Misfit Shine Fitness-Tracker im Test

Misfit Shine Header

Der Shine von Misfit gehört zu einem der zahlreichen Crowdfunding-Projekte aus dem letzten Jahr, die es bis zur Marktreife geschafft haben. Mittlerweile kann man den Fitness-Tracker auch hier in Deutschland kaufen und ich habe mir das kleine Gadget daher mal genauer angeschaut und im Alltag getestet.

Beim Shine von Misfit handelt es sich um einen kleinen Tracker aus Aluminium, der die Form einer Ellipse besitzt, knapp 10 Gramm wiegt und in etwa die Größe von einer dickeren 1-Euro-Münze besitzt. Ausgestattet ist der Shine mit einem 3-Achsen-Beschleunigungssensor, Bluetooth 4.0 und insgesamt 12 LEDs. Einen eingebauten Akku besitzt der Shine nicht, dieser Tracker wird als einer von wenigen mit einer ganz normalen Knopfzelle betrieben, die man natürlich auch austauschen kann.

Die Akkulaufzeit soll 4 Monate betragen, was ich weder abstreiten, noch bestätigen kann, da ich den Tracker seit November letzten Jahres am Handgelenk trage. Womit wir aber schon beim ersten Pluspunkt sind, denn der Shine ist der erste Tracker, bei dem ich aufgehört habe, mir über die Akkulaufzeit Gedanken zu machen. Man wird zwar irgendwann in die Situation kommen, wo die Batterie gewechselt werden muss, doch bis dahin hat man Ruhe. Sehr angenehm, wir ich jetzt festgestellt habe.

Misfit Shine Arm

Für das Wechseln der Batterie legt Mistfit ein kleines Werkzeug bei. Der Wechsel ist schnell und unkompliziert, ihr müsst allerdings genau darauf achten, dass ihr das Gehäuse wieder richtig zu macht. Der Shine ist nämlich bis zu 50 Meter wasserdicht und das nur, wenn alles richtig verschlossen ist. Duschen, Schwimmen und Tauchen ist mit dem Shine also kein Problem. Die 50 Meter brauche ich nicht, aber vor allem der Punkt mit der Dusche ist bei mir mittlerweile Pflicht bei einem Fitness-Tracker.

Misfit bietet vier Extras an, mit denen man den Shine tragen kann. Einmal eine kleine Klammer, mit der man das Gadget zum Beispiel an die Hose clippen kann, dann zwei Armbänder, eins davon für den Sport, eins aus Leder, und schließlich noch eine Halskette. Alle Extras sind Schwarz, das Lederarmband gibt es aber noch in Braun.

Bei mir kam in der Testphase entweder die Klammer, aber in 95 Prozent eigentlich nur das Sportarmband zum Einsatz. Ich finde es mittlerweile einfach angenehmer den Tracker am Arm zu tragen. So vergisst man ihn nicht immer wieder und es werden sämtliche Aktivitäten aufgezeichnet. Das ist der Sinn und Zweck eines Trackers.

Misfit Shine Zubehör

Der Shine trägt sich sehr angenehm. Das Sportarmband wirkt zwar nicht sonderlich robust und ich könnte mir gut vorstellen, dass es nach einem Jahr auch mal getauscht werden muss, doch in meiner Testphase hatte ich keine Probleme. Es ist angenehm dünn, lediglich der Part mit dem Tracker ist etwas dicker. Trägt man ihn an der Hand, sieht es fast aus wie eine Uhr. An meinem Arm wirkt es allerdings mehr wie eine viel zu kleine Uhr. So waren auch die Reaktionen aus meinem persönlichen Umfeld.

Optisch ist der Tracker zwar ganz hübsch und er wirkt auch sehr edel und ist sehr gut verarbeitet, aber die Option des Sportarmbandes hat mir im Alltag nicht gut gefallen. Hier würde ich dann eher zum Lederarmband greifen, welches allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist und im Store von Misfit 50 Dollar kostet. Schön wäre es, wenn Misfit alle Extras in den Lieferumfang gepackt hätte. So kann man aber noch ein paar Euro extra verdienen. In Deutschland gibt es die Extras noch nicht im Laden.

Der Misfit Shine ist allerdings für 120 Euro bei Amazon erhältlich und auch lieferbar. Der Tracker selbst funktioniert wie die meisten anderen auch, der sammelt im Laufe der Zeit alle Daten, wenn ihr euch bewegt und schiebt diese dann in die App, wo ihr sie hübsch aufbereitet präsentiert bekommt. Die App selbst ist ganz nett gemacht, lässt sich gut bedienen und wurde von Misfit schön minimalistisch gehalten.

Misfit Shine App

Doch der Funktionsumfang ist beim Shine auch auf eine Sache beschränkt: Das Sammeln von Punkten. Das Tagesziel liegt bei 7000 Punkten, was wohl ungefähr den 10000 Schritten entspricht, die viele andere Tracker vorgeben. Neben den Punkten gibt es auch noch ein paar Statistiken, was mir allerdings fehlt ist die Option das Schlafverhalten aufzuzeichnen. Das würde ich mir beim Shine noch wünschen.

Der Shine besitzt dafür ein Extra, welches ich, als Nicht-Uhrenträger (zumindest bis vor ein paar Tagen, als ich mir die Pebble zugelegt habe) sehr nützlich fand. Nach der Anzeige der Punkte, können die 12 LEDs auch die Uhrzeit anzeigen. Das war eine Funktion, die ich in der Testphase immer öfter genutzt habe und anfangs für eher überflüssig hielt. Eine Uhr ersetzt das Shine nicht, aber das soll es ja auch nicht.

Was fehlt ist eine Anwendung für Windows Phone, diese ist glaube ich auch erst mal nicht geplant. Zum Start gab es eine iOS-App, die auch wirklich gut ist, und seit ein paar Wochen gibt es auch eine App für Android. Die App für Android hat aber, und das haben mehrere Benutzer berichtet, öfter mal Probleme. Ein Bereich, in dem man bei Misfit in diesem Jahr also noch ganz dringend Nachholbedarf hat.

Misfit
Preis: Kostenlos+
Misfit
Preis: Kostenlos+

Als das Projekt damals auf Indigogo die Runde machte, war ich sehr angetan und habe mich auf den Tracker gefreut. Mittlerweile ist das Angebot an Gadgets doch recht groß geworden und es wird in diesem Jahr noch weiter wachsen. Der Shine ist in seiner Kategorie einer der besseren Tracker, ihm fehlen allerdings Funktionen, die andere Tracker heutzutage können (Schlafrhythmus, Höhenmeter, etc.). Hinzu kommt ein ordentlicher Preis von 120 Euro, auch hier geht es mittlerweile günstiger.

Fazit

Ich würde mein Fazit in diesem Fall also mal so formulieren: Wer einen hochwertigen und optisch schönen Tracker sucht, der die Uhrzeit anzeigen kann und bereit ist hier 120 Euro auf den Tisch zu legen, der sollte zum Shine greifen. Wer das nicht möchte, für den gibt es mittlerweile einige Alternativen da draußen, die mehr als nur Schritte zählen können. Mein Tipp ist ja immer noch das Fitbit Flex, welches mittlerweile die Grenze von 100 Euro bei Amazon unterschritten hat, oder eben der Zip für 60 Euro.

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