PureView: Nokia wird dieses Jahr weitere Innovationen auf den Markt bringen

nokia_carl_zeiss_header

Blicke ich zurück auf das Jahr 2012 und Nokia, dann fallen mir spontan zwei Begriffe ein: Lumia und PureView. Ersteres steht für das Lineup an Windows Phones von Nokia und kommt anscheinend auch so langsam in den Köpfen der Leute an. Man kauft kein Windows Phone von Nokia, man kauft ein Lumia-Smartphone. Interessant wird es allerdings auch beim Begriff PureView, welchen Nokia erstmals im Februar letzten Jahres einführte und damit die Kamera-Qualität des 808 hervorherben wollte. Das Smartphone mit 41 Megapixel wurde erst belächelt, heute aber von vielen als bestes Kamera-Handy bezeichnet. Wenn da nur nicht Symbian wäre.

Doch das 808 PureView war vermutlich nie als Smartphone für die Massen entwickelt worden, hier richtet man den Fokus mittlerweile einzig und alleine auf Windows Phone und die Werbung für das 808 hielt sich doch stark in Grenzen. Das Gerät wurde eher durch Mundpropaganda weiterempfohlen und ist vor allem bei den letzten Fans von Symbian und dem Nokia N8 so etwas wie ein Statussymbol geworden. Der Begriff PureView sorgte für Schlagzeilen, denn Nokia kündigte wenig später an, dass man die Technik auch in sein Lumia-Lineup aufnehmen möchte, was man mit dem aktuellen Flaggschiff Lumia 920 dann auch schließlich tat. Doch kurz nach der Präsentation wurde die Kritik plötzlich laut, denn Nokia machte einen entscheidenden Fehler.

Das PR-Material, welches Nokia bei der Präsentation zeigte, stammte nicht vom Gerät selbst, sondern wurde mit einer richtigen Kamera gemacht. Man musste sich entschuldigen. Dazu kam, dass man die Technik vor Ort nicht testen durfte und somit keine objektive Meinung möglich war. Man gab wenigen ausgewählten Medien zwar die Chance die Kamera des Lumia 920 etwas genauer zu testen, doch immer unter Beobachtung und mit Vorgaben. Der Trubel legte sich ziemlich schnell wieder, doch die Marke PureView war angekratzt. Es herrschte die Meinung, dass Nokia diese Marke nur für Marketing-Gründe nutzt. Immerhin ist im Lumia 920 doch eine normale Kamera mit 8 Megapixel und kein Sensor mit 41 Megapixel wie im 808 verbaut.

nokia_pure_view_sensor

Doch PureView steht nicht für eine Smartphone-Kamera mit 41 Megapixel, es hat laut Nokia eine andere Bedeutung. Der Begriff steht für Probleme, welche Kameras in Handys auf Grund ihrer Größe haben und die man verbessern oder gar lösen möchte. Beim 808 war das der Zoom und beim Lumia 920 Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Beim nächsten Modell kann der Schwerpunkt ein ganz anderer sein. Es wird jedenfalls weitere PureView-Modelle geben, das bestätigte der für die Technik Verantwortliche Juha Alakarhu gegenüber Nokia Conversations. Er wollte allerdings nicht verraten, in welche Richtung es als nächstes gehen wird. Das Fotografieren soll jedoch einfacher werden. Laut Juha sollte man einem Kind ein Smartphone in die Hand geben können, mit dem es Bilder wie mit einer DSLR machen kann.

Wir sind mittlerweile bei einer Qualität angekommen, bei der man die klassische Kompaktkamera auch öfter mal daheim lassen kann, auf Grund der Größe eines Smartphones wird es allerdings noch eine Weile dauern, bis wir hier Bilder in DSLR-Qualität machen können. Doch Nokia hat seit langer Zeit mal wieder einen Begriff geschaffen, welcher für Innovation steht. Der Bereich Kamera ist sehr wichtig bei Smartphones und ich bin gespannt, in welche Richtung es bei PureView in diesem Jahr gehen wird.