Google plant schnellere Android-Updates

Google weiß, dass die meisten Android-Modelle auf dem Markt nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Das ist vor allem auch ein großes Sicherheitsproblem.

Eine aktuelle Android-Version ist eine Sache, doch ein veralteter Sicherheitspatch eine andere. Google hat hier schon viel Arbeit in den letzten Monaten geleistet. Es waren zum Beispiel 80 Prozent aller Flaggschiffe Ende 2016 auf einem aktuellen Stand in den USA. Doch diese Modelle machen nun mal nicht die Masse aus.

Google veröffentlicht monatlich Sicherheitsupdates, die man als Nexus- und Pixel-Nutzer auch sehr schnell bekommt. Besitzt man ein aktuelles Flaggschiff, wie zum Beispiel das Galaxy S8 in ein paar Wochen, dann kommen solche Updates meistens auch noch zügig an. Doch dann hört es auch schon auf.

Android-Updates: Günstige Modelle auf altem Stand

Schaut man sich mal auf dem Markt um, dann ist das nicht die Regel. Modelle für 300 Euro oder weniger sind nicht selten mit einer zwei Jahre alten Android-Version und einem veralteten Sicherheitspatch unterwegs. Sehr viele Modelle aus dieser Kategorie werden nach dem Marktstart nie wieder ein Update sehen.

Das Problem scheint nicht nur die große Anzahl an unterschiedlichen Herstellern zu sein, es ist die Kommunikation von Google. Jeder Hersteller kennt das Problem und weiß, dass Sicherheitsupdates wichtig sind, aber alle suchen die Schuld nicht bei sich selbst. Google möchte hier in Zukunft besser kommunizieren.

Android-Updates: Die Kostenfrage

Es hat bereits ein Umdenken stattgefunden, doch es ist noch ein weiter Weg. Und wichtig ist auf diesem Weg, dass man nicht nur die Spitzenmodelle für 500+ Euro versorgt, sondern auch die Modelle darunter. Und das ist nicht nur eine Frage der Kommunikation mit Google, sondern auch eine Kostenfrage.

1-2 Spitzenmodelle mit Updates zu versorgen ist günstiger, als ein Auge auf über 10 Einsteiger-Smartphones zu haben. Um hier zeitnah Updates liefern zu können, wäre vermutlich mehr Personal von Nöten. Daran wird oft gespart. In einer Preisklasse von 200 Euro sind Firmware-Updates bei Käufern aber auch oftmals unwichtig.

Android-Updates: Wird sich etwas ändern?

Am Ende ist es ein Problem, welches sich glaube ich nicht so einfach „lösen“ lässt und bei dem sich die Frage stellt: Besteht überhaupt genug Interesse bei beiden Parteien? Wenn Nutzer ein Smartphone für 250 Euro kaufen und kein Update mehr erwarten, warum sollten Hersteller dann Geld dafür ausgeben?

Die Situation bei Flaggschiffen hat sich in den letzten Jahren verbessert, doch auch hier liegt noch eine Menge Arbeit vor Google. Aktuell ist die Situation weiterhin so: Wer Android-Updates direkt zum Start möchte, der muss ein Google-Smartphone kaufen – und wer zeitnah Sicherheitsupdates möchte ein aktuelles Flaggschiff.

Quelle TechCrunch

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