Samsung Bada – Wohin geht die Reise?

Bereits im November 2009 wurde es angekündigt und nicht ganz ein Jahr ist es jetzt her, da hat Samsung zum ersten Mal das hauseigene Bada-Betriebssystem und das passende Smartphone dazu präsentiert. Das Samsung Wave sollte mit seinem günstigen Preis und der erstklassigen Hardwareausstattung für eine rasche Verbreitung von Bada sorgen. Das Gerät wurde vom Verbraucher gar nicht mal schlecht angenommen, fand in der Fachwelt aber bisher kaum Beachtung.

Ich hatte damals bereits kund getan, dass ich Bada in direkter Konkurrenz zu Nokias Symbian-System sehe. Gerad für günstige Geräte ist Bada in meinen Augen super geeignet. Dennoch muss man ehrlich sagen, dass bis heute das System an sich mehr wie eine Zusammenstellung von bereits existierenden Samsung-Apps wirkt. Ähnlich wie bei Windows Phone 7 ist zwar alles nötige soweit vorhanden, aber der Tiefgang fehlt eben.

Der logische Schritt, um die Verbreitung von Bada zu erhöhen ist natürlich eine Version 2 von dem System. Und genau diese Version hat Samsung nun mit diversen Verbesserungen in der Pipeline.

Neben diversen neuen Geräten mit Bada sollen die Kernfunktionen kräftig aufgemotzt werden. Ein Wachstum vom Software-Shop Samsung-Apps könnte durch die erst kürzlich genehmigte Werbung in Apps im Laufe des Jahres 2011 durchaus erfolgen.

Multitaksing, eine bessere Oberfläche, NFC-Unterstützung, ein neues SDK für Entwickler, verbesserte Sicherheit für den Nutzer und vieles mehr könnte Bada zu Systemen wie iOS oder Android aufschließen lassen. Die Frage ist nur, wo wird sich das System auf dauer einordnen? Samsung macht mächtig Druck im Markt und spielt bei jedem OS eine nicht unwichtige Rolle. Neue Technologien nutzt der Konzern frühzeitig und wird in Zukunft noch den ein oder anderen Hersteller in Bedrängnis bringen.

Schauen wir uns die Zahlen nur für Handys in Westeuropa (erstes Quartal 2010) an, dann verkaufte Samsung 12,2 Millionen Handsets, wobei Nokia lediglich 9,1 Millionen Stück über die Ladentheke brachte. Doch bezieht man sich auf die Werte bei den Smartphones, ist Nokia immer noch klarer Platz 1 mit 40,8% Marktanteil im ersten Quartal 2010. Das bedeutet, dass 4,9 Millionen Nokia-Smartphones verkauft wurden. Platz 2 nimmt Apple mit 3 Millionen verkauften iPhones und gerade noch auf’s Treppchen schaffte es RIM mit 2,4 Millionen verkauften Blackberrys.

In der Kategorie “Smartphone” taucht Samsung also zumindest Anfang des Jahres nicht so früh auf. Schauen wir uns aber die Zahlen im Beitrag „Mobile Betriebssysteme – Hier sind die Fakten!“ genauer an, kann man bereits einen gewissen Trend und auf jeden Fall eine positive Entwicklung durch das Android-System erkennen.

Wo wird man zukünftig die Grenze ziehen? Mutieren Handys für den Durchschnittsbürger schleichend zum Smartphone und wenn ja, wer kann sein System darauf etablieren? Derzeit sieht es so aus, als ob sich Android auf Geräten jeglicher Preisklassen mehr als breit macht, dennoch hält sich Nokia gerade im unteren Preissegment wacker.

Ich bin noch nicht ganz sicher, aber meine Meinung hat sich im Grunde nicht geändert. Nokia sollte auf MeeGo setzen, Bada wird das neue Symbian, Android wird führend auf allen Smartphones und Apple und Microsoft landen in einer Nische. Gewagte These, darum würde ich sagen, wir lesen uns in einem Jahr wieder und schauen mal, was sich getan hat. ;) Bis es soweit ist, dürft Ihr mir gerne eure Ansicht zu dem Thema sagen.

Wo geht die Reise mit Bada und den mobilen Betriebssystemen hin?

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