IDF 2014: USB 3.1 Typ C Zubehör erstmals ausgestellt

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Anfang April wurde der neue USB 3.1 Typ C Standard (im Bild auf der linken Seite) offiziell vorgestellt, nun präsentierte die zuständige Dachorganisation USB-IF im Rahmen des IDF 2014 erste Kabel und Buchsen.

Nachdem die Entwicklung des Standards im August schon offiziell abgeschlossen wurde, zeigte man gestern erstmals fertig produziertes Zubehör. Der neue USB 3.1 Typ C Standard misst nun 8,3 mm in der Breite und 2,5 mm in der Höhe und kann selbstverständlich beidseitig verwendet werden. Hierzu setzt man auf einen weiblichen Anschluss an den Endgeräten, welcher die Zunge des Kabels mit insgesamt 24 Kontakten aufnimmt. Da diese gleichmäßig auf Ober- und Unterseite verteilt wurden und der Stecker symmetrisch aufgebaut ist, kann eine beidseitige Verwendung garantiert werden.

Um eine Zertifizierung zu erhalten, müssen die Anschlüsse der Hersteller für mindestens 10.000 Steckvorgänge ausgelegt sein – für den bisherigen Standard A waren lediglich 1.500 vonnöten. Zudem wird der neue Stecker doppelt so gut gegen Verwindungen geschützt sein und die mechanische Robustheit der Zunge wurde erhöht. Außerdem sei während der Entwicklung die Zukunftssicherheit sehr wichtig gewesen. Um die 10 GBit/s zu erreichen, müssen bisher lediglich 12 der 24 Kontakte genutzt werden. Eine weitere Steigerung der Geschwindigkeit bei gleichem Anschluss sei demnach in Zukunft möglich.

Interessant ist , dass der USB 3.1 Typ C Anschluss noch lange kein Indiz dafür ist, dass das Kabel auch wirklich die versprochene Geschwindigkeit von 10 Gbit/s erreichen kann. So dürfen Hersteller auch USB 2.0 Kabel mit Typ C Anschluss verkaufen und anbieten. Das neue „SuperSpeed“-Logo soll dann die wirklichen USB 3.1 Kabel ausweisen. Trotz des Zertifizierungsprozesses dürften auf Internet-Plattformen wie eBay oder Amazon dann in Zukunft USB 3.1 Kabel zu haben sein, welche auf die veraltete USB 2.0 Technik zurückgreifen.

Erste Produkte mit USB 3.1 Typ C sollen diesen November präsentiert werden. Eine breite Verbreitung dürfte Standard also erst im nächsten Jahr erreichen.

via: heise

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