Angst vor Spionage: USA-Start von Huawei gescheitert

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Eigentlich wollte Huawei auf der CES 2018 die Partnerschaft mit AT&T bekannt geben. Doch der Deal wurde kurz vor der großen Messe spontan abgesagt.

Es hätte für Huawei die Nachricht des ersten Halbjahres werden sollen: Der Eintritt in den US-Markt mit einem Netzbetreiber. Huawei hat sich zwar zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt hoch gearbeitet, aber ein wichtiger Markt fehlte auf dem Weg zur Spitze bisher immer: Die USA. Und dort ist eine Partnerschaft mit den Netzbetreibern eigentlich Pflicht, wenn man Erfolg haben möchte.

Am gestrigen Abend meldete das WSJ jedoch, dass der Deal gescheitert ist. Huawei hatte für Donnerstag eine Ankündigung geplant, doch AT&T hat sich spontan aus dem Deal zurück gezogen. Die Gründe? Unklar. Offiziell wurde aber weder der Deal, noch das Ende des Deals bestätigt. Bei The Information hat man jedoch Details.

Es soll tatsächlich politische Gründe gehabt haben. Das Weiße Haus hat wohl Angst vor Spionage aus China. Huawei dementierte zwar die Zusammenarbeit mit den Behörden in China, doch dem vertraut man nicht. Der Druck auf AT&T wurde wohl zu groß, für Huawei war die Meldung jedenfalls eine Überraschung heißt es.

Die CES-Keynote von Huawei wurde bisher noch nicht abgesagt und wird wohl auch stattfinden – nun aber etwas kürzer und ohne Ankündigung ausfallen. Richard Yu möchte laut CES Homepage auch über AI und IoT-Themen sprechen. Ich bin mal gespannt, ob es nach der Keynote neue Details geben wird, vermute aber, dass Huawei die Rede umschreiben und das Thema offiziell ignorieren wird.

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