Angst vorm wachsenden Riesen? LinkedIn-CEO versucht Google Plus kleinzureden

Der Chief Executive Officer des Business-Netzwerkes LinkedIn, hat sich wie einige Kollegen anderer großer Unternehmen, ebenfalls zu Google Plus geäußert. Für uns sehr interessant, denn seine Meinung zu Google Plus und zur allgemeinen Situation der Social-Networks, kreuzt sich mit unseren Gedanken, die wir jeweils zu Facebook und Twitter bereits niedergeschrieben haben.

Nutzer haben keine Zeit für Google Plus

Verständlicherweise sieht CEO Jeff Weiner sein Netzwerk nicht in Gefahr, es wäre ja ein Business-Netzwerk, welches in keiner direkten Konkurrenz stehen würde. Des Weiteren meint er, dass die Leute keine Zeit mehr haben, um noch ein Netzwerk zu benutzen und zu pflegen. So ist es nicht möglich, dass Twitter, Facebook und Google Plus gleichzeitig existieren könnten, zumindest nicht auf einem ähnlichen Nutzungs-Niveau. Die Leute würden LinkedIn geschäftlich nutzen, Facebook um mit Freunden zu kommunizieren und Twitter als kompakte Nachrichtenquelle. So bleibt also kein Platz für Google Plus.

Jede Woche sechs Millionen neue Google Plus-Nutzer

Ich würde das so erstmal unterstreichen, doch muss man den Gedanken weiterführen, welche Netzwerke werden sich denn letztendlich durchsetzen? Denn nur weil Google Plus neu am Markt ist, bedeutet dies nicht, es hätte keine Chance. Immerhin gibt es nun schon über 10 Millionen Nutzer und zum Wochenende sollen sogar die 20 Millionen geknackt werden.

Dabei ist Google Plus nach wie vor in der geschlossenen Projekt-Phase und hätte schon nach drei bis vier Wochen, ein Zehntel der aktuellen Twitter-Nutzerzahl erreicht. Ob das Wachstum weiterhin so stark bleibt, mit einer baldigen Öffnung des Netzwerkes noch stärker wird oder letztlich abflaut, steht in den Sternen.

Hat die Konkurrenz Angst?

Doch bei einem derartigen Wachstum in einer geschlossenen Phase des Projektes, würde ich als CEO eines Konkurrenzproduktes, dem neuen Player am Markt auch klein reden wollen. Dies hatte bereits Zuckerberg probiert, in dem er erklärte Google Plus sei teilweise zu kompliziert und biete keine „Killer-Features“.

Ich vermute, letztlich basieren diese Versuche, sich den neuen Konkurrenten kleinzureden, mehr auf Befürchtung die eigene Marktmacht zu verlieren, als auf Fakten. Denn die, welche nichts mehr von Google Plus zu befürchten haben, weil sie sich bereits am Boden befinden, sehen die Stärken von Google Plus und sprechen sie auch offen aus. Ein gutes Beispiel dafür, ist der MySpace-Gründer Tom Anderson, er meint Google Plus würde Facebook irgendwann killen. (via)

Was denkt ihr, werden Jeff Weiner und Co. Recht behalten?

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