Huawei: Ein weiteres Jahr ohne Google-Apps

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Am 15. Mai 2019 entschied sich die US-Regierung für eine außergewöhnliche Maßnahme im Handelskrieg mit China. Man argumentierte mit der Sicherheit des Landes und führte eine „Entity List“ ein. Wer auf dieser Liste steht, der darf nicht mit US-Unternehmen (oder nur beschränkt) Geschäfte machen.

Huawei landete im Mai 2019 auf dieser Liste und am 19. Mai wurde bekannt, dass Google die Partnerschaft mit Huawei ausgesetzt hat. Seit dem gibt es keine Lizenz für die Google-Dienste wie den Play Store, Gmail oder Maps. Viele – inklusive mir – dachten, dass sich das sicher schnell wieder regeln wird.

Doch der Sommer ging vorbei und irgendwann realisierte Huawei: Das bleibt so. Seit dem fokussiert sich Huawei nur noch auf eine Sache: Unabhängigkeit.

Huawei: Trump verlängert nationalen Notfall

An der aktuellen Lage wird sich vorerst auch nichts ändern, denn Donald Trump hat gestern mitgeteilt, dass der „nationale Notfall“ gemäß dem „International Emergency Economic Powers Act“ für ein weiteres Jahr bestehen bleibt.

Die aktuelle Situation bleibt also bestehen und die US-Regierung müsste Huawei schon von der Liste nehmen oder Google eine Ausnahmeregelung aussprechen, damit wir wieder Huawei-Smartphones mit Google-Diensten sehen werden.

Im Frühjahr 2019 habe ich wirklich gedacht, dass sich das spätestens nach dem Sommer geregelt hat, aber sollte Donald Trump im November erneut gewählt werden und China eine Diktatur bleiben, dann gehe ich mittlerweile davon aus, dass sich diese Streitigkeiten der beiden Länder noch lange hinziehen werden.

Video: Huawei ohne Google-Apps

Kirin: Huawei lässt ersten Chip von SMIC in China produzieren

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Huawei hat mit dem Kirin 710A den ersten Chip von Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) in Shanghai produzieren lassen. Es handelt sich dabei um einen SoC für Einsteigermodelle, der im 14-nm-Verfahren gefertigt wird. Huawei: Komplett unabhängig von den USA Diese…13. Mai 2020 JETZT LESEN →

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