Nexus 4: Außerhalb von Google Play deutlich teurer?

Ich hatte es bereits befürchtet und nun ist es passiert, es gibt derzeit vielerorts hitzige und teilweise gnadenlos empörte Diskussionen darüber, wie hoch der Preis vom Nexus 4 außerhalb des Play Store sein könnte. Während Google bei einem Verkauf über Google Play nur 299 Euro für die 8-GB-Version haben möchte und 349 Euro für die 16-GB-Version verlangt, verdichten sich die Informationen, dass LG das Gerät auf eigne Faust außerhalb des Play Stores deutlich teurer verkauft.

In Österreich ist dies zum Beispiel der Fall, das wissen wir bereits ein paar Tage. Dort wird das Nexus 4 mit einer UVP von 549 Euro (16 GB) auf den Markt kommen. Weitere Infos gibt es derzeit aus Dänemark, Italien und Spanien, die ähnliche Preise bestätigen. Spätestens jetzt sollte man mal darüber nachdenken, warum das so ist.

Mal knallhart gesagt, selbst LG ist derzeit nicht in der Lage, sämtliche Kosten so gering zu halten, um das Nexus 4, ein top ausgestattetes Smartphone mit neuester Technik, zu einem derartig niedrigen Preis zu verkaufen. Google schießt zu, hat mit LG, ASUS und Samsung einen Deal, der hinter verschlossenen Türen einen Querfinanzierung der Nexus-Geräte garantiert. Um den Überblick zu behalten und nicht den gesamten Markt und weitere Android-Hersteller all zu stark zu verärgern, bindet man dies an einige wenige Verkaufsstellen.

Es ist sicher kein Zufall, dass Google das Nexus 7 bisher offiziell nur über Google Play (Kauf nur mit Kreditkarte möglich) und die Media-Saturn Gruppe verkauft hat. Mittlerweile ist es zwar auch in einigen weiteren Shops gelandet, allerdings immer zu einem Preis, der über dem Google-Play-Preis liegt. Beim Nexus 4 könnte es ähnlich laufen, wobei hier ein Verkauf zu günstigem Preis außerhalb von Google Play bisher nicht offiziell bestätigt ist. Sobald wir da Infos haben, erfahrt ihr es natürlich im Blog.

Wenn wir also davon reden, dass LG, ASUS oder auch Samsung ein Nexus-Gerät außerhalb des Play-Stores zu „marktüblichen“ Preisen verkaufen, also zu Preisen, die jeder andere Hersteller im Eigenvertrieb für die gebotene Hardware verlangen würde, dann sollte man sich bewusst machen, dass nicht der Hersteller den Preis für den freien Markt verdoppelt, sondern Google diesen für einen subventionierten Vertrieb halbiert.

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