Google aktualisiert Google-Play-Programmrichtlinien für Entwickler

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Google hat während der letzten Nacht eine E-Mail an alle Entwickler verschickt, in der es um die Programmrichtlinien für den Play Store geht. Die hat man nämlich aktualisiert, um den Play Store insgesamt sicherer für die Nutzer zu machen.

Zunächst einmal will Google in Zukunft keine anstößigen Inhalte in den Apps sehen. Dies umfasst sowohl sexuelle Inhalte, als auch Gewaltverherrlichung, Mobbing und Verhetzung in jeder Form. Ebenso werden illegale Glücksspiel-Aktivitäten nicht weiter im Play Store geduldet und auch das unautorisierte Veröffentlichen von privaten Informationen der Nutzer ist untersagt.

Diese Richtlinien sind allerdings nicht an die eigentlichen App-Inhalte gerichtet, sondern auch an angezeigte Werbebanner und an die Informationen, die ein Entwickler im Play Store hinterlegt, wie z.B. Entwicklernamen und verlinkte Webseiten. Verstößt ein Entwickler gegen diese Richtlinien, kann sein gesamter Entwickler-Account auf dieser Grundlage gesperrt werden.

Our content policies apply to any content your application displays or links to, including any ads it shows to users and any user-generated content it hosts or links to. Further, they apply to any content from your developer account which is publicly displayed in Google Play, including your developer name and the landing page of your listed developer website.

Des Weiteren verbietet man auch Funktionen, die störend in typische Android-Aktionen eingreifen und so dem Nutzer schaden, womit prinzipiell jegliche Schadsoftware gemeint ist. Dazu darf keine App aus dem Play Store (mitsamt Dingen, wie In-App-Käufen) Änderungen am Gerät vornehmen, ohne, dass der Nutzer darüber Bescheid weiß.

Nervig waren auch die Werbebanner, die manche Apps direkt in die Benachrichtigungsleiste geladen haben. Das ist nun ebenfalls untersagt. Werbe-Benachrichtigungen, die auf Deals und Aktionen, die direkt in Bezug zur jeweiligen App stehen, hinweisen, können jedoch auch weiterhin von den Entwicklern genutzt werden.

Zwei weitere Neuerungen gibt es in den Richtlinien dann noch: Apps dürfen nicht mehr vorgeben, eine andere Applikation zu sein (beispielsweise durch den Titel der App) und ebenso wird nun auch der exzessive Gebrauch und fehlleitende Gebrauch von Keywords in den App-Beschreibungen unterbunden.

In der E-Mail. die an alle Entwickler verschickt wurde, heißt es, dass die Entwickler betroffener Apps nun 30 Tage lang Zeit haben, um ihre Apps anzupassen. Für die Nutzer ist das natürlich ein gewaltiger Schritt nach vorne. Nun kommt es nur noch darauf an, dass Google diese neuen Regeln auch knallhart durchzieht.

via TheNextWeb TechHive

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