XYZprinting daVinci 1.0 Pro 3in1: 3D-Scanner ausgepackt und ausprobiert

Vor einige Tagen brachte der Kurierdienst ein kleines Paket ins Haus mit nichts geringerem als dem XYZprinting daVinci 1.0 Pro 3in1 3D-Drucker. Den selbigen hatte ich schon vor einigen Monaten angefragt, da mich das 3in1 Konzept doch sehr neugierig gemacht hatte. Nun war er also endlich eingetroffen und stellt sich hier dem Test.

xyzprinting daVINCI 3in1

Der daVinci 1.0 Pro 3in1 ist ein 3D-Drucker mit integriertem Scanner und optional erhältlichem Laser-Gravierer. Letzterer sollte die Tage auch noch bei mir eintreffen. Der Funktionsumfang dieses Druckers ist aber sowieso nicht gerade klein und wird deshalb wie auch schon der Dremel 3D-Druckertest in mehrere Artikel aufgesplittet. In diesem Beitrag geht es nun also um das unboxing, installieren und den 3D-Scanner.

Lieferumfang und Unboxing

Wie auf dem obigen Foto zu sehen ist, musste erst einmal das Ungetüm an Karton und Umverpackung geöffnet werden, um an das edle Stück Technik zu gelangen. An Transportsicherungen wurde auf keinen Fall gespart!

Nun musste ein „Plätzchen“ für den Drucker gefunden werden. Hierbei ist es wirklich wichtig, dass der Untergrund möglichst stabil und wackelfrei ist. Bedingt durch die Maße musste der 3in1 bei uns im Flur Platz nehmen. Der Drucker hat hinten links eine Klappe hinter der sich ein Strom-Anschluss und ein USB-Anschluss befindet. Der 3in1 versteht sich aber auch mit Wlan-Verbindungen. Diese muss aber vorab via USB eingerichtet werden.

Zur Verarbeitung selbst kann ich sagen, dass überall Plastik-Verkleidungen vorhanden sind. Die Kabel im inneren werden meist gebündelt noch einmal mit Kabel ummantelt. Die Tür auf der Vorderseite wird mittels Magneten festgehalten und es sind auch Sensoren verbaut worden, die es bemerken, wenn beispielsweise bei einem Druck die Tür geöffnet wird.

Auf der Frontseite befindet sich ein beleuchtetes Display, nebst Pfeiltasten zur Steuerung durch das Menü. Das Display kann auf deutsche Sprache eingestellt werden und zeigt die wichtigsten Informationen mit wenigen Handgriffen an.

Installation und anschließender 3D-Scan der Objekte

Einmal die auf CD beigelegte Software und den Treiber unter Windows/OSX installieren und anschließend kann die SCAN-App gestartet werden. Hier empfiehlt sich dann logischerweise eine kurze Kalibrierung des Scanners.

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Für den Kalibrierungs- und Scanvorgang wird die Druckplatte ganz nach oben gefahren und damit der Weg freigeräumt für den darunterliegenden Drehteller. Anschließend wird ein beigelegtes Kästchen mit Karo-Muster mittig auf der Scanneroberfläche platziert und dann vom Drucker mit dem Laser abgefahren. Der Vorgang geht recht schnell und ist in wenigen Minuten erledigt. Weitere Schritte müssen hier nicht erledigt werden. Die eigentliche Feineinstellung übernimmt die Software.

Nun mussten natürlich ein paar Freiwillige her, damit der 3D-Scanner ausprobiert werden konnte. Ein Flip, eine Anti-Stresspuppe und ein DECT-Telefon sollten die Testobjekte werden. Möglichst verschiedene Oberflächen. Hell, dunkel und mit Muster (gehäkelter Flip). Beim eigentlichen Scanvorgang wird die Krümmung des roten Laserstrahls erfasst und vom Computer in ein 3D-Objekt umgerechnet. Im Schnelldurchlauf sieht das dann wie folgt aus:

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Für diesen Vorgang muss der Drucker zwangsweise mit dem PC verbunden sein, da dieser die Hauptarbeit und das Rendering des abgetasteten Objekts übernimmt.

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Auf dem Rechner kann vor dem eigentlichen Scannvorgang noch eingestellt werden, ob man auf Auto, Hell, Dunkel oder Normal einlesen möchte. Je nach verwendetem Objekt ist dann die Genauigkeit besser. Im Grunde also wie eine Art ISO-Einstellung bei Kameras. In der Software sieht ein solcher Abtastungsvorgang dann beispielsweise so aus:

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Ist der Vorgang beendet, wird das Objekt berechnet und anschließend eine Informationsseite über das eingescannte Produkt ausgegeben. Hier finden sich dann Infos über die Höhe, Länge, Breite und das Volumen, wie auch die komplett benötigte Zeit. Im Schnitt kamen hier für meine Testprodukte grob 10 Minuten zusammen. Etwas mehr als die Hälfte für den eigentlichen Scannvorgang und anschließend (hängt von der Power des Rechners ab) dann für den Render-Vorgang. In meinem Fall hatte ich das Macbook 2015 dafür genutzt.

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Im Ergebnis bin ich bisher aber leider eher enttäuscht von der Qualität der abgetasteten Objekte. Egal ob ich ein helles, dunkles oder Stoff bzw. Plastik-Produkt eingescannt hatte – ich musste jedesmal mit großen Löchern und doch auch einiger Ungenauigkeit kämpfen.

Einfach so einlegen, abtasten und anschließend direkt drucken ohne wirklich umfangreiches Nachbearbeiten ist wohl doch (noch) nicht möglich. Es besteht die Möglichkeit die Oberfläche „abrunden“ (smooth) zu lassen. Das führt aber meist nur zu noch rundgelutschteren Ergebnissen mit noch weniger Details. Hier bin ich schon ein wenig enttäuscht, da die Hardware in einem solchen Drucker ja eigentlich ideal aufeinander abgestimmt hätte werden können.

In einem folgenden Bericht werde ich dann noch auf das eigentliche Drucken von Objekten und sofern er noch eintrifft auch auf das Lasern bzw. Gravieren genauer eingehen. Noch hat der 3in1 die Chance den etwas schlechten Start mit diesen Features wieder gut zu machen. Stay tuned!

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