Insta360 One X2 im Test

Insta360 One X2 Header

Heute wurde die brandneue Insta360 One X2 360 Grad Kamera als Nachfolger der One X vorgestellt. Es gibt ein paar schicke Neuerungen zu verzeichnen und nachdem ich die Kamera schon ein paar Tage in meinen Händen halten durfte, kann ich euch auch direkt ein Video dazu präsentieren.

Nachdem es sich bei mir um ein Vorserienmodell handelt, kann im Detail hier und da eine klitzekleine Änderung möglich sein, aber im Grunde lief schon alles stabil.

Eine kleine Einschränkung in diesem Review für mich als Android-Fanboy war die erst heute zum Launch erhältliche Android-App. Im Video-Review von mir habe ich deshalb mein iPad Pro genutzt.

Für die Effekte die Beta-App von Insta360 auf dem iPad Pro, zum Schnitt des kompletten Videos später dann Luma Fusion auf dem iPad Pro und zur Aufnahme des kompletten Videomaterials die Insta360 One X2 selbst.

Meinen Testbericht in Bewegtbild mit Beispielen und Screenshots etc.:

Weiter geht es wie gewohnt in Schriftform. Zuerst die Spezifikationen selbst.

Technische Daten, Preise und Lieferumfang

Insta360 One X2 Lieferumfang

  • Blende: f/2,0
  • Gewicht: 149g
  • Maße: 4,62 x 11,3 x 2,98 cm
  • Videomodi: Standard, HDR, Zeitraffer, TimeShift, Bullet Time, Steady-Cam
  • Fotomodi: Standard, HDR, Serie, Intervall, Nachtaufnahme, PureShot, InstaPano
  • Auflösung: 360° 5,7K bei 30 fps, 25 fps oder 24 fps, 4K bei 50 fps oder 30 fps und 3K bei 100 fps
  • Audio: Stereo Audio, 360° Audio (Ambisonic)
  • Akku: 1630 mAh
  • Videocodec: H.264, H.265
  • Gyroskop: A-Achsen

Der Ordnung halber packe ich direkt hier auch ein paar Preise aus der Pressemeldung mit rein:

Produktname Preis  
ONE X2 Schnelllade-Hub 54,99
ONE X2 Tauchgehäuse 89,99
Insta360 Bullet Time Ausziehschur 24,99
ONE X2 Linsenschutz 24,99
ONE X2 Lisenabdeckung 6,00
ONE X2 Tragetasche 24,99
ONE X2 LiPo-Akku 39,99
ONE X2 Mikrofonadapter 24,99
ONE X2 489,99

Im Lieferumfang befand sich in meinem Fall die Kamera selbst, ein wenig Papierwerk inkl. Insta360 Aufkleber usw., dann natürlich noch ein Ladekabel mit Typ-C zu USB Typ-A, ein Insta360 Stativ, eine kleine Stofftasche und eine Speicherkarte nebst Linsenschutz.

Zu der Insta360 One X2 selbst

Ich habe beide Modelle hier und habe sie natürlich vor die Kamera gezerrt. So kann man sich direkt ein besseres Bild von beiden Versionen machen.

Die neue One X2 fühlt sich in meinen Händen zwar ein wenig kantiger aber dafür auch robuster an. Das gefällt mir aber sehr gut. Auch das Stativgewinde auf der Unterseite macht einen besseren Eindruck. Hier wurde in meinen Augen an den richtigen Stellen optimiert.

Insta360 One X2 Display

Am meisten fällt natürlich vor allem der schön helle und kreisförmige Touchscreen auf der Vorderseite als Änderung auf. Verglichen mit dem Text-Display beim Vorgänger liegen die Vorteile auf der Hand. Man sieht sich je nach Modus selbst und kann den Winkel so gleich viel besser bestimmen. Zudem können geschossene Clips auch gleich betrachtet werden und auch die Einstellungen können via Touchscreen viel besser vorgenommen werden.

Die One X2 ist übrigens nach IPX8 zertifiziert und versteht sich bis zu 10 m Tiefe auch mit Wasser. Wer natürlich direkt gleich ans tiefe Tauchen (bis zu 45 m) denkt, muss ein optional erhältliches Gehäuse dazu ordern.

Eine ebenfalls wichtige Neuerung im Vergleich zur One X ist der größere Akku. Mit 1630 mAh ist er deutlich gewachsen und sorgt für bis zu 80 Minuten Daueraufnahme bzw. bis zu 55 % längere Aufnahmezeiten. Natürlich kann auch wie gewohnt am USB Typ-C Anschluss eine Powerbank angeschlossen werden, falls man beispielsweise mal Nachts die Sterne verfolgen möchte.

Abgesehen davon finden wir auf der einen Seite der Kamera den Power-Button und den Speaker und auf der anderen Seite den Slot für den Akku und den unter einem Deckel befindlichen USB Typ-C Anschluss. Auf der Unterseite ist der Stativ-Anschluss. Wird der Akku entfernt, erreicht man im Fach des Akkus den dort befindlichen MicroSD-Platz und kann die im Lieferumfang enthaltene 32 GB MicroSD einsetzen.

Die Software

Die Insta360 One X2 ist wieder eine Kamera, welche sozusagen im RAW-Format aufzeichnet und später in der App auf dem Handy, Tablet oder dem Windows- oder Mac-Rechner das Video rendert. Das hat den Vorteil, dass man, auch wenn die Aufzeichnung schon vorüber ist, das Videomaterial anschließend noch anpassen kann. So kann man dann beispielsweise den Bildstabilisator doch noch aktivieren, den Blickwinkel auf Ultrawide oder auch nur Linear anpassen und dergleichen.

Auf dem folgenden Screenshot habe ich von Wide auf Linear umgeschaltet. Es wäre auch noch eine Stärke weiter möglich gewesen. Dann sieht man links sogar noch die komplette Wand und die Tür und einen Teil von der Terrasse.

Insta360 One X2 Winkel

Das geht mit wenigen Klicks. Anschließend muss dann das Video exportiert werden und dann startet der Render-Vorgang und der Bildstabi wird eingearbeitet und das Video im richtigen Format gespeichert.

Auch die Insta360 One X2 beherrscht es den Selfie-Stick herauszurechnen. Je nach Haltung können so interessante Fotos und Videos geschossen werden, die aussehen, als wären sie von einer Drohne gefilmt.

Ebenfalls über die Software sind noch schöne kleine Gimmicks möglich. Im Reiter ShotLab gibt es verschiedene Anleitungen für interessante Effekte. In der ersten Ansicht bekommt man kleine Animationen, wie der erzielte Effekt aussehen wird. Anschließend muss darauf geklickt werden und es wird eine Video-Anleitung abgespielt, wie der jeweilige Effekt erzeugt wird.

Insta360 Shotlap

Anschließend sollte man das Videomaterial entsprechend aufzeichnen (die vorige Anleitung kann auch abgebrochen werden) und im Shotlab ausgewählt werden. Die KI der Software übernimmt den Rest. Die jeweilige Person wird auf dem Videomaterial erkannt und die App schneidet das Video entsprechend zurecht. Abschließend wird der Clip dann exportiert und kann überall verwendet werden.

Insta360 Shotlab Tinyplanet Effekt

Die Effekte klappen nicht immer auf Anhieb, aber nach ein wenig Übung schauen die meisten so erstellten Filme toll aus. Dazu kann ich euch nur empfehlen, das obige Video zu diesem Artikel anzusehen.

Im Clip sind ein paar der Effekte enthalten und auch der Bildstabi mal aktiviert und mal deaktiviert, damit ihr den Unterschied sehen könnt.

Auch der eigentliche Videoschnitt kann bequem via App auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner erledigt werden. Ein 360 Grad Video kann so gegebenenfalls wieder zu einem normalen linearen Format umgerechnet werden und auch der Kamerawinkel ist selbst mitten in einem Clip einfach einstellbar.

Dazu muss man in der Video-Ansicht in der Timeline einen Ankerpunkt setzen und einstellen, wie ab diesem Punkt das Videomaterial aussehen soll (Linear, Wide, oder auch den Blickwinkel der Kamera) und schon rechnet die App eine entsprechende Transition dazu ein.

Ich habe das mal in einer kurzen Sequenz auf Youtube hochgeladen. Achtet in dem Screencast unten auf die weiß/gelben Punkte in der Timeline des Videos. Immer zu diesem Zeitpunkt bis zum nächsten wird die Ansicht ganz weich geändert.

Dabei habe ich im Original die 360 Grad Kamera immer im gleichen Winkel gehalten. Die Qualität des Materials nicht beachten – das ist ein zurecht geschnittener Screencast direkt vom Handy weg. :)

Natürlich bietet das Material sich auch noch an für weitere Effekte, die aus einem Foto oder Clip in nur wenigen Sekunden ganz einfach erstellt werden können. Ein fast räumlich aussehendes Panorama-Foto, oder eine Tiny-Planet-Ansicht,… Entweder als Video oder auch nur ein Foto, um selbiges in den sozialen Kanälen zu teilen etc.

Alle möglichen Tutorials hier zu posten würde den Artikel sprengen, aber ich denke man sieht schon sehr gut, wie man über eine solche 360 Grad Kamera ein paar “besondere Fotos” erstellen kann. Der Fokus auf Kreativität ist nicht zu übersehen. :)

Fazit zur Insta360 One X2

Die Insta360 One X2 ist eine tolle Weiterentwicklung des Vorgängers. Das robuste Gehäuse, der Touchscreen, die App mit den vielen Funktionen zum Rendering der Clips usw. Hier wurde in meinen Augen sehr viel richtig gemacht.

Aktuell liegt die Insta360 One X2 zum Start bei 489,99 EUR. Wer sparen möchte, muss vermutlich auf einen der üblichen Black Mittwochs oder dergleichen warten.

Die Mikrofone sind super und selbst das Video zum Review, welches komplett mit der Kamera geschossen wurde, gefällt mir. Von mir bekommt die Kamera einen dicken Video-Daumen nach oben.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Insta360 One X2 mit 4.2 von 5 Punkten.

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