Apple: Große Pläne für eigene Serien und Formate

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Als Apple vor knapp einem Jahr eine eigene Serie namens „Planet of the Apps“ präsentierte, war das Interesse nicht so groß. 2019 wird das anders aussehen.

Apple ist „all in“ bei eigenen Serien und Filmen, laut NYT möchte das Unternehmen kommendes Frühjahr den Markt aufmischen. Das ursprünglich geplante Budget von einer Milliarde Dollar wird nicht ausreichen, doch das dürfte keine große Rolle für Apple spielen, die über 285 Milliarden Dollar auf der hohen Kante haben.

Apple: 1 Milliarde Dollar wird nicht ausreichen

Auf dem Markt für Musikstreaming ist Apple mittlerweile angekommen, der Markt für Serien und Filme könnte als nächstes dran sein. Letzten Sommer gab es schon einen zaghaften Versuch mit Planet of the Apps, das Format war jedoch kein Hit und irgendwie nahm es glaube ich auch keiner so richtig Ernst. Immerhin bot Apple es zusätzlich zu Apple Music an und viele dachten wohl, dass man den Dienst damit am Ende nur etwas pushen wollte. Doch der Plan scheint ein anderer zu sein.

Ein paar Wochen später wurde bekannt, dass Apple viel Geld in die Hand nehmen und es in Hollywood investieren wird. Eine Milliarde Dollar für eigene Serien stand auf einmal im Raum. Das ist deutlich weniger Geld, als beispielsweise Netflix für Serien und Filme im Jahr ausgibt, aber es ist dennoch eine beachtliche Summe. Und wie die NYT erfahren hat, wird die Summe am Ende deutlich höher sein.

Es folgten zahlreiche Meldungen in den letzten Monaten, so wurde unter anderem bekannt, dass man die Spielberg-Serie „Unglaubliche Geschichten“ neu auflegen möchte. Apple hat sich seit dem in Hollywood „eingekauft“ und viele namhafte Persönlichkeiten unter Vertrag genommen. Man hat sich letzten Sommer auch Zack Van Amburg und Jamie Erlicht von Sony geschnappt, die dort unter anderem für den Blockbuster „Breaking Bad“ verantwortlich waren.

In putting together its slate of 12 projects (and counting), Mr. Van Amburg and Mr. Erlicht made deals with big names including Reese Witherspoon (for three shows), Steven Spielberg, Damien Chazelle, M. Night Shyamalan, Jennifer Aniston, Octavia Spencer and Kristen Wiig.

Eddy Cue: Apple ist all in

Auf der SXSW betonte Eddy Cue, der das Projekt bei Apple leitet, dass man „all in“ ist und die New York Times hat nun einen ausführlichen Bericht dazu nachgereicht.

Was aber immer noch unklar ist: Was hat Apple mit den exklusiven Serien und Formaten vor? Klar, man wird sie irgendwie zum Streamen anbieten, nur wie? Wird man diese Formate ebenfalls an das Abo von Apple Music knöpfen und den Dienst somit noch deutlicher von Spotify abheben? Wird man sie kostenpflichtig über den Apple TV anbieten? Plant man sogar einen eigenen Streamingdienst?

Pläne wie Netflix hat Apple nicht, man versucht nicht alle möglichen Gruppen mit dem Angebot abzudecken. Die Strategie wird viel mehr wie die von Pixar Studios beschrieben, die ab und zu einen Film bringen, der dann ein Hit ist. Die Formate müssen außerdem zum Image von Apple passen, es darf also nicht zu düster sein.

Der Plan ist wohl, dass Apple im Zeitraum zwischen März 2019 und Sommer 2019 das Angebot an den Start bringen möchte, dann soll es losgehen. Bei so einem extrem großen Projekt mit so vielen beteiligten Personen kann man sich aber sicher sein, dass wir in den kommenden Monaten erfahren werden, welche Pläne Apple mit seinen exklusiven Inhalten hat. Ein Netflix-Konkurrent von Apple? Nach Apple Music würde ich diesen Schritt nicht ausschließen. Wobei ich glaube, dass man eher wie Amazon agieren und das Angebot als Ergänzung nutzen wird. Beispielsweise als Extra für Apple Music, um die Nutzer von Spotify wegzulocken. Ich bin gespannt, vielleicht sehen wir dann auf dem März-Event 2019 erstmals Apple Video.

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