Simple Router Configuration für Android – Vorstellung und Blick hinter die Kulissen der Entwicklung

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[Gastbeitrag] Servus, mein Name ist Max Muth, ich bin 17 Jahre alt und darf euch heute als Gastautor meine App präsentieren.

Die FRITZ!Box von AVM wird immer bekannter und erfreut sich an einer stetig wachsenden Nutzergruppe – bei solchen Produkten ist es klar, dass auch das Angebot auf der mobilen Plattform nicht fehlen darf. Deshalb möchte ich euch heute meine App Simple Router Configuration vorstellen, erklären und einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Entwicklung eröffnen.

Für wen ist die App?

Wer kann mit der App etwas anfangen? Ganz einfach: Primär jeder Besitzer einer FRITZ!Box – jedoch ist sie auch für den Umgang mit jedem anderen beliebigen Router hilfreich, wie zB. Speedport, Buffalo, TP-Link, Netgear usw.

Was kann die App?

Grundsätzlich lädt sie das Konfigurationsinterface der FritzBox (http://fritz.box) in einer sogenannten WebView. Jedoch ist sie durch eine Reihe Performance-Tweaks deutlich schneller als der Standard Browser selbst.

Des Weiteren gibt es einige Einstellungen, die durchaus praktisch sind, so kann man IP’s festlegen (falls man solche in seinem Netzwerk manuell vergeben hat) – sprich man muss sie sich nicht merken. Verwendet man zB. einen Repeater (oder einfach eine zweite FRITZ!Box im Netzwerk) kann man easy zwischen mehreren IP’s switchen, und sozusagen beide Boxen parallel konfigurieren.

Auch kann man komfortabel den UserAgent speichern und ebenso gibt es eine ‚Notfall-IP‘, unter der die FRITZ!Box meistens erreichbar ist (jedoch der Verbindungsaufbau etwas länger dauert, weshalb es keine dauerhafte Lösung ist ;-) ).
Seit dem letzten Update habe ich die wichtigsten Telefon-Codes integriert, mit denen man der FRITZ!Box via (Festnetz-)telefon Befehle erteilen kann.

Ebenso kann man via JavaScript sein Passwort automatisch eingeben lassen – ziemlich praktisch. (Funktioniert jedoch bisher nur in der Desktop-Ansicht – hier gibt’s im Nachfolgenden noch nähere Infos zu). Auch erwähnenswert ist, dass man die App super in Kombination mit VPN nutzen kann – sprich man kann von außerhalb via Mobilfunk zB. die Kindersicherung oder Nachtschaltung einschalten, eine Rufumleitung einrichten oder auf das Telefonbuch zugreifen.

Doch, wie P. J. Reuter bereits statuierte, ein Bild sagt mehr als Tausend Worte:

Hinter den Kulissen

Hier möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Entwicklung bieten: Wie kam ich auf die Idee, was lief gut, womit hatte ich zu kämpfen, aktuelle Probleme (bzw. gibt es eigentlich keine Probleme – nur Herausforderungen) ;-)

Idee

Auf die Idee dieses Projektes kam ich eigentlich aus purem ‚Eigennutzen‘: Ich musste schlicht und einfach häufig das Interface aufrufen, und der langsame Browser, der über ein Lesenzeichen funktionierte hat mich nach einer gewissen Zeit einfach genervt. Dementsprechend habe ich für mich eine kleine App gebastelt, die ich dann immer verwendete. Als ein paar Freunde das Ganze auch klasse fanden und haben wollten, machte ich mir die Mühe, sie vom Design her ein bisschen ‚aufzupeppen‘: Ich bastelte Icons, hübsche Verlinkungen, kleine Beschreibungen – klingt nach wenig Arbeit, doch als Nutzer sieht man oft überhaupt nicht, welche Arbeit hinter noch so kleinen Aufgaben steckt. Ein Entwickler investiert stundenlang in ein winziges Feature, was der Nutzer dann eventuell überhaupt nicht wahrnimmt.

All das fiel mir relativ schwer – ich hatte in der Schule nie Informatik als Fach (außer in der ich glaub es war 7. Klasse, in welcher wir uns mit Robot Karol beschäftigten…super…). Sprich ich wühlte mich durch dutzende Tutorials, schaute YouTube Videos, in denen ich versuchte die nahezu kryptischen Aussagen der nuschelnden Englisch Sprechenden zu entziffern. Dadurch brauchte ich für umso kleinere Aufgabe mehr Zeit als ich eigentlich zur Verfügung hatte.

Irgendwann kam ich zu dem Punkt, an dem ich die App einfach mal auf den PlayStore hochgeladen hatte, wo ich bereits zwei andere Apps veröffentlicht hatte (>;meine Apps im Play Store<;) - Grund hierfür war eigentlich auch nur, dass meine Freunde dann Updates einfacher erhalten konnten. Doch die Download-Zahlen waren bereits in den ersten paar Tagen so enorm hoch, dass mir fast die Kinnlade herunterfiel - bis zu 500 Downloads / Tag! Ebenso bekam ich täglich Mails von Nutzern, die sich bedankten oder Fehler bzw. Funktionen vorschlugen. Somit fühlte ich mich nahezu gezwungen, noch mehr Mühe in das Projekt zu stecken. :-) Was ich dann auch tat.

Probleme

An dem Punkt kann man denke ich ganz gut zu den Problemen kommen:

Eines der größten Probleme in der Technik der App stellt der Autologin dar. Grundsätzlich ist der wohl einfachste Weg des Autologins einfach der, nie ausgeloggt zu werden. Das würde man normalerweise erreichen, indem man Cookies speichert, die eine lange Lebensdauer haben, welche die Anmeldeinformationen, bzw. den Anmelde-Status enthalten.

Das eigentliche Problem hierbei: Irgendein (sinnvoller?!) Sicherheitsmechanismus von AVM scheint das zu verhindern. Ich habe mich also nach einer Alternative umgesehen, welche jetzt so aussieht, dass, wenn die Seite fertig geladen hat, die App durch eine sogenannte Javascript Injection das Passwort in das dafür vorgesehene Eingabefeld ‚injiziert‘. Die Problematik hierbei liegt wohl klar auf der Hand – dieses Eingabefeld muss vorhanden sein. Nun ist es nur leider so, dass es dutzende FRITZ!Boxen mit mindestens genauso vielen verschiedenen Firmware-Versionen gibt, sodass man auch mit dieser Methode nicht alle befriedigen kann. Momentan arbeite ich also noch an einer adäquaten Lösung für den ‚Autologin‘ – wenn hierbei jemand Erfahrung oder Denkanstöße hat, würde ich mich über eine Mail freuen! (mail [ät] maxi-muth.de).

Nicht unerwähnt möchte ich hier ein rechtliches Problem lassen:

Der ursprüngliche Name der App lautete ‚Simple FRITZ!Box Configuration‘ und hatte ein etwas aufgehübschtest FRITZ!-Logo als Icon. In meiner Naivität dachte ich natürlich nicht daran, dass aus dem ehemals privatem Projekt rechtliche Konsequenzen für mich entstehen könnten – doch bald nach der Veröffentlichung bekam ich eine freundliche (sie war wirklich durchaus freundlich, keine Ironie!) Mail des Produktmanagers von AVM, dass ich es doch bitte unterlassen solle, ihre rechtlich geschützten Markennamen zu verwenden. So weit so gut – ist ja auch einleuchtend, nach einiger Recherche fand ich heraus, dass AVM mir auch sofort eine Abmahnung gegen den Kopf hätte knallen können… Also noch einmal Glück gehabt.

Auch nach einigen netten Emails mit bereits erwähntem Produktmanager war die Sache geklärt; ich erkundigte mich über ihre gesetzlich gesicherten Markennamen, welcher sich gemäß meiner Recherche auf ‚FRITZ!‘ beschränkte und änderte dementsprechend alle Bezeichnungen und Bilder, die diesen Schriftzug enthielten.

Der neue Name lautete anschließend ‚Simple fritzbox Configuration‘. Doch als ich dem werten Produktmanager meine Änderungen präsentierte, wies er mich erneut darauf hin, dass das wohl nicht ginge… seltsam… in ihrem Patent stand das anders?! Aber was solls, ich habe es abgeändert – schließlich musste ich dankbar sein, so freundlich auf meine Fehler hingewiesen worden zu sein, als dass ich hier noch hätte feilschen müssen.

BTW: Was hat es denn mit dem Mammut auf sich?

Ich nutze das Mammut als eine Art Nick – es ist für mich auch kein Mammut sondern ein Mammuth. Das nette daran ist, finde ich, dass wenn man das zweite ‘m’ durch ein ‘x’ ersetzt, exakt mein Name herauskommt.

Und außerdem mag ich Mammuts…

Bei Fragen oder ähnlichem, meldet euch in den Kommentaren oder wendet euch direkt an mich (mail [ät] maxi-muth.de). Falls ich euch jetzt neugierig gemacht habe und ihr euch meine App mal anschauen wollt – die Links werde ich euch nicht vorenthalten – hier kommen sie auch schon: ;-)

Links & Downloads

Features im Überblick (Teilweise nur in der Premium Version vorhanden):

  • Komfortabler, schneller Zugriff auf deine FRITZ!Box (oder andere Router)
  • Hinzufügen von manuellen IP’s
  • Telefon Codes zum Steuern der FRITZ!Box (zB. WLAN an / aus)
  • Passwort automatisch ausfüllen (in der Desktop-Ansicht)
  • Durch einen (zuvor eingerichteten) VPN-Tunnel Zugriff von außen auf alle Funktionalitäten der FRITZ!Box
  • Sekundäre IP für zB. Repeater / 2. Box
  • Ansicht: Mobil vs. Desktop
  • Notfall-IP

Für alle, die keine Kreditkarte haben, sich die Premium-Version jedoch anschauen möchten, ist hier der Link zu meinem AndroidPIT Profil – hier kann man auch mit gängigeren Zahlungsmethoden – also ohne Kreditkarte – zahlen.

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