Amazon Alexa: 50 Millionen Nutzer, kaum jemand kauft damit ein

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Amazon Alexa wächst und findet immer mehr Nutzer, doch ein Ziel scheint Amazon nicht zu erreichen: Die Nutzer kaufen (noch) nicht damit ein.

Wer in letzter Zeit einen Werbeclip für Amazon Alexa und den Echo Spot gesehen hat, der wird bemerkt haben: Drei Beispiele, drei Mal wird etwas auf Amazon eingekauft. Es ist das Ziel von Amazon, denn die Geräte sollen zwar nützlich sein und auch gekauft werden, doch am Ende möchte Amazon auch danach noch etwas verdienen.

Doch von den knapp 50 Millionen Alexa-Nutzern kauft kaum jemand damit ein. Nur 100.000 Nutzer sollen diese Funktion mehr als einmal genutzt haben. Echo-Geräte werden mehr für Musik, Timer und Dinge wie die Wettervorhersage genutzt.

Bei 100.000 Nutzern würde ich jetzt nicht von „niemand“ sprechen, aber der Anteil ist, gemessen an der Zahl der tatsächlichen Nutzer, verschwindend gering. Woran könnte es liegen? Haben sich die Nutzer einfach noch nicht daran gewöhnt?

Einkaufen mit Amazon Alexa?

In meinem Fall sieht es so aus: Die Suche über eine Webseite ist bequemer und wie ich finde übersichtlicher. Es gibt einen schnellen Überblick über alternative Produkte, man kann die Bewertungen überfliegen und nebenbei noch schnell in einem weiteren Tab den Preis vergleichen. All das ist mit Alexa auf einem Echo nur bedingt möglich.

Am besten eignen sich meiner Meinung nach der Echo Spot und Echo Show zum Einkauf. Doch selbst den Echo Show habe ich noch nie dazu genutzt. Trotz Display ist es am Ende aber auch schneller mit dem Smartphone. Für mich. Bis Alexa das Produkt gesucht, mir angezeigt und Alternativen vorgeschlagen hat, habe ich es am Handy schon gefunden und bestellt. Inklusive dem oben erwähnten besseren Erlebnis.

Ich denke das wird sich in Zukunft ändern und vor allem die Gadgets mit Display, die dann auch gerne mal in der Küche stehen, werden hier immer beliebter zum Einkaufen sein. Das ist allgemein gesprochen, für mich persönlich bleibt das Problem: Ich habe keine Vergleichsplattform vor dem Einkaufen, denn der Echo Spot zeigt mir keine Ergebnisse von Idealo und Co, sondern nur das Sortiment von Amazon selbst.

Das wird sich sicher auch nicht ändern und auch wenn es Amazon für die meisten so bequem wie möglich machen möchte: Eine einzige Quelle reicht mir beim Kauf selten aus. Vielen wird das aber in Zukunft sicher egal sein und Kleinigkeiten wie einen neuen Kochlöffel nebenbei in der Küche über den Echo Show zu bestellen werden in ein paar Jahren sicher normal sein. Das ist zumindest die Hoffnung von Amazon.

Quelle The Information (Bezahlschranke, via TechCrunch)

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