Huawei FreeBuds 3 im Test

Huawei Freebuds 3 Header

Huawei schickt mit den FreeBuds 3 einen AirPods-Konkurrenten ins Rennen, der eine Besonderheit besitzt: ANC. Und das ohne ein In-Ear Design.

Es kamen in den letzten Wochen drei kabellose Kopfhörer mit ANC auf den Markt: Die AirPods Pro, die Libratone Track Air+ und die Sony WF-1000XM3 (bei denen ich echt bei jedem Beitrag kurz vorher schauen muss, ob ich den Namen jetzt wirklich richtig geschrieben habe). Die Gemeinsamkeit: Es sind In-Ear-Modelle.

Vielleicht kurz zur Erklärung, was ist ANC? ANC ist eine Abkürzung und steht für Active Noise Cancellation oder auch aktive Geräuschunterdrückung. Damit wird versucht die Umgebungsgeräusche mithilfe von einem Schall zu unterdrücken. Wer sich da mal ein bisschen einlesen möchte, schaut bei Wikipedia vorbei.

Huawei FreeBuds : ANC mit offener Bauweise

Huawei hat sich für eine offene Bauweise entschieden, die FreeBuds 3 fühlen sich im Prinzip wie normale AirPods von Apple an. Der Unterschied zu meinem Modell ist nur, dass ich die schwarze Version als Testmodell erhalten habe. Finde ich gut, eine schwarze Version darf Apple ab 2020 auch gerne bringen.

Huawei Freebuds 3 Test1

Die FreeBuds 3 sitzen bei mir genauso gut wie AirPods im Ohr. Mir passen diese also, ich nutze seit Jahren zufrieden AirPods, aber das sollte man bedenken. Es ist ein Design, welches entweder passt oder nicht. Den Sound fand ich ebenfalls ebenbürtig. Nicht besser und nicht schlechter und aufgrund der Bauform ist der Bass nicht besonders stark. Er ist vorhanden und solide, aber „drückt“ nicht.

Das Koppeln geht übrigens recht flott und wenn man ein Huawei-Smartphone besitzt, dann ist es ähnlich wie bei den AirPods. Dann sind die FreeBuds 3 auch automatisch mit anderen Huawei-Modellen, wie einem Tablet, verbunden.

Huawei Freebuds 3 Smartphone

Für Android-Nutzer gibt es noch die App „Huawei AI Life“, mit der man ein paar Dinge bei den FreeBuds 3 regeln kann. Zum Beispiel das ANC, man kann Updates installieren und die Befehle (gesteuert wird über doppeltes tippen auf die Seite) ändern. Diese App gibt es jedoch nicht für iOS, soll aber wohl kommen.

Huawei Freebuds 3 Test4

Das Case fühlt sich ebenfalls wie das der AirPods an, ist aber rund. Ich finde es schön kompakt und es eignet sich gut für die Hosentasche. Die FreeBuds 3 haben einen guten Halt im Case und sind leicht zu entnehmen. Geladen wird entweder über Qi (kabelloses Laden) oder den Standard USB C.

Huawei FreeBuds 3: Wie gut ist ANC?

Kommen wir nun zu dem Punkt, der vermutlich die meisten interessiert: Der Sound ist gut und in dieser Klasse „Standard“, wie funktioniert diese Bauform mit ANC? Ich muss gestehen, dass das bei mir leider gar nicht gut klappte. Ich habe ein Rauschen mit aktivem ANC gehört und die Umgebungsgeräusche wurden eher mäßig isoliert. Bei mir schließt der Kopfhörer auch nicht komplett ab.

Es ist also quasi unmöglich alle Umgebungsgeräusche zu isolieren, wenn durch die Bauform noch eine Öffnung vorhanden ist. Es fehlen wirklich Silikonaufsätze wie bei den drei Konkurrenten, die meiner Meinung nach besseres ANC bieten.

Huawei Freebuds 3 Test2

Die Akkulaufzeit liegt laut Huawei bei 4 Stunden und 20 Stunden mit Case, das ist also auch weitestgehend Standard in der Branche. Aber auch hier gibt es einige Modelle, die das schon besser machen. Schlecht finde ich sowas aber nicht.

Wer die Huawei FreeBuds 3 als Kopie der AirPods für Android betrachtet, der könnte hier ein interessantes Produkt bekommen. Dazu auch noch in Schwarz, mit Qi, USB C und eben einer App für Android, die ein paar Optionen mitbringt.

Ich muss aber auch sagen, dass das bei mir mit dem ANC nicht so wirklich gut geklappt hat. Es gab Momente, da konnten Geräusche etwas isoliert werden, aber ich habe gerade alle drei anderen In-Ear-Modelle mit ANC getestet und im Vergleich mit diesen können die FreeBuds 3 nicht im Ansatz mithalten.

Huawei FreeBuds 3: Trotzdem eine Empfehlung?

Die Huawei FreeBuds 3 sind für knapp 180 Euro erhältlich und fällt es mir etwas schwer, eine eindeutige Empfehlung auszusprechen. Als iPhone-Nutzer sollte man lieber die AirPods wählen, denn da bekommt man die Vorteile von Apple dazu, das mit dem ANC kann man meiner Meinung nach ignorieren.

Die AirPods sind mit dem Qi-Case in etwa ähnlich teuer, wer darauf verzichten kann, der bekommt die normalen AirPods 2 auch oft für unter 130 Euro. Die FreeBuds 3 könnten sich für Android-Nutzer als Android-Alternative eigenen, aber dort stellt sich eben die Frage: Wollt ihr unbedingt diese Bauform?

Meine Empfehlung wären die Libratone Track Air+ mit einer ähnlichen Bauform, jedoch mit In-Ear-Design und gutem ANC. Diese kosten nur knapp 20 Euro mehr, sind aber meiner Meinung nach die bessere Wahl. Ich weiß aber auch, dass nicht jeder In-Ear-Modelle mag, daher ist das nur ein Tipp von meiner Seite.

Huawei Freebuds 3 Test3

Ich war wirklich gespannt auf die Huawei FreeBuds 3 und als Fan der normalen AirPods (die ich trotz AirPods Pro weiterhin nutze), war ich grundsätzlich auch zufrieden im Alltag. Auch als iPhone-Nutzer kann man sie bequem nutzen.

Nur das mit der aktiven Geräuschunterdrückung ist eben so eine Sache, bei mir hat ANC im Alltag nicht wirklich gut funktioniert. Es rauschte und ich habe zu viel von meiner Umgebung mitbekommen. Daher würde ich jedem, der wirklich ANC nutzen möchte, die In-Ear-Bauform als Alternative dazu empfehlen.

Huawei hat den Preis mit 180 Euro nicht zu hoch angesetzt, aber ich wette, dass dieser trotzdem recht zügig sinken wird. Knapp 130 bis 150 Euro kann man dafür, auch wenn ANC nicht funktionieren sollte (vielleicht klappt es bei einigen ja auch, es hängt auch von der Form des Ohrs ab), durchaus ausgeben.

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