ARM Cortex A73 und Mali-G71 vorgestellt

Im Februar 2015 kündigte ARM das Cortex-A72-Design für Smartphone-Prozessoren an, nun stellte man den Nachfolger mit dem Namen Cortex A73 vor. Präsentiert wurde außerdem eine neue Grafikeinheit mit dem Namen Mali-G71, welche unter anderem die Ausgabe von 4K-Material erlaubt.

Cortex A73

Mit der Cortex-A73-Architektur möchte es ARM den SoC-Herstellern ermöglichen, noch leistungsfähigere und energieeffezientere Prozessoren zu bauen. So sollen die im 10nm FinFET-Verfahren gefertigten CPU-Kerne verglichen mit ihren Vorgängern rund 20 Prozent weniger Energie verbrauchen und bei gleicher Taktfrequenz eine um mindestens 10 Prozent gesteigerte Leistung besitzen. Da laut ARM allerdings bis zu 2,8 GHz möglich sein sollen, spricht man von einer 30 Prozent höheren Performance.

Verbaut werden sollen die neuen Cortex-A73-Kerne ab 2017 vor allem in big.LITTLE-Kombinationen mit Cortex-A53-CPUs, was für eine hohe Energieeffizienz und eine seltenere Drosselung sorgen soll. Lizenziert wurde die Architektur angeblich bereits von MediaTek, HiSilicon, Samsung und Marvell.

Mali-G71

Neben dem neuen CPU-Design wurde auch eine neue Grafikeinheit von ARM vorgestellt. Die Mali-G71 wurde in Hinblick auf die kommenden Trends VR, AR und 3D-Gaming entwickelt und unterstützt unter anderem die Vulkan und OpenCL 2.0 APIs. Basierend auf der neuen Bifrost-Architektur soll sie rund 20 Prozent effizienter als die Mali-T880 ausfallen und dabei eine 40 Prozent höhere „Performancedichte“ besitzen. Außerdem sei sie skalierbar und könne je nach Einsatzzweck mit einer Anzahl zwischen 1 und 32 Kernen gefertigt werden.

Die neue Mali-G71 GPU wird im Jahr 2017 vor allem an Seite von Prozessoren mit Cortex-A73-Kernen zum Einsatz kommen und grafisch aufwendigere VR-Spiele unter Android ermöglichen.

Quelle: ARM (1, 2) via: AnandTech

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