Visa gegen zusätzliche Sicherheitsabfragen bei Kreditkartenzahlungen

Weil sie den Nutzer vertreiben könnten, spricht sich Visa gegen zusätzliche Sicherheitsabfragen bei Onlinezahlungen aus. Die Sicherheit sei auch mit den bisher genutzten Mechanismen hoch genug.

Das Bezahlen von Onlineeinkäufen mit Kreditkarte ist denkbar einfach – theoretisch. Auch wenn gerade dieser Umstand speziell bei Deutschen oft noch misstrauisches Stirnrunzeln auslöst, hat sich diese Zahlungsweise in weiten Teilen durchgesetzt. Schneller bezahlt man nur noch mit Methoden wie Amazons 1Click oder Paypal OneTouch, wobei auch hier häufig Kreditkarten als hinterlegtes Zahlungsmittel fungieren.

Zusätzliche Schritte beim Zahlen mit Kreditkarte wurden zuletzt von der European Banking Authority vorgeschlagen und stoßen auf Ablehnung, nicht nur beim Kreditkartenunternehmen Visa, dessen Manager für Risikofragen Peter Bayley massive Rückgänge bei Onlinezahlungen befürchtet. Diese Vorschläge brächten nur zusätzliche Komplikationen und in der Folge mehr abgebrochene Zahlungsvorgänge und allgemein kompliziertere Transaktionen. Andererseits sei der Zugewinn an Sicherheit marginal.

Die ablehnende Haltung des Unternehmens stützt sich unter anderem auf eine in Großbritannien durchgeführte Studie: Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an die Bezahlung abzubrechen, wenn ein weiterer Schritt erforderlich werde.

Sicherheit ist eine Abwägungsfrage

Großbritannien ist traditionell ein außerordentlich kreditkartenaffiner Markt, die Akzeptanz der Kartenzahlung online wie offline ist hier ausnehmend hoch. Die erzielten Ergebnisse der Befragung erscheinen wenig verwunderlich. In Deutschland hätte die Befragung womöglich anders gelagerte Ergebnisse ergeben. Aber Sicherheit sei immer eine Frage der Abwägung von Nutzerfreundlichkeit und Risiken. Pro 100 Euro werden lediglich fünf Cent falsch abgerechnet.

Visa steht mit der kritischen Haltung gegenüber weiterer Validierungsschritte nicht allein. Schon heute tauchen bei manchen Onlinezahlungen zwischengeschaltete Dialoge herausgebender Banken auf, die etwa einen PIN abfragen. Dieser wird teils etwa per SMS zugestellt. Das spontane Einkaufen wird dadurch tatsächlich empfindlich ausgebremst.

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