Teufel Mute BT Testbericht

Ende 2016 präsentierte Teufel mit dem Mute BT eine Bluetooth-Version der Mute-Kopfhörer. Wir haben uns das gute Stück angeschaut und getestet.

Das Modell Mute von Teufel werden einige von euch vielleicht schon kennen, denn man kann es seit vielen Monaten kaufen. Neu ist jetzt eine Bluetooth-Version der Mute, der man den Zusatz „BT“ für Bluetooth spendiert hat. Preislich gesehen ist diese natürlich auch etwas teurer. Teufel verlangt 200 Euro für das gute Stück.

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Teufel gibt für den Mute BT eine gute Laufzeit von 28 Stunden mit NC (aktive Geräuschunterdrückung, oder Noise Cancelling, sprich NC) und BT an. Ohne BT (mit Kabel) kommt der Mute auf 60 Stunden und ohne NC und dafür mit BT kommt der Mute auf 50 Stunden. Hier kann der Kopfhörer also schon mal punkten.

Eins vorab: Ich habe die Akkulaufzeit nicht gestoppt, jedoch so grob überschlagen. Der Mute BT war meistens mit aktivem NC und BT im Einsatz und die 20 Stunden wurden ganz locker erreicht. Ob es jetzt ganz konkret 22, 23 oder 24 waren, das kann ich so nicht beurteilen. Mir reichen 20+ Stunden hier aber locker aus.

Im Lieferumfang des Mute BT findet man neben einer Transporttasche auch ein Ladekabel, ein 3,5 mm-Kabel und einen Flugzeugadapter. Das Gewicht liegt bei 240 Gramm, was ebenfalls in Ordnung ist. Weitere technische Details, findet ihr auf der offiziellen Produktseite von Teufel. Hier geht es mit subjektiver Meinung weiter.

Teufel Mute BT: Tragekomfort und Verarbeitung

Der Kopfhörer besitzt ein angenehmes Gewicht und ist nicht zu schwer. Das Polster der Ohrmuscheln ist ebenfalls angenehm, man muss bei so einem Stoff aber auch damit leben, dass man bei wärmeren Temperaturen wohl etwas unter dem Polster schwitzen kann – wenn man den Kopfhörer für mehreren Stunden trägt.

Wie das bei leichten Plastik-Kopfhörern nun mal so ist: Der Mute BT sieht etwas hochwertiger aus, als er sich anfühlt. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn billig fühlt sich das gute Stück nicht an und das ist ein „Problem“, das alle Modelle in dieser Kategorie haben. Hochwertige Materialien sind eben schwerer.

Der Mute BT wirkt durchaus robust und ist beim Bügel etwas flexibel, hier und da habe ich aber auch ein leichtes Knarzen beim Bewegen gehört. Die Bedienelemente befinden sich auf der linke Seite (am unteren Ende der Hörmuschel). Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sind aber auch nicht wirklich hochwertig.

Um es kurz zu machen: Es gibt hier eigentlich keine großen Kritikpunkte. Der Mute BT ist ein solider Kopfhörer, der aber auch nicht durch Besonderheiten auffällt und bei der Verarbeitung nicht unbedingt auf 200 Euro-Level liegt. Ich sehe das neutral, hier und da (Knöpfe) wären hochwertigere Materialien aber nett gewesen.

Einen Punkt Abzug gibt es bei mir für das Design. Der Kopfhörer ist recht breit und geht etwas steil vom Kopf weg. Da ist für meinen Geschmack etwas zu viel Luft zwischen Kopf und Bügel. Immerhin kann man sich hier sicher sein, dass der Mute BT auch bei sehr breiten Köpfen noch gut passen dürfte.

Teufel Mute BT: Sound

Der Sound ist super. Er ist etwas basslastig, aber sowas finde ich gut. Liegt wohl vor allem daran, dass ich überwiegend die dafür passende Musik höre. Doch auch bei den Höhen hat mich der Mute BT überzeugt. Ich habe schon ein paar Kopfhörer mit Bluetooth auf dem Kopf gehabt und dieses Modell gehört zu den besseren.

Eins direkt vorweg: Ich weiß, dass die Meinung bei Bluetooth-Kopfhörern stark auseinander geht und es viele Menschen gibt, die sowas verteufeln (bewusstes Wortspiel). Wenn ich hier von gut spreche, dann meine ich damit natürlich gut im Sinne von „gut für einen Bluetooth-Over-Ear-Lautsprecher für unter 200 Euro“.

Teufel Mute BT: Noise Cancelling

Hauptaugenmerk bei einem Kopfhörer mit dem Zusatz „Mute“ im Namen ist die aktive Geräuschunterdrückung, oder kurz NC. Kurze Version: Der Mute BT kommt nicht an den QC35 von Bose heran. Müsste ich schätzen: Der Mute BT dämpft die Geräusche um knapp 60 Prozent, während es beim QC35 knapp 80 Prozent sind.

Das sind jetzt keine konkreten Werte, das ist nur mal eine Richtlinie. Was ich damit sagen möchte: Die Geräuschunterdrückung ist nicht schlecht, kommt aber nicht an das ANC-Flaggschiffmodell von Bose heran. Der Unterschied ist nicht gigantisch, aber er ist eben da. Einen Vergleich mit anderen NC-Modellen habe ich nicht.

Noice Cancelling mag nicht jeder, für mich persönlich gehört diese Funktion zum Muss bei einem Over-Ear-Kopfhörer. Die Funktion selbst ist also als Pluspunkt zu bewerten. Was ich bei den Mute BT angenehm finde: Hat man NC aktiviert, dann hört man zwar auch ein leichtes Rauschen, das ist aber nicht so stark, wie bei den Bose QC35. Man kann den Kopfhörer, wenn man sowas mag, also auch mal so im Alltag tragen – ohne Musik – einfach nur mit aktiviertem NC.

Pluspunkt beim Mute BT (ist beim QC35 nicht möglich): Man kann NC ausschalten. Das spart sehr viel Akku. Es gibt immerhin viele Situationen, wo NC überflüssig ist.

Teufel Mute BT: Fazit

Ich war vor dem Test selbst gespannt, wie mein Urteil ausfallen wird. Ich habe oft gehört, dass Bose bei der Geräuschunterdrückung keiner was vormachen kann.

Das stimmt in diesem Fall, der Mute BT kommt nicht an die QC35 heran. Wer einzig und allein auf NC Wert legt, der ist mit dem Bose-Modell besser dran. Nicht nur das, auch optisch finde ich, vor allem das schwarze Modell, den QC35 hübscher.

Doch es gibt zwei Punkte, die mich dann nach ein paar Wochen überzeugt haben. Einer wäre der Sound. Ich finde den Teufel Mute BT eine Ecke besser. Der QC 35 ist zwar noch ein kleines bisschen lauter, aber die Maximallautstärke würde ich hier sowieso nie nutzen. Beide sind jedenfalls sehr basslastig, doch der Mute BT kam mir in meinem Test etwas „klarer“ in vielen Situationen vor.

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Entscheidend dürfte hier aber, und ich glaube das weiß Teufel, der Preis sein. Mit 200 Euro ist das gute Stück mal eben 120 Euro günstiger, als der Bose QC35.

Die Frage, ob sich dieser Aufpreis lohnt, muss jeder selbst beantworten. Wer zum Beispiel oft fliegt, dem könnte das bessere NC die 120 Euro Wert sein. Wer mehr daheim, oder in einem ruhigeren Büro sitzt, dem reicht der Mute BT locker aus.

Machen wir es kurz: In beiden Fällen bekommt man sehr gute Kopfhörer, die allerdings beide kein Schnäppchen sind. Der Teufel Mute BT ist jedoch deutlich günstiger und bekommt daher von mir die Kaufempfehlung. Im direkten Vergleich finde ich den Bose (wegen dem NC und Design) minimal besser. Der Preis ist hier aber entscheidend. Noch Fragen? Ab in die Kommentare damit 🙂

Teufel Mute BT: Fazit in 5 Minuten

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