• Volkswagen spricht über autonomes Fahren

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    Vergangene Woche gaben Volkswagen und Ford bekannt, dass man sich geeinigt hat und die Partnerschaft ausbauen möchte. Ford wird die MEB-Plattform von VW für mindestens ein Elektroauto in großer Auflage nutzen und VW steigt in Argo AI ein.

    Argo AI ist ein Unternehmen von Ford, welches sich mit dem autonomen Fahren beschäftigt. Während Volkswagen bei der E-Mobilität die Nase vorne hat, so wird man das Wissen von Ford für die andere Technologie der Zukunft nutzen.

    Der Volkswagen-Konzern bringt auch das 200 Personen starke Team von Audi mit (heißt, die Autonomous Intelligent Driving GmbH oder kurz AID). Während der MEB-Baukasten der Standard für E-Autos in der Branche werden soll, so plant man Argo AI als Standard für autonomes Fahren in der Branche.

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    Eine Partnerschaft hat den Vorteil, dass man sich die enorm hohen Kosten für die Entwicklung teilen kann. Mitte des kommenden Jahrzehnts will man dann mit der kommerziellen Nutzung des autonomen Fahrens beginnen. Ford und VW führen ihre autonomen Modelle übrigens unabhängig voneinander ein.

    Volkswagen: Chance und keine Gefahr

    Zum Start wird der autonome Bereich einmal für die Mobilitätsdienste und für den Premium-Markt interessant sein. Volkswagen geht davon aus, dass Kunden im Premiumsegment bereit sind den hohen Preis zu zahlen, da sie ihre Zeit so noch besser nutzen können. Premium macht also wie so oft den Anfang.

    Vor dem Wandel hat man übrigens keine Angst und sieht darin Potenzial:

    Wir wünschen uns sogar einen Erfolg der Ride-Sharing-Modelle. Gerade in überfüllten Städten wäre weniger Verkehr ein Gewinn. Hinzu kommt, dass mit dem autonomen Fahren und der Digitalisierung attraktive neue Geschäftsfelder entstehen, die einen möglichen Rückgang beim Fahrzeugverkauf ausgleichen könnten. Wir bei Volkswagen wollen unseren Kunden nachhaltige Mobilität anbieten.

    Volkswagen und Ford entwickeln jetzt die Plattform, gleichzeitig macht sich VW schon Gedanken, wie Autos der Zukunft aufgebaut sein könnten. Man ist davon überzeugt, dass eine Plattform für autonomes Fahren in diesem Markt „nur relativ wenigen Playern“ gelingt und möchte daher keine Zeit verlieren.

    Die Tatsache, dass bei einem entsprechenden Erfolg von autonomen Autos und Sharing-Diensten weniger normale Autos gekauft werden, sieht VW als Chance und nicht als Bedrohung für den Konzern. Das werden sehr spannende Jahre, die da auf uns zukommen – vermutlich sogar spannender als beim Smartphone.

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