Update für das Vodafone Magic mit Sense? HTC rudert zurück, Vodafone soll schuld sein und Google schweigt

Wenn sich Smartphone-Hersteller und Netzbetreiber nicht einig sind, kann es nur einen Verlierer geben, den Kunden. Langsam stellt sich heraus, dass die gewohnte Google-Qualität nicht für „with Google„-Smartphones gilt, sondern dieser Slogan nur ein reiner Verkaufsanreiz sein soll.

In Deutschland gab es nur ein HTC Magic, welches von HTC produziert wurde, zu kaufen und dieses ist ein „with Google„-Gerät. Wer jetzt denkt er hätte damit irgendeinen Service, garantierte Updates oder ähnliche Google-Qualität erworben irrt. Denn auch wenn das Google-Logo auf dem Gerät prangt, ist Vodafone für gewisse Anpassungen verantwortlich.

Auch mein erstes Android-Gerät war ein HTC Magic von Vodafone, ein schickes Gerät, nicht teuer und „with Google„. Genau das hatte ich gesucht und als das Android-Update auf Version 1.6 OTA ausgeliefert wurde, habe ich gedacht, ich habe alles richtig gemacht. Mittlerweile laufe ich zwar mit einem Motorola Milestone durch die Gegend, aber ich kann mit den Magic-Nutzern mitfühlen.

Für mich der größte Fehler der beteiligten Firmen ist die miese Informationspolitik. Motorola hat nach dem vermasselten 2.0.1-Update eine spezielle Webseite ins Leben gerufen, damit sich die Kunden in Zukunft nicht im Stich gelassen fühlen, Google, HTC oder Vodafone denken nicht mal an so etwas.

Keiner erwartet irgendwelche Interna von großen Unternehmen, man möchte sich als Kunde aber auch nicht verarscht fühlen, wenn man ein 6 Monate altes Smartphone besitzt. Wo ist das Problem einfach offiziell zu sagen: „Update kommt, Update kommt nicht„? Nein, statt dessen lässt man lieber tausende Kunden in der Luft hängen und ärgert diese mit zeitweise verfügbaren Update-Webseiten.

Das Kuriose ist, HTC hatte wochenlang eine offizielle Update-Webseite für das Magic von Vodafone online und hat geplant, ein Update inkl. HTC Sense-Oberfläche zur Verfügung zu stellen, da es dieses Update für die internationale Version des HTC Magic bereits gibt, dürften die Anpassungen für HTC ein Leichtes gewesen sein. Gerüchteweise soll es sogar Tester mit dem neuen ROM gegeben haben.

Bis dahin alles prima. Google schweigt zu zukünftigen Updates, Vodafone kann oder will keine Aussage treffen und HTC prescht vor und will das Update raushauen. Nach anfänglichen Ausreden des HTC-Support wird jedoch schnell klar, so wie gedacht wird das nichts. War die ganze Vorfreude umsonst?

Am Anfang hieß es noch, es würde Probleme mit den Seriennummern der Vodafone-Magic’s geben, dieses Problem sei aber bald behoben und dem Download stünde dann nichts mehr im Weg. Jetzt ist die Update-Webseite wieder offline und der HTC-Support schiebt die Schuld Vodafone zu.

Der Netzbetreiber hätte wohl während der Software-Aufspielung die „Synchronisierungsfähigkeit“ des eigenen Geräts beschnitten, so, dass Updates generell nur OTA (drahtlos über Mobilfunknetz oder W-Lan) möglich wären. Aha. Das heißt also, die Entwickler der Custom-ROM’s können zaubern, indem sie das gesamte Betriebssystem zum Download anbieten?

Für mich klingt das alles nach einem riesen Haufen Mist, für den Google immer noch, dank Logo auf dem Akkudeckel, seinen Namen hergibt und HTC wohl die Hände durch Vodafone-Beschränkungen gebunden sind. Die einzige Ehrenrettung, die ich zumindest Google zusprechen würde, wäre eine Auslieferung von Android 2.x in der nächsten Zeit. Nach den Geschehnissen der letzten Wochen, fällt dies derzeit allerdings unter die Kategorie „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Was sagt uns das? In Zukunft kauft man sich dann seine Smartphones direkt vom Hersteller, dann hat man zwar keine Garantie für Updates, hat aber auch nur eine Anlauf- und Entscheidungsstelle, wenn es darum geht, was passiert mit meinem Smartphone nach dem Erwerb.

Für mich ist es sehr wichtig zu wissen, dass ich wenigstens die nächsten System-Updates noch erhalte, das ist für mich definitiv ein Kaufargument, wie schaut das bei euch aus?

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