Die Verbraucherzentralen warnen vor manipulativen Trinkgeld-Vorgaben an Kartenterminals in Restaurants und Cafés.
Kritisiert wird vor allem die Gestaltung der Auswahl. Vorschläge wie 10, 15 oder 20 Prozent seien teils deutlich größer oder auffälliger dargestellt als die Option „Kein Trinkgeld“. Auch die freie Eingabe eines Betrags könne schlechter sichtbar sein. Das thematisieren aktuell verschiedene Medien aufgrund eines dpa-Berichts.
Mehrheit fordert gleichberechtigte Trinkgeld-Auswahl
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert demnach ein Verbot manipulativer Designtricks auf europäischer Ebene.
Die Möglichkeit, kein Trinkgeld zu geben oder einen eigenen Betrag festzulegen, müsse laut Verbandschefin Ramona Pop auf den ersten Blick erkennbar sein. Pop betont zudem, dass Trinkgeld freiwillig sei und keine Verpflichtung bestehe.
Bereits in der Vergangenheit war man rechtlich gegen fragwürdige Trinkgeld-Praktiken vorgegangen.
Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass das Thema viele Verbraucher beschäftigt:
- 76 Prozent wollen alle Trinkgeld-Optionen gleich gut sichtbar sehen.
- 52 Prozent fühlen sich durch auffällige Vorschläge unter Druck gesetzt.
- 36 Prozent stimmen diesem Gefühl voll und ganz zu.
- 42 Prozent fühlen sich eher nicht gedrängt.
Für die Erhebung wurden vom 3. bis 5. August 2026 insgesamt 1.009 Erwachsene befragt.
Ich sehe diese Trinkgeld-Abfragen an Kartenterminals deutlich kritischer. Meiner Meinung nach gehören die automatischen Vorschläge abgeschafft. Sie erzeugen unnötigen Druck beim Bezahlen. Wer Trinkgeld geben möchte, kann das weiterhin freiwillig sagen. Der gewünschte Betrag lässt sich anschließend vom Personal am Kartenterminal eingeben.
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