Testbericht Nanoleaf Aurora mit Rhythm-Modul

Nanoleaf Aurora 09

Nanoleaf? Nie gehört. So ging es mir zumindest, als wir noch in 2017 gefragt worden sind, ob wir nicht „Nanoleaf Aurora“ einmal testen möchten. Eine kurze Recherche ergab dann, dass das Unternehmen sich smarter LED-Beleuchtung gewidmet hat und durch mehrere Kickstarter-Projekte mittlerweile etwas Bekanntheit erlangt hat.

Das neueste Produkt von Nanoleaf ist besagtes „Aurora“. Es handelt sich dabei um ein smartes Beleuchtungssystem mit komplett anderem Ansatz als bei z.B. Philips Hue. Dabei setzt man nicht auf übliche Leuchtmittel, sondern dreieckige LED-Panel zur Wandmontage. So dient Nanoleaf Aurora als dekoratives Stimmungslicht – kann durch die hohe Leuchtkraft aber theoretisch auch die Raumbeleuchtung eines kleinen Zimmers ersetzen.

Nanoleaf Aurora Orange
Zusätzlich gibt es ein Erweiterungsmodul namens Rhythm, welches die Beleuchtung mit laufender Musik synchronisiert.

Wir konnten Nanoleaf Aurora bislang für sechs Wochen ausführlich testen. Alle Eindrücke sowie ein Fazit + Video von Oliver gibt es in diesem Testbericht.

Unboxing

Nanoleaf Aurora 06

Nanoleaf hat uns zum Test ein nettes Bundle aus folgenden zwei Kits zusammengestellt. Derzeit würde dieses im Handel etwa 300€ kosten:

  • Rhythm Starterkit (9 Panel + Rhythm-Modul)
  • Erweiterungspack (3 Panel)

Das interessantere der beiden Geräte ist definitiv das Starterkit. Wie für solche Kits üblich enthält es sämtliche Komponenten, welche zur Einrichtung und den Betrieb notwendig sind. Bis auf das Vorhandensein des Rhythm-Moduls gibt es keinen Unterschied zum normalen Starterkit. Insgesamt sind somit enthalten:

  • 9x Nanoleaf Aurora LED-Panel
  • 9x dünnes Papier zum Schutz der Panels
  • 9x Konnektoren für die Panel
  • 28x doppelseitige Klebestrips (3M Command Tape)
  • Verbindungsstück zur Stromversorgung
  • das eigentliche Netzteil (unten nicht abgebildet)
  • Stromkabel (1x EU, 1x UK)
  • Rhythm-Modul
  • Aufkleber in Form des Nanoleaf-Logos

Zumindest einige Punkte davon sollten selbsterklärend sein. Da Nanoleaf anscheinend nur Set für ganz Europa vertreibt, wird auch ein Stromstecker mit UK-Anschluss mitgeliefert. Das Stromkabel wird dann mit dem eigentlichen Netzteil (dicker Klotz oben im Karton) verbunden und dieser wiederum per Kabel mit dem eigentlichen Steuermodul.

Nanoleaf Aurora 07

Mit 25cm Kantenlänge fallen die eigentlichen Panels deutlich größer aus, als ich sie mir vorgestellt hätte. Im ausgeschalteten Zustand erstrahlen sie schön weiß. Vorderseitig bestehen sie aus einer matten Kunststoffbeschichtung, welche sehr empfindlich für Kratzer sein dürfte. Insgesamt wirken die Panels auch durch das hohe Gewicht von 200 Gramm hochwertig verarbeitet und weisen keine unterschiedlichen Spaltmaße auf.

Interessant ist die doppelte Funktion der Schutzpapiere. Zum einen sorgen sie dafür, dass die Panels beim Transport nicht verkratzen. Gleichzeitig können sie aber auch als Schablonen für die spätere Anordnung der Lichter an der Wand dienen – sie fallen nämlich genau so groß aus wie die Panels selbst. Dazu aber später mehr, wenn es an die Einrichtung geht.

Die neun beigelegten Konnektoren verbinden und stabilisieren die Nanoleaf-Panels untereinander. Es handelt sich dabei um recht fragile Kunststoffteile, die keinesfalls gebogen werden sollten. Sie ermöglichen Kommunikation und Stromversorgung der Panels untereinander. Zusätzlich liegt noch ein grüner Aufkleber mit Nanoleaf-Logo im Paket.

Nanoleaf Aurora 08

Der Inhalt des Erweiterungskits fällt deutlich übersichtlicher aus:

  • 3x Nanoleaf Aurora LED-Panel (gleichseitiges Dreieck mit knapp 25cm Länge)
  • 3x Schutzpapier für die Panel
  • 3x Panel-Konnektoren
  • 12x Klebestrips (3M Scotch Foam Tape)

Bis auf die etwas anderen Klebestrips unterscheiden sich die Einzelteile nicht von dem des Starterkits.

Einrichtung und Montage

Natürlich lese ich mir vor dem Testen meist auch ein paar Kundenrezensionen des Produkts durch. Bei Nanoleaf Aurora gingen diese vor allem was die Einrichtung angeht doch stark auseinander: Einige Nutzer hatten die Wandmontage der Panels in wenigen Minuten erledigt, andere warnten vor dem komplizierten Vorgang.

Aufgrund dieser Berichte plante ich zuerst, Aurora in einem Bilderrahmen o.ä. anzubringen. So hätte das Produkt als kleines Kunstwerk auch von Zimmer zu Zimmer geschleppt werden können, während dies bei der eigentlich vorgesehenen, fixen Wandmontage nicht möglich ist. Da keine passende Grundplatte aufzutreiben war, entschied ich mich dann aber doch für die Befestigung an der Wand mit Raufasertapete.

Da die Installation doch deutlich komplizierter ist als bei einer einfachen LED-Lampe gibt es vom Hersteller einige Videos dazu. Die Grundlagen werden zudem in der deutschsprachigen Anleitung zur Ersteinrichtung erklärt. Etwas weiter ins Detail geht die Bedienungsanleitung als PDF, welche an dieser Stelle heruntergeladen werden kann.

Layout festlegen

Bevor es aber an die Montage gehen kann, muss zuerst die gewünschte Anordnung der Panels bestimmt werden. Dazu gibt es je nach Anzahl der Panel einige Vorschläge seitens des Herstellers:

Nanoleaf Design Ideas

Wer sich damit nicht anfreunden kann, hat zwei Möglichkeiten. Eine davon basiert auf den bereits angesprochenen Schutzpapieren aus der OVP. Diese können als Schablone verwendet werden, um mögliche Designs auszutüfteln. Dann hat man auch direkt die ungefähre Größe der späteren Anordnung im Kopf und kann entsprechend planen.

Alternativ kann auf die Smartphone-App zurückgegriffen werden. Diese ist für iOS und Android verfügbar, weitere Systeme wie Windows Phone werden nicht unterstützt.

Layout Ersteller

Über das Seitenmenü der App erhält man dann Zugriff auf den „Layout Assistant“. Dort gibt man einfach die Anzahl der gewünschten Panel ein und erhält dann zufällig generierte Designvorschläge angezeigt. Per Drag and Drop können die Panel dann nach Belieben verschoben werden. Auf dem kleinen Smartphone-Display ist das zwar nicht super intuitiv, klappt im großen Ganzen aber ganz gut.

Wer möchte, kann die Anordnung über die Augmented Reality Funktion dann noch direkt über die Kamera projizieren lassen. Dazu ist das Ausdrucken eines QR-Codes von der Website erforderlich, der dann an die Wand gehängt wird.

Kopplung mit dem Smartphone

Auch die Kopplung zwischen Nanoleaf Aurora und dem Smartphone sollte am besten noch vor der Anbringung an der Wand erfolgen. Der Grund dafür ist simpel: Wenn eines der Bauteile nicht funktionieren sollte, darf man sonst alles wieder runterreißen. Die Kopplung und Konfiguration ist aber in wenigen Schritten erledigt.

Wichtig ist dabei, dass sich Smartphone und die Lichter im gleichen WiFi-Netzwerk befinden. Da Nanoleaf keine 5-GHz-Netzwerke unterstützt bedeutet das: Raus aus dem 5-GHz-Netz und rein in das zweite WLAN, wenn vorhanden. Bislang kenne ich kaum Haushalte, die das 2,4-GHz-Netz schon komplett verbannt haben. Ein Manko ist das Fehlen aber definitiv.

Die Kopplung an sich klappte bei mir einwandfrei. Nach Auswahl des Aurora-Geräts muss nur noch das passende WLAN gewählt und sein Passwort eingegeben werden. Dann erfolgt noch die Eingabe des Pairing-Codes (auf dem Hub aufgedruckt) und los geht’s.

Die App leitet dann direkt zu einem ersten Tutorial über, welches die ersten Schwächen der Software offenbart. Eigentlich sollte eine erste Einführung in die App gegeben werden, was anfangs auch ganz gut klappte. Als der Layout-Assistent erklärt wird, bleibt die eigentliche App im Hintergrund jedoch schwarz und es erscheint nur der Tutorial-Text. Das ist aber kein großes Problem, denn nach einem Neustart funktionierte die App wieder.

Wandmontage

Dann konnte es endlich an die Wandmontage der zwölf Panels gehen. Hierfür gibt es zwei Optionen:

  • Anbringung mit Klebepads: Diese sind der Verpackung beigelegt und ausreichend stark, um auch auf Tapeten zu halten. Selbst eine Befestigung an der Decke sollte möglich sein.
  • Anbringung mit Schraub-Kit: Dieses muss, wenn gewünscht, zusätzlich erworben werden und stabilisiert zusätzlich.

Für diese hielt ich mich größtenteils an das folgende YouTube-Video des Herstellers, welches die notwendigen Schritte ganz gut erklärt:

Wer möchte, kann vorher noch einmal die Papierschablonen nutzen, um die Position an der Wand abzuschätzen. Ich habe darauf verzichtet, den Mittelpunkt der geplanten Anordnung abgemessen und dann direkt mit den 1. Panel losgelegt. Ist dieses einmal an der Wand, geht der Rest recht flott von der Hand.

Auch wer das komplette Design vorher schon einmal auf dem Tisch getestet hat, muss die eigentliche Montage in mehreren Schritten vornehmen. Es wird empfohlen, nicht mehr als drei Panel auf einmal an der Wand zu bringen und selbst so ein 3er Set ist recht wackelig zur Wand zu transportieren. Die einzelnen Arbeitsschritte laufen dann jeweils wie folgt ab:

  1. Panel zurechtlegen
  2. Konnektoren wie gewünscht einsetzen
  3. Auf jedes Panel ungefähr drei Klebestreifen anbringen und diese 20 Sekunden festdrücken*
  4. Die andere Seite der Klebestreifen („Wall side“ abziehen)
  5. Maximal 1 bis 3 Panel an die Wand an die Wand bringen und gleichzeitig die Konnektoren durch Schieben verbinden. Dort noch einmal mindestens 20 Sekunden lang (pro Panel) festdrücken

*der Hersteller empfiehlt 30s Andrückzeit damit die Kleber vernünftig haften. Mindestens die Hälfte sollte es daher schon sein

Nanoleaf Panel Tisch

Es ist kein Problem, das Netzteil bereits vorzeitig anzubringen. So seht ihr direkt bei der Installation nochmals, ob auch alles funktioniert. Wer eine große Installation plant, sollte Folgendes beachten: Laut Hersteller können maximal 30 Panels mit einem Netzteil versorgt werden. In der Praxis sind es wohl geringfügig mehr.

Insgesamt hat die Montage bei mir knapp eine Stunde gedauert. Als sonderlich aufwendig habe ich sie trotz mangelnder handwerklicher Begabung nicht empfunden.

Es gibt zwei Produkte, welche zur Installation zusätzlich erworben werden können:

  • Screw Mount Kit: Dient der besonders stabilen Montage an der Wand. Kostenpunkt: 24,99€
  • Flex Linkers: Erlaubt es, die Panels auch um Ecken herum anzubringen. Kostenpunkt: 9,99€ für 9 Stück

Einmal montiert, sitzt das Produkt fest an der Wand. Je nach Tapete ist es gut möglich, dass das Abnehmen der Panels bzw. Klebepads etwas Farbe mit von der Wand reißt. Um das zu vermeiden empfiehlt der Hersteller die Verwendung von die Benutzung von Zahnseide als „Säge“, um die Pads kurz vor der Wand durchzuschneiden.

Nutzung & Steuerung

Hardware

Was die Länge der Kabel angeht, hat Nanoleaf definitiv nicht gegeizt. Durch die Kombination aus Stromkabel (1m), langem Kabel vom Netzteil zur Kupplung (1,5m) und schließlich noch dem Anschluss zur Steuereinheit (2m) ergibt sich eine gesamte Kabellänge von 3,50 Metern. Das sollte definitiv genügen, um von fast allen Stellen der Wand eine Steckdose zu erreichen.

Nanoleaf Aurora 03

Für die Panels selbst gibt Nanoleaf einen Lichtstrom von 100 Lumen pro Panel an. Und auch, wenn das nicht der Sinn hinter dem Produkt sein dürfte: Werden die Lichter per App auf volle Helligkeit und weiße Farbe gedreht, wird das komplette Zimmer recht hell beleuchtet. Mein kleines Bürozimmer (~9 m²) ist dann fast so hell wie mit den beiden Philips-Hue-Leuchten in der Deckenlampe.

In der Praxis wähle ich meist eine deutlich niedrigere Helligkeit, um nicht von der Seite geblendet zu werden. Die Panels werden dann nicht komplett gleichmäßig beleuchtet, aber sehen immer noch sehr hübsch aus. Beeindruckend ist, vor allem im direkten Vergleich mit den LED-Birnen von Philips Hue, wie kräftig Nanoleaf Aurora die Farben darstellt. Selbst die „Problemfarbe“ Grün ist wirklich saftig und erblasst nicht wie bei Philips.

Ein Problem gibt es allerdings, was auch in vielen Rezensionen angesprochen wird: Die drei LED-Panel des Erweiterungssets bilden die Farben teilweise deutlich anders ab, als das Starterkit. Leider gibt es – abseits von statischen Szenen mit manueller Konfiguration – auch keine Möglichkeit, die Farbtemperatur der einzelnen Panel irgendwie auszugleichen. Wirklich auffällig ist das glücklicherweise nur bei statischen Bildern und dann – in meinem Fall – vor allem bei Grüntönen:

Nanoleaf Aurora Farbdarstellung

Saftiges grün – aber unterschiedliche Farbtemperaturen

Die Steuereinheit selbst verfügt über zwei Knöpfe und zwei Status-LEDs. Letztere dienen der Fehlerbehebung bei WiFi-Problemen und sind im Betrieb deaktiviert. Die Tasten ermöglichen das Ein- und Ausschalten von Nanoleaf Aurora sowie den Szenenwechsel. Über die App ist das aber zweifelsohne bequemer.

App

Wie bereits erwähnt, gibt es die Nanoleaf-App nur für iOS. Wer kein Smartphone mit diesem OS besitzt, kann das Produkt nicht vernünftig nutzen. Leider gibt es auch keine Software für Windows oder macOS. Diese würde vor allem das Einrichten einer neuen Szene deutlich vereinfachen.

Über die App ist das zwar auch möglich, aber ziemlich frickelig. Szenen werden in zwei Schritten erstellt: Zuerst erfolgt die Auswahl der Farben über einen Farb-Picker (oder alternativ den Hex-Code). Sind einmal die Farben gewählt, kann dann mit der eigentlichen Szene und der Einfärbung begonnen werden. Das gelingt insgesamt ganz gut, aber nicht problemlos.

Die Farben müssen im Schritt zuvor festgelegt werden, werden dort aber noch nicht auf den Panels selbst angezeigt. Der Szenen-Editor ist hingegen in Echtzeit mit den Panels gekoppelt – die Vorschau der Beleuchtung gibt es also nicht nur in der App, sondern gleichzeitig direkt auf Nanoleaf. Allerdings weichen die Farben zwischen App und Realität stark ab. So musste ich die meisten Farben dann nochmals einzeln austauschen und das Erstellen meiner Wunsch-Szene mit Bergmotiv hat 10 Minuten und einigen Frust gekostet.

Praktisch ist die Möglichkeit, Szenen per Zeitschaltung automatisch zu planen. Allerdings ist die Funktion längst nicht so flexibel wie bspw. ein gestellter Wecker in der Uhr-App des Smartphones. Eine Wiederholung ist entweder stündlich, täglich oder wöchentlich möglich – nicht aber nur an ausgewählten Wochentagen passend zum Wecker.

Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos
Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos

Ansonsten tut die App das, was sie soll. Der Wechsel zwischen verschiedenen Szenen ist problemlos möglich, ebenso das Ein- und Ausschalten der Lichter. Auch ist es  möglich, Szenen anderer Nutzer mit wenigen Klicks selbst herunterzuladen. Umgekehrt ist es möglich, eigene Kreationen mit der Community zu teilen. Das betrifft sowohl statische Bilder als auch dynamische Szenen mit z.B. Farbverläufen.

Ab und zu kommt es mit der App mal zu Verbindungsabbrüchen. Diese dauern dann allerdings nur ein paar Sekunden lang, danach war die Verbindung stets wieder hergestellt. Weitere Mängel der App:

  • Nur selten wird der aktive Bildschirm auch beim Verlassen der App gespeichert. Meist startet die Anwendung aus dem Multitasking-Menü komplett neu mit ein paar Sekunden Ladezeit
  • Die Bedienung im Querformat wird nicht unterstützt. z.B. beim Layout-Designer wäre dies aber deutlich praktischer.

Sprachassistenten und externe Dienste

Nanoleaf kann mit verschiedenen externen Assistenten und Diensten gekoppelt und darüber gesteuert werden:

  • Alexa
  • Google Assistant
  • Apple Homekit
  • IFTTT

Nanoleaf Aurora 04

Da wir in der Wohnung mehrere Geräte der Amazon-Echo-Serie stehen haben, habe ich zuerst diese Kopplung unternommen. Dazu ist es zuerst notwendig, den Skill „Nanoleaf Smarter-Reihe“ in der Alexa-App oder über die Amazon-Website zu aktivieren. Im Anschluss ist noch eine Verknüpfung zwischen Amazon- und Nanoleaf-Account sowie die Suche nach neuer Hardware bei Alexa notwendig.

Im Idealfall sollte anschließend das Nanoleaf-Modul gefunden werden und eine Steuerung möglich sein. Tatsächlich brauchte ich aber insgesamt acht Anläufe mit Deaktivierung und neuer Kopplung bis die Verknüpfung schließlich klappte. Dann tauchte Nanoleaf endlich in der Alexa-App auf und war auch per Sprache steuerbar.

Vorhanden sind allerdings sowieso nur die Grundfunktionen. So ist es möglich, die Helligkeit zu regeln, Szenen durchzuschalten und Nanoleaf ein- oder auszuschalten. Alle weiteren Funktionen gibt es nur über die Nanoleaf-App.

Interessant ist auch die Einbindung in IFTTT. Diesen Dienst habe ich erstmals in Verbindung mit LaMetric Time genutzt und lasse darüber z.B. die Twitter-Benachrichtigungen laufen. In Verbindung mit Nanoleaf Aurora lässt sich z.B. ein rotes Aufleuchten bei eingehender Benachrichtigung realisieren. Nachfolgend ein paar Beispielrezepte, die sich mit wenigen Klicks einrichten lassen:

Nanoleaf Aurora Ifttt

Rhythm-Modul

Da ich auch das Rhythm-Modul testen konnte, möchte ich auch zu diesem noch ein paar Worte verlieren. Dieses wird ähnlich wie die Steuereinheit einfach an ein beliebiges Nanoleaf-Panel gesteckt und ist dann sofort einsatzbereit. Beim Starten der App wird sofort ein Tutorial eingeblendet, welches durch die wichtigsten Schritte führt.

Auch ohne diese Anleitung ist die Bedienung größtenteils selbsterklärend. Für das Rhythm-Modul gibt es ebenfalls verschiedene Szenen, von denen einige vorinstalliert sind und sich weitere selbst erstellen oder herunterladen lassen. In der App kann dann zwischen Rhythm-Szenen und normalen (dynamischen oder statischen) Szenen umgeschaltet werden.

Die laufende Musik erkennt Rhythm standardmäßig über das integrierte Mikrofon, welches im Modul integriert ist. Allerdings ist dazu eine bestimmte Mindestlautstärke erforderlich, die ich zu Hause nicht immer erreiche. Für genau solche Fälle hat Rhythm einen Klinkenanschluss integriert. Dann wird die Musik per Kabel direkt von der Wiedergabequelle eingelesen.

Auch ohne Kabel klappt die Synchronisierung außerordentlich gut. Die Farbeffekte passen sehr gut zur Musik und werden in Sekundenbruchteilen angepasst. Eine Verzögerung zwischen gespielter Musik und der Panel-Darstellung konnte ich nicht feststellen. Ganz im Gegensatz zur bisher genutzten Lösung aus Philips Hue und der kostenpflichtigen Hue Disco App auf dem Smartphone.

Fazit von Peer

Ich bin trotz einiger Mängel sehr zufrieden mit Nanoleaf Aurora. Die smarte Beleuchtung tut genau das was sie verspricht und gibt eine tolle Stimmungsbeleuchtung ab. Die dreieckigen Panels sorgen für eine Flexiblität bei der Optik und überzeugen auch technisch. Farben werden (wenn gewünscht) schön satt dargestellt und leuchten deutlich heller als ich es vermutet hätte. Die unterschiedliche Farbdarstellung ist ärgerlich, in der Praxis aber nur selten wirklich ein Problem.

Auch die Installation war im Endeffekt einfacher als ich es mir vorgestellt hatte. Nanoleaf Aurora klebt durch die integrierten Klebestreifen sicher an der Wand und das selbst an strukturierten Tapeten. Für noch mehr Sicherheit sorgt das Schraub-Kit, welches allerdings nicht im Starterkit enthalten ist. Bei einer UVP von mehr als 200€ für das Starterkit hätte man dieses ruhig noch beilegen können.

Nanoleaf Berge

Das Rhythm-Modul wertet die Erfahrung nochmals ungemein auf und ist meines Erachtens ein Pflichtkauf. Die Beleuchtung reagiert so in Echtzeit auf die gespielte Musik und die Effekte passen fast immer sehr gut zum Song. Durch die vorhandene Klinkenbuchse ist auch Rhythm sehr flexibel einsetzbar und nicht auf das Mikrofon angewiesen.

Die Software funktioniert zwar grundsätzlich ganz gut, ist aber noch lange nicht ausgereift. Dazu kommen seltene Verbindungsabbrüche und Probleme mit der Alexa-Kopplung. Das Einrichten eigener Szenen macht somit nur wenig Spaß – zum Glück ist aber der unkomplizierte Download fremder Kreationen möglich.

Ein weiteres Manko ist definitiv die fehlende Unterstützung für 5-GHz-Netzwerke. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, das Zweit-Smartphone zur Steuerung von Nanoleaf Aurora zu verwenden. So kann das Galaxy S8 als täglicher Begleiter im 5-GHz-Netz verbleiben. Eventuell wäre das Problem auch mit einer einzigen SSID für beide Frequenzen lösbar.

Natürlich ist Nanoleaf als technische Spielerei keinesfalls günstig. Rund 170€ für ein Starterkit empfinde ich aber auch nicht als überteuert. Wirklich ins Geld gehen dann allerdings die ganzen Erweiterungskits, wenn man erst einmal „angesteckt“ ist. Das kennt man ja schon von Philips Hue… Bald soll dann übrigens auch noch eine physische Aurora-Fernbedienung auf den Markt kommen,

Tipp: Statt gleich mehrere Erweiterungskits zu kaufen lohnt es sich bei 9 Panels, gleich zu einem weiteren Starterkit zu greifen. So spart ihr nicht nur etwas Geld, sondern habt auch noch ein Netzteil in Reserve.

Nanoleaf Aurora: Fazit von Oliver

Wir hatten die Option zwei Mal ein Aurora-Setup von Nanoleaf zu testen und ich (Oliver) habe mich für ein Video entschieden. Dort gibt es mein Fazit und falls euch das Video gefällt, so würde ich mich über einen Daumen hoch freuen. Danke 🙂

Eine Anmerkung möchte ich jedoch auch hier machen: Ich hatte massive Probleme mit der WLAN-Verbindung und habe sie immer noch. Aurora verschwindet immer wieder aus der App und ist über Google, Alexa und Co nicht erreichbar. Das kommt leider zu oft vor und mein Controller wurde auch schon getauscht.

Ich habe knapp 20 Mails mit dem Support (der echt gut ist) ausgetauscht und wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. Ich habe auch sämtliche Foren durchsucht (auch die von Nanoleaf) und keine Lösung gefunden. Es dürften mehrere Faktoren sein, ich vermute es ist eine Kombination aus der Entfernung zu diesem und dem 2,4/5 GHz-Netz. Andere Gadgets haben jedoch keine Probleme damit, doch die Aurora unterstützt leider nur 2,4 GHz (einer meiner größten Kritikpunkte).

Ich wollte das an dieser Stelle nur klar erwähnt haben, denn das Gadget selbst und die Umsetzung gefällt mir. Auf Grund der Probleme kann es von mir jedoch keine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Davon abraten möchte ich aber auch nicht, denn ich bin zwar kein Einzelfall, aber es kommt auch nicht oft vor.

Wertung des Autors

Peer Linder bewertet Nanoleaf Aurora mit 4.3 von 5 Punkten.

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