Smart-Meter-Rollout: Verbraucherzentrale fordert Schadensersatz

Avm Fritzsmart Energy 250 Stromzaehler

Stromzähler (Symbol

Eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt erhebliche Verzögerungen bei der Inbetriebnahme intelligenter Stromzähler.

Bei 16 Prozent der befragten Haushalte ist der Smart-Meter zwar bereits eingebaut, kann aber noch nicht genutzt werden. Von den Haushalten mit inzwischen funktionsfähigem Gerät mussten 29 Prozent länger als vier Monate auf die Inbetriebnahme warten. Bei 13 Prozent dauerte es sogar mehr als ein Jahr.

Die Ergebnisse stammen aus einer Onlinebefragung von 937 Haushalten mit eingebautem Smart-Meter, die vom 20. bis 28. Juli 2026 durchgeführt wurde. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht darin erhebliche Probleme beim Ausbau intelligenter Messsysteme.

Smart-Meter: Verbraucherzentrale fordert Schadensersatz

Ein Smart-Meter besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway. Erst wenn die Verbrauchsdaten automatisch im 15-Minuten-Takt an die zuständigen Unternehmen übermittelt werden, lässt sich das System vollständig nutzen.

Das ist unter anderem für dynamische Stromtarife relevant, bei denen sich der Strompreis nach der Marktlage richtet. Ohne funktionierende Datenübertragung können Haushalte entsprechende Angebote nicht wie vorgesehen nutzen. Auch die detaillierte Verbrauchsübersicht bleibt eingeschränkt.

Der vzbv fordert deshalb konkrete Konsequenzen:

Ein solcher Schadensersatzanspruch ist bislang eine Forderung des Verbands und keine beschlossene Neuregelung.

Der schleppende Betrieb ist auch deshalb problematisch, weil der Smart-Meter-Ausbau eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung der Stromversorgung spielt. Für Verbraucher zählt am Ende aber weniger die Zahl installierter Geräte als deren tatsächlicher Nutzen. Ein intelligenter Stromzähler, der monatelang nicht richtig funktioniert, hilft schließlich weder beim Stromsparen noch bei der Tarifoptimierung.

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