Motorola Edge 30 Pro im Test: Angriff auf die gehobene Mittelklasse

Motorola Edge 30 Pro Kamera

Motorola hat große Pläne für 2022, wenn es um Highend-Smartphones geht. Das Motorola Edge 30 Pro macht jetzt den Anfang, einige kennen es vielleicht schon als Moto Edge X30 aus China. Bei uns wird es allerdings etwas anders heißen.

Das Motorola Edge 30 Pro startet ab heute für 799,99 Euro in Deutschland, es wird in Cosmos Blue im Handel erhältlich sein (diese Version habe ich). Es gibt aber auch noch eine exklusive Farbe für den Online Shop von Motorola: StarDust White.

Video: Motorola Edge 30 Pro im Test

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Motorola Edge 30 Pro: Die Spezifikationen

  • Hersteller: Motorola
  • Modellbezeichnung: Edge 30 Pro
  • Preis: 799,99 Euro
  • Verfügbar: ab 24. Februar 2022
  • Größe: 163 x 75,9 x 8,79 mm
  • Gewicht inklusive Akku: 196 g
  • Betriebssystem: Android 12
  • Akku: 4800 mAh
  • Display: 6,7″ (pOLED, 144 Hz, FHD)
  • Kamera: Triple-Kamera (50 + 50 + 2 MP)
  • Speicher: 256 GB
  • CPU: Snapdragon 8 Gen 1
  • RAM: 12 GB

Das sind nicht alle Spezifikationen des Motorola Edge 30 Pro. Auf der offiziellen Webseite bekommt ihr noch mehr Informationen zum Android-Smartphone.

Motorola Edge 30 Pro: Meine 10 Stichpunkte

  • Das Design des Motorola Edge 30 Pro gefällt mir, ich mag dieses dunkle und matte Blau auf der Rückseite mit dem leichten Farbverlauf. Die Kamera hebt sich kaum ab und es liegt gut in der Hand. Es ist ein großes und schweres Smartphone, so wie man es von den ganzen anderen Highend-Modellen aber mittlerweile auch gewohnt ist. Das Edge 30 Pro führt sich hochwertig an und es gibt gute Druckpunkte bei den Tasten.
  • Das Display ist schön hell, hat gute Blickwinkel und läuft sehr flüssig. Ich sehe zwar keinen Unterschied zu 120 Hz, aber ich vermute, dass die 144 Hz eben einfach Standard bei diesem pOLED-Display im Einkauf waren. Die aktuellen OLED-Panels von Samsung Display gefallen mir minimal besser, aber das hier ist dennoch ein sehr gutes Panel, mit dem ich zufrieden wäre.

Motorola Edge 30 Pro Front

  • Die Hauptkamera macht gute Fotos, teilweise sogar sehr gute, mit vielen Details, da war ich positiv überrascht. Bei der Ultraweitwinkel-Kamera bin ich ebenfalls zufrieden, sie liegt allerdings leicht dahinter und macht für diese Preisklasse gute Fotos. Einzige Schwäche ist die dritte Kamera für die Tiefe mit 2 MP. Es gibt also keine Option wie Makro oder Zoom, die dritte Kamera wirkt für mich eher wie ein Lückenfüller, damit es eben drei sind.
  • Der Frontkamera möchte ich einen eigenen Punkt spendieren, denn da habe ich mit 60 MP vielleicht etwas mehr erwartet. Die Fotos waren oft etwas verwaschen. Manchmal war ich sogar richtig unzufrieden und ich habe mir etwas mehr erhofft (und macht unbedingt den Beauty-Filter aus).
  • Die Akkulaufzeit war bisher gut, nur im Standby-Modus hat das Edge 30 Pro ein paar Prozent mehr als andere Android-Flaggschiffe mit dem Snapdragon 8 Gen 1 hier im Test verloren. Der Unterschied war nicht groß, aber am nächsten Tag sichtbar. Geladen wird mit bis zu 68 Watt, dazu gibt es noch Qi mit 15 Watt und Reverse Charging. Kabelloses Laden ist (bei Android) in dieser Preisklasse übrigens noch nicht selbstverständlich, daher ein Pluspunkt.

Motorola Edge 30 Pro Back

  • Der Fingerabdrucksensor befindet sich im Power-Button an der Seite und ist flott und zuverlässig. Ich kann ihn noch halbwegs gut erreichen, habe aber auch große Hände. Ich habe das Gerät auch mal meiner Verlobten gegeben, für die wäre das keine gute Option, da sie umgreifen müsste. Man hätte den Power-Button bei der Planung etwas weiter nach unten setzen müssen.
  • Die Stereo-Lautsprecher sind das, was man leider oft in dieser Kategorie bekommt: okay. Der untere Speaker klingt eigentlich ganz gut, doch beim Speaker in der Hörmuschel wird der Sound dann deutlich leiser und dumpf.
  • Das Motorola Edge 30 Pro wird mit Android 12 ausgeliefert und man hält sich mit Anpassungen auch stark zurück, was mir gefällt. Motorola verspricht 2 Major-Updates und 3 Jahre für die Sicherheit, was für diese Preisklasse okay ist. Jeweils ein Jahr mehr wären aber auch schön. Android läuft übrigens sehr flüssig und genug Performance für aufwändige Apps und Spiele ist auch vorhanden.

Motorola Edge 30 Pro Apps Android

  • Die IP52-Zertifizierung bedeutet, dass der Schutz gegen Staub zwar vorhanden ist, aber eine „2“ ist kein besonders guter Schutz gegen Wasser. Es ist ein Schutz gegen „Tropfwasser“, das Edge 30 Pro ist also nicht wasserdicht.
  • Motorola verkauft übrigens auch eine Version mit einem Stift und passend dazu einem Case, in dem man den Stift unterbringen kann. Das Zubehör kommt erst im März, ich konnte es mir noch nicht anschauen.

Motorola Edge 30 Pro: Mein Fazit

Motorola hakt sehr viele Punkte ab, die man von der gehobenen Mittelklasse so erwartet. Hier findet man selten alle Punkte von Flaggschiffen, die Hersteller greifen daher ein paar Dinge auf und man muss dann auch mit ein paar Abstrichen leben.

Motorola Edge 30 Pro Blau

Ich finde die Hauptkamera gut, das Display bietet eine tolle Qualität und es gibt den Snapdragon 8 Gen 1 als derzeit besten Chip. Hinzu kommt Qi, auf das viele in der Preisklasse verzichten, ich aber mag. Und wie sieht es mit den Nachteilen aus?

Da wären eine fehlende Zoom-Kamera, eine IP52-Zertifizierung, die mittelmäßige Update-Politik und das war es eigentlich auch schon. Ich hätte mir noch einen schöneren Rahmen (symmetrisch, dünnere Ränder) gewünscht, aber sonst bin ich im Test bisher zufrieden. Ich mag auch, dass My UX ein fast reines Android bietet.

Motorola Edge 30 Pro Hand

Motorola hat mich in den letzten Jahren nicht so sehr überzeugt, aber hier gibt es durchaus eine Kaufempfehlung von mir. Und wer weiß, vielleicht sinkt der Preis ein paar Wochen nach Marktstart auch noch etwas, spätestens für 600 bis 700 Euro wäre das tatsächlich ein gutes Android-Smartphone, was man kaufen kann.

Ich hätte vielleicht sogar auf den Snapdragon 8 Gen 1 verzichtet und es direkt so positioniert, denn ein guter Mittelklasse-Chip von Qualcomm hätte für dieses Paket meiner Meinung nach ausgereicht. Und das richtige Flaggschiff kommt ja auch noch im Sommer, das wird dann aber mit Sicherheit eine ganze Ecke teurer sein.

Auf das bin ich nach diesem Test aber jetzt gespannt, denn mit dem Motorola Edge 30 Pro hat man mich durchaus positiv überrascht. Ich hatte Motorola nicht für 2022 auf dem Schirm. Das Motorola Edge 30 Pro ist für mich kein „richtiges“ Flaggschiff, aber es ist eine Empfehlung für die gehobene Mittelklasse im Frühjahr 2022.

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  1. Cress 🌟

    Gehobene Mittelklasse für 800€???? Verkehrte Welt.

    1. Leider ja, aber wir sind bei 1300 Euro für ein Flaggschiff angekommen. Und mit Blick auf die Weltlage würde es mich nicht wundern, wenn die Preise noch weiter steigen.

  2. JonP 👋

    Du redest immer was von wegen „bei diesem Preis okay“. 800€?! Das ist unfassbar viel Geld, auch noch in 2022. Vor allem für ein Motorola-Smartphone. Naja, wer auch immer das kaufen will…

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