Neue Karte für die Knipse – Eye-Fi Mobile X2 im Test

Vor einziger Zeit haben wir euch ein Produkt vorgestellt, welches für mich geradezu revolutionär war. Ich kenne keinen Blogger und keinen Privatmann, der nach einem Test dieses Produktes nicht begeistert war und sich ein Exemplar der Eye-Fi Karten gesichert hat.

Die Firma Eye-Fi erlebt einen echten Boom, seit sich die Kunde von diesen genialen kleinen Helfern verbreitet hat. Wir durften für euch euch die neue Serie Testen, die Mobile X2 Karte mit 8GB Speicherplatz.

„Das ist blaues Licht!“ – „Was macht es?“ – „Es leuchtet Blau!“

Die Eye-Fi Karten erweitern eure Kameras mit einer W-Lan-Funktion. Egal ob DSLR oder Billig-Knipse aus dem Supermarkt, derzeit werden mehr als 1000 Kameras unterstützt. Ich habe den Test für euch mit einer Canon EOS 1000D gefahren. Eine Liste der kompatiblen Geräte findet ihr hier. Doch nicht nur das.

Es gibt seit kurzer Zeit auch Kameras, die mit speziellen Eye-Fi-Funktionen verkauft werden. So kann zum Beispiel im Menü der Canon EOS 60D die WiFi-Funktion der Karte dediziert an- oder ausgeschaltet werden. Wenn ihr nun mit eurer Kamera Bilder schießt, werden diese im eigenen W-Lan an euren Computer übertragen, ohne, dass ihr die Kamera auch nur anfassen müsst.

Wer gerne auf Streifzug in die Natur geht, knippst einfach Bilder, geht heim, schaltetet Kamera und Laptop ein und geht duschen. :) Während dessen lädt die Eye-Fi Karte für euch die Bilder hoch. Verblüffend einfach, oder?

Die neue Serie

Die neue Serie der Eye-Fi Karte, die „Mobile x2“ unterstützt den WiFi-Direct-Modus. Das bedeutet für euch, ihr könnt sogar am Strand Bilder fotografieren, via Direct-Modus auf euer Tablet hochladen, am Tablet nachbearbeiten und anschließend das Ergebnis auf eine Website wie Picasa hochladen, oder per Mail verschicken.

Dazu nutzt die Karte meines Wissens nach den W-Lan Ad-Hoc Netzwerk Modus und baut eine direkte W-Lan-Verbindung zu eurem „Empfangsgerät“ auf. In meinem Fall zu einem Motorola Xoom, was problemlos funktionierte. Für nahezu alle gängigen Betriebssysteme gibt es den entsprechenden Client kostenlos zum Download. Derzeit werden das iPhone, das iPad und (fast) alle Android-Geräte unterstützt.

Der Test – Die Stärken

Klare Sache, diese Karten sind eine super Erweiterung für jede Kamera und bei den Preisen der Geräte fallen die Preise der Karten nicht mehr wirklich ins Gewicht. Ich habe nun über knapp einen Monat die „Mobile X2“-Karte mit einem Motorola Xoom getestet. Zu den Nachteilen der Karte lest ihr gleich noch mehr, aber eines sei vorab gesagt, die Einrichtung dieser Helferlein ist leider eine Wissenschaft für sich.

Für mich größte Stärke der Karte, war im Test der Direct Upload zum Xoom. Diese Karte beherrscht das was Sie verspricht einfach ausgezeichnet und ich hatte weder Schwierigkeiten beim Upload, noch mit dem Client für Android. Einfach stark. Wer viel reist, oder viel mit der Kamera und etlichem Zubehör unterwegs ist, der ist um jedes Gerät froh, dass er weniger mit sich rumschleppen muss, oder eben um jedes reduzierte Gramm „Ausrüstung“. Das Tablet im Rucksack, die Kamera im Anschlag, der Laptop daheim, das ist es was einem die Karte ermöglicht.

Die „Endless Memory“-Funktion ist dabei einfach noch das Tüpfelchen auf dem i. Ihr könnt nämlich die Karte so konfigurieren, dass eure Fotos bei einem erfolgreichem Upload aufs Tablet direkt von der Karte gelöscht werden und somit habt ihr immer Speicher frei, sofern er euch am Tablet nicht ausgeht. ;) Da ich schon mehrfach auf Twitter gefragt wurde gebe ich auch gern Auskunft zur Akkulaufzeit. Ja, die W-Lan Funktion zieht Akku. Wie kann es auch anders sein.

Im Langzeittest konnte ich sehr gut feststellen, dass sich die Akku-Laufzeit meiner Kamera um ca 15% reduziert hat, durch die Verwendung der Karte. Das erscheint mir persönlich aber als nicht störend und ich bin generell bei jeder Kamera mit einem Zweit-Akku ausgestattet, ebenso mit einem Schnell-Lader. Während man dann z.B. auf einer Messe den Akku lädt, kann man am Tablet die Fotos verwursten. Ich bin begeistert!

Der Test – Die Schwächen

Die Eier legende Wollmilchsau gibt es nicht und jede Öse hat einen Haken. So auch die Eye-Fi Karten. Für mich war der große „Casus-Knacksus“ die Einrichtung der Karte. Die Eye-Fi Software an sich funktioniert super und ist die Karte erst einmal initialisiert, lässt sie sich klasse durchkonfigurieren, auch mit mehreren W-Lan Netzwerken. Die Initialisierung ist aber auch das Problem.

An einem Dell Notebook und an einem Asus Netbook war es mir nicht möglich, weder mit dem internen Kartenleser, noch mit dem mitgelieferten Kartenleser die Karte erfolgreich zu initialisieren. Erst als ich das große Asus Notebook meines Kollegen ausgeliehen hatte lief die Sache. Auch am Macbook war die Initialisierung kein Problem. Das Problem liest man aber leider in den Eye-Fi-Foren sehr häufig und scheint bekannt zu sein. Blöderweise hatte ich das selbe Problem mit der „alten“ Karte auch und es hat sich in der Hinsicht leider nichts getan. Von Bekannten welche auch Eye-Fi Karten benutzen bekomme ich einhellig zu hören, dass die Initialisierung am Netbook am häufigsten geklappt hat. Bei mir leider nicht. Ein weiteres Problem der Karten sind die Kameras. Man sollte vor dem Kauf genau prüfen ob die Kamera mit einer Eye-Fi Karte umgehen kann.

Fazit

Wie ich schon eingangs schrieb, ich kann nicht mehr ohne diese kleinen Dinger und trotz genannter Bugs ist das Konzept bzw. die Idee dahinter einfach überzeugend. Für ca. 50€ für die kleinste Karte, die „Connect x2“ mit 4GB ist man dabei. Wer auf RAW schießt, der sollte sich für ca. 90€ eine „Pro X2“ gönnen. Die neue „Mobile X2“ welche ich auch zum Test hatte, schlägt bei 8GB Speicher mit ca 70€ zu Buche. Absolute Kaufempfehlung.

Für Fans gibts hier noch den Trailer zu sehen ;)

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