BlackBerry vor Rückzug aus dem Endkunden-Markt und Entlassung von 4.500 Mitarbeitern

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Einen starken Umstrukturierungsprozess wird es demnächst bei BlackBerry geben: Anfang der Woche gab es bereits erste Gerüchte, nun bestätigen sich diese, denn BlackBerry wird 4.500 Mitarbeiter entlassen müssen – also rund 40% der gesamten Belegschaft. Die Meldung kam zusammen mit einer frühen Ergebnisprognose des OEMs, nach der man bei BlackBerry für das letzte Quartal einen Verlust von knapp einer Milliarde US-Dollar erwarte.

Dieser herbe Verlust lässt sich zu großen Teilen an den extrem schlechten Verkaufszahlen des Z10 festmachen. Im zweiten Quartal wurden lediglich 3,7 Millionen Endgeräte ausgeliefert, von denen die meisten mit Blackberry 7, also dem älteren Betriebssystem, liefen.

Als Konsequenz will sich BlackBerry nun aus dem Endkunden-Markt zurückziehen. Stattdessen soll der „Prosumer“-Markt stärker in den Fokus der Kanadier rücken. Man will sich also wieder stärker auf den Enterprise-Markt konzentrieren und in diesem Zuge künftig lediglich vier, statt der aktuellen sechs, Geräte anbieten – je zwei High-End- und Low-End-Modelle sollen es dann sein, wobei das zuletzt vorgestellte Z30 sicherlich zu den High-End-Geräten gehören wird, während das Z10 in den Einstiegsbereich wandern wird.

BlackBerry-CEO Thorsten Heins sieht diese Änderungen als „schwierig, aber notwendig“ an. Darüber hinaus wird anhand seiner Worte (s. nachfolgendes Zitat) klar, dass er keine Zukunft für BlackBerry im Consumer-Markt mehr sieht. Darüber hinaus hat BlackBerry im Enterprise-Markt offenbar keine solchen Rückschläge zu verzeichnen, denn die Zahlen der Installationen von BlackBerry-Enterprise-Service-Servern hat sich in den letzten drei Jahren von 19.000 auf 25.000 erhöht.

Going forward, we plan to refocus our offering on our end-to-end solution of hardware, software and services for enterprises and the productive, professional end user.

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