Toyota entwickelt neuen Wasserstoffspeicher

Toyota Mirai Concept 4

Toyota hat einen neuen Wasserstoffspeicher für unterschiedliche Einsatzgebiete und Aufgabenbereiche entwickelt.

Das Modul umfasst mehrere Hochdruck-Tanks aus mehrlagigem „Hightech-Kunststoff“, die Wasserstoff mit einem Druck von 700 bar speichern können.

Im Rahmen von Motorsportveranstaltungen wird ein Prototyp nun abseits der Rennstrecke dem Praxistest unterzogen. Auch im Schienenverkehr, in der Schifffahrt und beim Hafenumschlag sowie in mobilen Generatoren wird die Wasserstoff-Technik verwendet, sodass hier durchaus Bedarf besteht.

Aufgrund von unterschiedlichen Sicherheitsstandards und Umgebungen ließen sich die speziell für das Fahrzeug Toyota Mirai entwickelten 700-bar-Hochdrucktanks bislang nicht ohne Weiteres in anderen Bereichen einsetzen. Hier soll jetzt der neu entwickelte Wasserstoffspeicher-Prototyp Abhilfe schaffen.

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Neben drei unterschiedlichen Speicherkapazitäten, die auf den im Mirai verwendeten Wasserstofftanks basieren, werden auch größere Tankmodule mit erweitertem Fassungsvermögen entwickelt. Unabhängig von der Größe verfügen alle über die vom Mirai bekannten Sicherheitsvorrichtungen. Hierzu gehören ein Detektor und ein Sicherheitsventil, die den Austritt von Wasserstoff entdecken bzw. verhindern sollen.

Im Rahmen der japanischen Super Taikyu Series nahe der Stadt Suzuka (19. bis 20. März) stellt sich der neue Wasserstoffspeicher einer Bewährungsprobe. Ein Brennstoffzellen-Lkw mit großvolumigen 450-bar-Hochdruck-Tankanlage (2 × 16 Tank-Packages) transportiert und liefert Wasserstoff. Damit will Toyota die Zuverlässigkeit und Sicherheit der bislang nur für den Einsatz in Automobilen zugelassenen Tanks testen.

Begleitet und unterstützt werden die Tests von staatlicher Seite: Das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus führt Studien zur Förderung und Verwendung von Wasserstoff durch.

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  1. Martin ☀️

    Wasserstoff ist die Zukunft, in allen Bereichen!

      1. eelay 🪴

        Aber klar doch ist es das. Wir kommen sicher nicht auf die beste Lösung wenn irgendjemand meint, dass er die Weisheit gefressen hat, die ultimative Lösung hat und alles andere nicht betrachtet werden muss…
        Ein Entwicklungssprung in der Batterietechnik und alles sieht anders aus. Wasserstoff hat sehr viele Nachteile. Wenn wir die letzten 100 Jahre nicht in die Entwicklung von Verbrennungsmotoren sondern in Batterien gesteckt hätten, dann wäre wir jetzt nicht hier.

        1. eelay 🪴

          ah sorry Paul, ich dachte du hast auf MadKiefer geantwortet :)

  2. Teimue ☀️

    Aber nur wenn endlich mal die Windräder nicht abgestellt werden und die PV nicht auf 70% Einspeisung gedrosselt wird, wenn zu viel Strom erzeugt wird, sondern mit diesem Überschuss Wasserstoff als Energiespeicher erzeugen. Schleunigst!

    1. René H. 🎖

      Richtig, speichern für Dunkelflauten und nicht gleich verheizen zu Zwecken, für die man bessere Lösungen hat.

  3. René H. 🎖

    Mich würde ja mal interessieren, ob Toyota dabei ist und die Wasserstofftanks deutlich billiger und vor allem weniger CO2-intensiv herstellen kann. Laut ICCT-Studie entsteht durch die Herstellung von CFK-Wasserstofftanks für einen PKW mehr CO2 als durch die Produktion einer durchschnittlich großen PKW-Lithium-Ionen-Batterie.

    1. Paul 🪴

      Und in dieser Rechnung fehlt noch der CO2 Ausstoß für die Produktion, Transport und Lagerung des Wasserstoffes. Wasserstoff ist im Vergleich zu einem reinen BEV einfach zu ineffizient.

      1. Hans 👋

        Es geht aber hierbei nicht um Effizienz, du wirst einen Reisebus oder LKW auf absehbare Zeit, nicht rein elektrisch fahren lassen können. Auch Menschen die viele Kilometer abspulen müssen, brauchen Fahrzeuge mit Reichweite und da gibt nunmal nichts, da die heutigen Akkus zu schwach auf der Brust sind und der Verbrauch Jenseits der 20kWh/100km sich auf der Autobahn bewegt bei lockeren 120-130…

        Schon normale BEV sind etwas für idealisten, denn ich kann mir auch locker ein gebrauchtes Fahrzeug für 10-15k kaufen und die Differenz zum E-Fahrzeug ist dann so riesig, dass ich über sehr viele Jahre fahren kann, ehe ich nur den Anschaffungspreis eines Model 3 oder ID3 erreicht habe.
        Klar kann man sich Verschulden aber ein Auto steht in der Regel 90-95 Prozent des Tages nur rum, also wozu viel Geld ausgeben, wenn man dieses in Immobilien und schöne Urlaube investieren kann.

        1. René H. 🎖

          Mir scheint, du hast viel zu hohe Erwartungen an Wasserstoff-/ Brennstoffzellenantriebe, zumindest bei PKWs. Die beiden aktuell erhältlichen FCEV (Mirai und Nexo) kommen auf der Autobahn (Zielgeschwindigkeit 130 km/h) nicht über 450 km hinaus. Da sind viele BEVs nicht weit davon entfernt und ein paar teure Exemplare überbieten das sogar deutlich (EQS, Lucid Air), während beim FCEV anscheinend die Entwicklung zu Ende ist, da man deutlich mehr oder größere Tanks verbauen müsste, was den verfügbaren Platz/Kofferraum vollends gegen null gehen lässt.
          Wenn ich die großen LKW-Bauer höre, dann setzen die meisten sowohl auf BEV, als auch auf Brennstoffzelle. BEV kommt auch dort zuerst, da billiger und früher verfügbar. FCEV-LKWs wird es kosteneffizient wohl nur auf der Langstrecke geben.

        2. Nico 🪴

          Ich frage mich wieso die Hersteller, die E Autos nicht so bauen dass die sich wärend der Fahrt selbst aufladen zb. durch den Fahrtwind, Reifendrehung, Solarzellen auf den Dach. Dann wären noch ein paar Kilometer drin gewesen.

  4. Keks mit Ecke ☀️

    Ich komme mir in der Wasserstoffdiskussion immer vor, dass es nur um Autos geht. Dabei ist Wasserstoff sehr flexibel einsetzbar auch in der Industrie. Das Wasserstoff im Auto keine Zukunft hat kann man gerne debattieren, dabei sollte man bedenken, dass man das früher auch zum Diesel gesagt hat. Jede neue Technik bringt uns weiter, vielleicht wurden durch diese Tanks techniken angesetzt die wir in z.B. der Biotechnologie in 10 Jahren brauchen, wer weiß das schon. Aber immer dieses rumgebashe für und gegen Wasserstoff Autos und die Effizienz geht mir genauso auf den Keks wie Verbrenner gegen Batterieelektrische Fahrzeuge.

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