Adidas kündigt iAds-Werbevertrag weil Steve Jobs ein Kontrollfreak ist

Eine wunderbare Traumwelt hat Steve Jobs uns vor einiger Zeit mit seiner nagelneuen iAds-Plattform vorgestellt. Mobile Werbung, welche nicht nur von Apple auf Wunsch erstellt, optimiert und ausgeliefert wird, sondern auch noch Spaß machen soll. Die perfekte Mischung für den zufriedenen Kunden und alle Werbetreibenden.

Leider gibt es da einen Haken, denn Steve Jobs ist so sehr Perfektionist und in gewisser Weise auch ein Kontrollfreak, dass Adidas da keinen Bock mehr drauf hatte und seine über 10 Millionen Dollar iAds-Kampagne kurzerhand gekündigt hat. Angeblich hat der Sportartikelhersteller dreimal eine Version seiner iAds-Werbung bei Apple eingereicht und jedes mal wurde diese abgelehnt. Darauf hatte der Konzern wohl einfach keine Lust, denn wer viel Geld für solche Werbung ausgibt, will auch selbst bestimmen könne, was diese beinhaltet. Da es weder ein SDK, noch genaue Vorgaben für die Anzeigen gibt und Apple diese am liebsten alle in Eigenregie entwickeln würde, sind Reibereien vorprogrammiert.

Bereits im August ist Apple mit verschiedenen renommierten Werbeagenturen wegen Format-Streitigkeiten aneinandergeeckt. Und in der Tat standen zum Start von iAds nur sechs der 17 angekündigten Werbepartern zur Verfügung. Dies erklärt wohl unter anderem, warum iAds zumindest bisher noch kein großer Erfolg ist. Die Konkurrenz schläft nicht, denn auch Google bietet neue mobile Werbeformate bereits aktiv an, bei denen sich der Werbtreibende keiner so strengen Kontrolle unterwerfen muss.

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