Neue US-Studie zum Thema Smartphone-Strahlung und Krebs

In einer groß angelegten Studie, die von der US-Regierung in Auftrag gegeben wurde, entdeckten Forscher einen Zusammenhang zwischen der Handy-Strahlung und dem Auftreten von Krebs.

Die Studie läuft seit 2005 und ist mit 25 Millionen Dollar die größte ihrer Art, die sich mit dem Thema beschäftigt. Allein die Konstruktion der Studie, also das Erstellen der Parameter und des Versuchsaufbaus, haben mehrere Jahre in Anspruch genommen. Getestet wurde dann in einem unterirdischen Labor. 2500 Ratten und Mäuse wurden zu diesem Zweck in Kammern gesteckt und mit Smartphoneähnlichen Funkfrequenzen bestrahlt. Und zwar neun Stunden pro Tag, in einem zehn minütigen Intervall. Angeblich soll dies einer höheren Dosis entsprechen, als bei Menschen üblich. Wenn ich aber bedenke, dass bei den meisten das Smartphone fast 24 Stunden am Tag eine Entfernung von einem Meter nicht überschreitet, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Das Ergebnis der Untersuchung: Besonders bei männlichen Ratten zeigte sich eine Verbindung zu Krebserkrankungen. Sie entwickelten insbesondere Hirn- und Herztumore. Bei den weiblichen wurde diese Verbindung nicht so stark nachgewiesen, dafür hatten ihre Nachkömmlinge ein geringeres Geburtsgewicht. Die Forscher betonten, dass es sich bei den Zusammenhängen um Kausalzusammenhänge handelt, also, dass die Strahlung die Ursache für die Erkrankungen ist.

Selbstverständlich sind Tiere keine Menschen. Bei Menschen könnte das Ganze also theoretisch anders aussehen. Die Wissenschaftler ziehen dennoch einige Schlüsse aus der Studie. Dass die Strahlung gar keinen Einfluss hat, kann eben nicht behauptet werden. Wie groß dieser ist wird sich dann in Zukunft zeigen.

Wie nehmt ihr solche Untersuchungsergebnisse auf?

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