3…2…1… Kaputt! – Selbstzerstörung bei Modding-Versuch am Motorola Droid X

Wie ja heute Morgen bereits in vielen Blogs zu lesen war, empfiehlt Motorola den Modding-Wütigen Nutzern unter uns, zum Kauf anderer Herstellermarken. Erbost ging ein Aufschrei durch die Community, denn wer bisher noch gehofft hatte, er würde den Bootloader des Milestones aufsperren können, oder mit einem Milestone 2 die selben Freiheiten genießen können wie auf einem Droid, der sah sich enttäuscht.

Besonders schlimm ist es für Neueinsteiger in Android, die vorm Kauf eines Smartphones noch nichts von Custom Firmware oder Root wissen. Wenn diese dann nach einiger Zeit in der Materie stecken, ist es zu spät und Sie haben für viel Geld ein Smartphone gekauft, das klare Limits hat.

Über die Gründe von Motorola für diese Schritte kann man streiten, persönlich finde ich es eine absolute Frechheit! Was jedoch hellhörig macht ist die Aussage seitens Motorola „Wir werden im Gegenteil alles dafür tun, damit die Geräte nicht verändert werde können!„. Den Beweis für diese Aussage liefert das Droid X. Dieses wurde mit dem sogenannten eFuse Security System ausgestattet. Das bedeutet, wenn versucht wird am Gerät zu manipulieren, zu rooten oder ähnliches, wird sich das Gerät selbst unbrauchbar machen.  Im original heißt es:

If the eFuse failes to verify this information then the eFuse receives a command to “blow the fuse” or “trip the fuse”. This results in the booting process becoming corrupted and resulting in a permanent bricking of the Phone. This FailSafe is activated anytime the bootloader is tampered with or any of the above three parts of the phone has been tampered with.

Man benötigt nach einer solchen Selbstzerstörung einen hardwareseitigen Fix, den es natürlich nur von Motorola gibt. Wer sich für die original Information interessiert und des Englischen mächtig ist, der sollte hier mal einen Blick reinwerfen.

Klar könnte man sagen, dass Motorola durch Manipulationen natürlich völlig unnütz Garantieleistungen erbringen müsste. Aber Google hat z.B. mit dem Nexus One vorgemacht wie es gehen kann. Entsperrt der User seinen Bootloader, wird das unwiederruflich gekennzeichnet. Damit verliert er die Garantie und hat keine Ansprüche mehr gegenüber dem Hersteller. Somit ist also jeder seines eigenen Glückes Schmied.

Was denkt ihr? Könnt ihr eine solche Sicherung nachvollziehen, oder habt ihr eine andere Meinung dazu?

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