Spotify: Kontrollen bei Family-Accounts sorgen für Kritik

Spotify hat damit begonnen einen kleinen Kreis an Nutzern des „Premium Family”-Angebotes etwas strenger zu kontrollieren. Doch das sorgte auch für Kritik.

Seit ein paar Tagen berichten immer mehr Nutzer über Mails von Spotify, in denen sie dazu aufgefordert werden, ihre aktuelle Position via GPS zu bestätigen. Konkret geht es um Nutzer mit einem Family-Account, die diesen mit anderen teilen. Die AGBs von Spotify schreiben vor, dass Nutzer von so einem Account die gleiche Adresse haben müssen und Spotify will das anscheinend via GPS kontrollieren.

Es hagelte Kritik, Spotify drohte sogar damit den Account sonst abzuschalten. Viele nutzen den Dienst als Familie, wohnen aber nicht am gleichen Ort. Doch besucht man die Webseite für das Angebot, dann gibt es dort einen klaren Hinweis:

Hol dir Spotify Premium Konten für dich und bis zu fünf weitere Personen, die die gleiche Anschrift haben wie du.

Gegenüber TechCrunch hat man bestätigt, dass man das Angebot aktuell „verbessern” möchte. Was das nun genau bedeutet ist aktuell aber eher unklar.

Spotify is currently testing improvements to the user experience of Premium for Family with small user groups in select markets. We are always testing new products and experiences at Spotify, but have no further news to share regarding this particular feature test at this time.

Am Ende möchte Spotify vermutlich in erster Linie gegen die vorgehen, die sich den Dienst einfach nur teilen, aber keine Familie sind. Solche Vereinbarungen gibt es mit Sicherheit oft und statt 10 Euro zahlt man mit so einem Plan (bei 5 Personen) eben nur 3 Euro im Monat. Da ist es schon verlockend das auszunutzen.

Spotify scheint dieses Vorgehen nun ein Dorn im Auge zu sein und ich denke das war nur der Anfang. Es würde mich nicht wundern, wenn man nun weiter dagegen vorgeht, oder das Angebot so umbaut, dass es unattraktiver wird. Man könnte zum Beispiel die Zahl der Nutzer verringern, oder 2 Eltern-Accounts und 2 Kinder-Accounts erlauben.

Wie es mit Spotify Premium Family nun genau weiter geht ist unklar, aber wenn das Unternehmen von „verbessern” spricht und vorher solche Tests mit GPS durchgeführt hat, dann wird es sicher zum Nachteil von einigen Nutzern sein, die das Angebot im Moment ausnutzen. Hoffen wir mal, dass durch mögliche Veränderungen langfristig nicht die benachteiligt werden, die das Angebot ehrlich nutzen wollen.

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