Alcatel One Touch 995 ULTRA: Der erste Eindruck

[Gastbeitrag] Monochromer Bildschirm, resistiver Touchscreen mit einer Auflösung von 160 x 239 Pixel, 3 Spiele, 880 mAh NiCd Akku, 2h Gesprächszeit, 60h Standby, 512 KB interner Speicher, sowie monophonen Klingeltönen, einer Displayschutzklappe, im Gerät versenkbarer Stylus – verpackt in geschmeidige 230g. Das waren die Eckdaten des Alcatel One Touch Com von 1998, welches ich lange Zeit in Benutzung hatte und super zufrieden damit war. Nie jedoch, hätte ich gedacht, dass man von Alcatel nochmal irgendwas in Richtung Smartphone hören würde. Und dann auch noch positiv davon überrascht werden würde.

Alcatel wird von den meisten Deutschen mit dem hässlichen Entlein „one touch easy db“ und seinen Geschwistermodellen verbunden und hat keinen wirklich guten Ruf. Das soll jetzt offenbar geändert werden und wenn man sich das Alcatel One Touch 995 ULTRA genauer anschaut, merkt man, sie sind auf einem guten Weg.

Hier erstmal die Spezifikationen

  • Android 2.3.6 mit Custom UI
  • Größe 128 x 68 x 9,8 mm, Gewicht 124 Gramm
  • 1,4 GHz (Qualcomm MSM8255T Snapdragon)
  • 4,3 Zoll kapazitiver Touchscreen
  • Auflösung 800 x 480 Pixel bei 16 Mio. Farben
  • 5 MP Kamera (Rückseite), Autofokus, 720P Video, LED Blitz
  • Front-Kamera VGA
  • Wi-Fi 802.11 b/g/n, Wi-Fi Hotspot, WiFi Direct, Bluetooth 3.0
  • HDMI
  • 2 GB ROM, 512 MB RAM
  • 4 GB MicroSD im Lieferumfang, erweiterbar auf bis zu 32 GB
  • 1500 mAh Akku

Wenn man es so eingeschaltet vor sich hat und die Sonne durchs Fenster scheint, fällt eine Sache direkt ins Auge: Das Display scheint eine Kombination aus glänzend und matt zu sein (JA, ich habe die Folie abgezogen! :P ). Natürlich kann es vom Kontrast her nicht mit einem Galaxy Nexus oder dem HTC One X mithalten, aber man kann erstaunlich viel bei direktem Sonnenlicht erkennen, ohne die Helligkeit auf einem „Supernova-Netzhaut-verbrezel“-Level wie bei anderen Geräten zu haben. Sonderlich hell ist es nämlich nicht. Einfach nur gut lesbar.

Was genau das allerdings für ein Displaytyp ist, konnte ich auf Anhieb nicht ausmachen. Des weiteren fällt auf, dass (zumindest bei der mir hier vorliegenden schwarzen Version) die Rückseite matt und gummiert ist. Liegt also recht griffig in der Hand. Mag nicht jeder, ist aber sicherlich nicht unpraktisch im Alltag. Ist mir persönlich auch nur von den Sony Ericsson Xperia (X10) Mini (Pro) – Modellreihen (ebenfalls nur bei den schwarzen) bekannt.

Der 3D-Homescreen ist eine nette Sache und zeigt, dass die 1,4 Ghz durchaus was taugen, wirklich oft wird man den sicherlich nicht benutzen, aber das ist ja jedem selbst überlassen. Recht praktisch dagegen ist die Fülle der bereits im Lieferzustand angeschalteten Widgets je Bildschirm:

  • Facebook, Twitter
  • Helligkeitssteuerung, Profilumschalter, Akkuanzeige in %
  • WLAN, Bluetooth, Flugzeugmodus on/off,
  • Daten- Anruf- & SMSzähler
  • Musikplayer, Gallerie
  • Wetter
  • Anrufhistorie, SMSShortcut, Kurzwahl
  • Uhr

Sicherlich wird nicht jeder alles brauchen, aber gerade Neueinsteiger, an die sich das Gerät wohl in erster Linie richtet, wissen meist gar nicht was so ein Android-Smartphone so smart macht. Ebenso praktisch ist die Ausstattung an Shortcuts in der Benachrichtigungsleiste: WLAN, Bluetooth, GPS, Datenverkehr & Ton kann auf den ersten Blick ein oder ausgeschaltet werden, mit einem Fingerwisch von rechts nach links erreicht man dann noch den Flugzeugmodus, die Helligkeitsautomatik, Sync, die Displayrotation und eine erweiterte Lautstärkeregelung.

Neben den Standardapps sind noch direkt ab Werk der Barcode Scanner, Facebook, Layar, LED-Lampe, ONE TOUCH Share (DLNA), ONE TOUCH backup (Backup auf Gerät, Speicherkarte, Box.net oder Dropbox), Palringo, Shazam, Sprachrekorder, Traffic-Manager sowie als Alternativtastatur TouchPal installiert.

Alles in allem ein gelungenes Gerät für den Android-Einsteiger und/oder Leute die ein „Telefon“ einfach benutzen möchten, ohne sich erst großartig durch AppStores oder Handbücher kämpfen zu müssen. Der Kostenpunkt beim Alcatel One Touch 995 ULTRA liegt bei ca. 200 Euro.

Info

Über den Autor: Dieser Beitrag wurde getippt vom Corey, der ansonsten auf dem ladenblog über Geschichten eines Telekommunikationsfutzis schreibt.

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