Wegen Android-Schwachstelle: Telekom stellt MMS-Empfang vorübergehend um

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Wie die Telekom heute mitteilt, stellt man den MMS-Empfang im eigenen Netz vorübergehend um. Nötig wird dies, wegen einer Android-Sicherheitslücke mit enormen Ausmaß.

Ein amerikanischer Forscher hatte eine Lücke in einem Android-Systemteil entdeckt (u.a. „Stagefright„), über den Schadcode auf die Geräte eingeschleust werden kann. Nahezu alle Android-Geräte (ca. 95 Prozent) können hiervon betroffen sein, unabhängig vom Netzbetreiber.

Betroffen sind Mediendateien – egal über welchen Weg diese empfangen werden (MMS, WhatsApp, Hangouts, Facebook, Youtube etc.). Der kriminelle Zugriff erfolgt über geöffnete Mediendateien (Audio, Video, Foto), die über alle Services auf das Gerät gelangen können. Die Schadsoftware kann sich dann über Adressbuchkontakte weiter verbreiten.

Mittlerweile kursiert bereits ein Proof-of-Concept im Netz, es wird also höchste Zeit, zu reagieren.

Zum Schutz der eigenen Kunden stellt die Deutsche Telekom ab heute, dem 05.08.2015 vorübergehend vom automatischen auf einen manuellen Download von MMS um. Kunden erhalten bei Erhalt einer MMS eine SMS mit dem Hinweis, wie diese manuell abgerufen werden kann. Sobald es eine Lösung gibt, wird wieder auf den gewohnten MMS-Versand umgestellt. Natürlich können Nutzer auch manuell den automatischen Empfang von Medien im System deaktivieren.

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