Apple forciert IPv6 ab iOS 9

Hardware


Auf der diesjährigen WWDC ließ Apple für einige Entwickler eine Bombe platzen, denn Apps ohne Unterstützung für IPv6 bekommen für den App Store in iOS 9 kein grünes Licht.

Derzeitige Situation in den mobilen Netzwerken

Zum Beispiel verliert Skype in einem v6-only Netzwerk die Fähigkeit Anrufe zu tätigen, geschweige denn Kontakte als online anzuzeigen. Besonders Prekär ist die Situation für die Apps, die z.B. nur auf Amazon Web Services setzen (AWS), welches bis heute keine Unterstützung für IPv6 bietet. Hier liegt die Verantwortung bei Amazon ihre Server umzustellen.

IPv6 only Netzwerk mit Unterstützung für IPv4 Server

In iOS wird der „Happy Eyeballs“-Algorithmus benutzt, welcher feststellt, welche der beiden Protokolle eine bessere (schnellere) Verbindung verspricht. So kommt man unter iOS 8 auf eine Verteilung von 50:50 bei Verbindungen mit IPv4 und IPv6.

Durch weitere Optimierungen und der Tatsache, dass IPv6 heutzutage keine Besonderheit mehr darstellt, hat sich die Verteilung drastisch zu IPv6-Verbindungen bei der öffentlichen Beta von iOS 9 verändert.

Um Apps weiterhin die Möglichkeit zu geben, mit Servern im IPv4-Adressraum zu kommunizieren, führen Netzwerkbetreiber NAT64 und DNS64 ein. NAT64 übersetzt v6 Adressen nach v4 und DNS64 erzeugt eine virtuelle Adresse für die App, welche diese dann nutzen kann, um über NAT64 mit dem Server zu kommunizieren.


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