Studie: Zahl verwendeter Apps sinkt, Nutzungsdauer steigt

Das App-Nutzungsverhalten von Smartphonenutzern erfährt eine Verdichtung. Nutzer verwenden im Schnitt weniger Apps, nutzen diese aber intensiver.

Der App-Markt erfährt aktuell eine Konsolidierung, wie Zahlen der Marktforscher von Adjust belegen. Das Unternehmen, das sich auf mobile Reichweitenforschung spezialisiert hat, hat die Nutzung von 12.000 Apps über einen Zeitraum von einem Monat untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die absolute Nutzerzahl abnahm, die Sitzungslänge indes anstieg. Am populärsten sind weiterhin soziale Netzwerke und Spiele, Business- oder Shopping-Apps wurden seltener genutzt.

Retention Rate sinkt

Die Anzahl der Apps, die von Nutzern nach der Installation nicht mehr oder kaum noch verwendet werden, stieg unterdessen deutlich an. Paradoxerweise sind der intensivere Wettbewerb und die ständig steigende App-Auswahl laut Adjust zwei Gründe dafür. Ferner habe die Toleranz der Nutzer bei Problemen mit Usability oder Funktionalität abgenommen.

Schwierigkeiten beim ersten Login oder der Registrierung, Abstürze der App, aber auch schlicht ein zu kniffliges Spiel kann Nutzer dazu bewegen die App nicht mehr zu nutzen. Adjust begründet das mit einer ständig sinkenden Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer. Usability muss mehr in den Fokus der Entwickler rücken, so die Marktforscher. App-Anbieter sollten sich ferner darauf konzentrieren vorwiegend die engagiertesten User anzusprechen.

Adjust hat seinen Sitz in Berlin und bezeichnet sich selbst als weltweit führender Anbieter von Mobile Measurement-Verfahren. Zu seinen Partnern zählen unter anderem Spotify, Soundcloud, der englische Guardian, Salesforce, Uber und Buzzfeed.

via zdnet

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