Alarmierende Studie: Unfallgefahr durch Smartphone-Nutzung am Steuer

Smartphones

Autofahren und Smartphones vertragen sich nicht. Das ist hinlänglich bekannt und wird auch teuer für Erwischte, jedoch offenbar noch nicht teuer genug.

60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg drohen erwischten Autofahrern, die ihr Smartphone während der Fahrt freihändig nutzen. Das Problem bleibt aber nach Meinung von 10 Landesregierungen gravierend. Wie eine noch nicht veröffentlichte Studie der TU Braunschweig zeigt, ist die Nutzung von Smartphones am Steuer noch ablenkender als gedacht: 4,5% der Fahrer tippten während der Fahrt, was noch gefährlicher als telefonieren sei.

Mark Vollrath, Leiter der Studie mahnt: Viele Leute scheinen nicht zu wissen, wie gefährlich tippen auf dem Smartphone im bewegten Verkehr ist. Die Forscher beobachteten Autofahrer an 30 Standorten in Hannover.

Einige Lücken

Die aktuellen Verbotsregelungen schließen lediglich Mobil- und Autotelefone ein. Tablets oder iPods bleiben außenvor. Ein vom NDR befragter Amtsrichter kommentierte zudem, er habe ständig mit den unglaublichsten Ausreden zu tun und nennt das Beispiel eines erwischten Autofahrers, der von einer Brotdose sprach, die er neben seinem Kopf geschüttelt habe, um zu überprüfen, ob noch Brote darin seien.

Die Unfallstatistik lässt sich zu dieser Thematik noch nicht repräsentativ befragen: Lediglich drei Bundesländer führen stichprobenartige Erhebungen zur Nutzung von Smartphones in Unfallsituationen durch.


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