ländern des DACH-Raums ist noch keine Rede. Dafür hat man bereits konkrete Schritte entwickelt, die der Verbreitung entsprechender Meldungen entgegen wirken sollen.

Geplant ist unter anderem eine Meldefunktion für falsche Nachrichtenbeiträgen. Wird diese ausgelöst, tritt die Kooperation mit dem renommierten „Recherchezentrum“ Correctiv.org in Kraft, welches den Wahrheitsgehalt der Nachrichten überprüfen soll. Bei positiver Einstufung als Falschmeldung, erscheint anschließend ein roter Warnhinweis unter jeder Nachricht mit diesem Link.

Auch soll der jetzt schon undurchsichtige Algorithmus zur Beitragsordnung in der Timeline entsprechenden Falschmeldungen eine geringere Priorität zuweisen. Weitere Schritte beinhalten einen Warnhinweis beim Teilen eines als falsch eingestuften Artikels, zusätzlich tritt folgende Beschränkung ein:

Sobald ein Beitrag mit einem Warnhinweis versehen wurde, kann er auch nicht mehr zu einer Werbeanzeige gemacht oder hervorgehoben werden.

Offen bleibt, wo genau die „Faktenprüfer“ und Facebook eine Grenze zwischen „Fake News“ und Satire ziehen wollen. Bei der Meldefunktion ist von einer „vorsätzliche[n] Falschmeldung oder Irreführung“ die Rede, das trifft in Teilen aber auch auf Postillon und Co zu. Schließlich ist nicht jeder Fall so eindeutig wie eine erfundene Trump-Geschichte von CNN.com.de.

 

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